Uni
Neueste Notizen vom täglichem Rumgerenne auf dem Campus: der Unisee, der den westlichen Campus teilt, mit Schwärmen exotischer Kreischvögel. Wo der 1960er Campus in das historische Dorf Heslington übergeht sind Unieinrichtungen in wunderschönen alten Gebäuden mit echt englischen Gärten untergebracht. In fast jedem Gebäude ist heutzutage ein Café, sogar die Briten haben also inzwischen dahin gefunden, auch wenn es für unsere Verhältnisse eher Imbisscharakter hat. Und die Uni ist besser ausgeschildet als die durchschnittliche Kleinstadt, und im übrigen besser als York selbst wie ich letztens immer wieder feststellen muss.
Intensivkurs
Akademisch bin ich nach dem gutem Start zurück zur alten Zeitverschwendung, kann mich ganz schlecht auf die Vorlesungen konzentrieren und finde mich trotz viel Zeit jeden Abend unter einem Berg unerledigter Aufgaben wieder. Das schlimmste, die Leute, die zum ersten Mal im Land sind und im Gegensatz zu mir den Stoff noch nie hatten scheinen weitaus besser klarzukommen als ich. Ich weiß schon jetzt diesmal wird die Zeit nicht reichen mein Englisch wieder zu erlangen. Im Gegensatz zu damals komme ich nämlich viel zu wenig unter Leute. Nichts schlimmeres als sich in einer Sprache quälen zu müssen die im Kopf mal Erststatus hatte. Bei Gelegenheit plappere ich noch eher auf Polnisch los.
Wohnungssuche
Unter den erwähnten Aufgaben ist die Wohnungssuche, die mir letztens einen sinnlosen zweieinhalb Stunden Spaziergang eingebracht hat. Ich habe ein interessantes Angebot, kann es aber wohl erst in einer Woche ansehen, und wenn das dann nicht klappt stehe ich in Konkurrenz mit anderen zum Semesterbeginn eintreffenden Studenten.
Salsa
Donnerstag abend bin ich zum ersten Mal ausgegangen. Mit Rana, der libanesischen Doktorantin, die ich im Zug Nach York getroffen hatte, und Freunden ging es zum Salsa im Stadtzentrum. Zum ersten Mal wieder im oberen Stock eines Busses, zum ersten Mal wieder die Athmosphäre englischen Nachtlebens, die klassische Samstagabend Dance-Musik aus jedem zweiten historischen Haus, und schon am Donnerstag massiv Leute unterwegs, Frauen in gnadenlosen Minis, da kamen richtig Erinnerungen hoch. Salsa war mittelmäßig, gute Stimmung aber wenig Platz. Nachtbusse sind außerhalb des Semesters hier übrigens nicht zu haben, aber wie ich erfuhr kann man locker ins Zentrum und zurück laufen. Und apropos Erinngerungen, auf dem Rückweg sah man Hasen und Fasane auf den Straßen.
Daheim
Zu Hause wohne ich weiter mit in der Wohnung mit einem Italiener und einem Österreicher. Dazu stieß letztens ein Thailänder hinzu, von dem man nie wieder was gesehen hat, nur der Gestank der von ihm gleich am nächsten Morgen abgefackelten Mikrowelle hängt noch Tage danach in der Luft.
Durham
Heute, Freitag, haben wir den Matheteil des Kurses abgeschlossen. Über das Wochenende lösen wir dazu einen simplen Test. Da ich in Wirtschaft noch etwas Vorsprung habe und wir den neuen Stoff (Statistik) erst Montag kriegen, ist dieses Wochenende wohl die beste Gelegenheit einen Tag frei zu nehmen. Daher fahre ich Samstag zur ersten Nostalgiereise nach Durham. Nach Kursende Anfang September geht es zu Joanna nach Manchester und danach wohl nach Newcastle, wo ich mit meinem alten Mentor in Kontakt stehe. Zu dem Zweck habe ich mir eine Bahncard geholt.
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