Samstag, 4. September 2010

05.09.2010 – Ein Tag Tourist

Das Wetter ist sonnig, so bin ich Samstag nachmittag wie angekündigt endlich einmal als Tourist ins Zentrum Yorks gefahren. Hauptziel war der schon seinerzeit geschilderte Münster. Der ist dank meiner Studentenkarte sogar gratis. Und er hat nichts von seinem Eindruck verloren. Gerade singt auch der Chor. Die Hälfte der Kirche scheint aus Glasfenstern zu bestehen, in der Tat wohl die meisten in ganz Europa. An denen restaurieren sie auch fünf Jahre später immer noch rum. Einfach grandios. Und alle noch original und heil. Zusammen mit den ganzen kleinen schiefen mittelalterlichen Häusern überall in der Stadt, und in der Tat im Land, aus Holz und Lehm...im Rest Europas ist das alles verbrannt.
Bei Hunger ging ich das erste ordentliche und lang erwartete Fish&Chips essen. Danach war der Münster schon zu, wie im übrigen fast alles hier ab 17 Uhr. Dafür war Abendmesse und da die meisten Besucher schon weg waren konnte man den Chor besonders gut hören.

Alternativ wollte ich auf die Stadtmauer, auf der Suche nach den grauen Eichhörnchen die ich dort damals gesehe hatte. Die springen aber schon durch einen Park, wo Leute abends auf dem makellosen englischen Rasen zwischen den Ruinen alter Kirchen und der Stadtmauer liegen. Alle paar Meter erkenne ich etwas wieder, springen plötzlich Erinnerungen hoch. Das letzte Mal war ich wohl noch mit Hanni hier. Außerdem fällt mir wieder ins Auge, wie integriert hier wirklich alle Ethien wirken.

Eine weitere Erkenntnis der letzten Tage: wie grottenschlecht mein Englisch geworden ist.

Der Fluss nebenan sieht aus wie in Amsterdam mit kleinen Barkassen und Hausbooten. Endlich finde ich die Stadtmauer und gehe einmal um die ganze Stadt. Die Stelle mit den Eichhörnchen, ich finde sie nicht mehr. Dafür geht auf dem Parkplatz vor dem Burgmuseum eine Entenfamilie selbstbewusst spazieren. Und am Himmel hängen seit meiner Ankunft Heißluftballons.

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