Samstag, 13. Dezember 2025

Splendid Isolation

Samstag ging ich Wandern. Seit langer Zeit fuehlte ich den zunehmenden Druck, einmal etwas nur fuer mich zu machen, ohne Kompromisse und Unterbrechung. Ich stellte das Auto in Horndean ab und lief ueber drei Felder, ein Waldstueck und einen der steilen Huegel der South Down zum Pub in Finchdean, nah der Hubertuskapelle. Ich hatte grosses Glueck mit dem Wetter gehabt: blauer Himmel, Sonne und kein Wind. Ich bekam trotzdem tatsaechlich etwas Winterstimmung, weil an den Bueschen rot die (in England winterlich konnotierten) Stechpalmenbeeren hingen.

Bereits im ersten Dorf hatte ich eine angenehme Ueberraschung: in der Allerheiligenkirche war ein "Weihnachtsbaumfest" und vor allem bekam ich Kaffee, Kuchen und Smalltalk mit Erwachsenen, waehrend im Hintergrund das Weihnachtsoratorium vom Band lief. Solche kleinen Sachen entspannen mich heutzutage wirklich.

Im Pub goennte ich mir ein Mittagessen, allein und nur fuer mich und mit einem Buch. Und auf dem Rueckweg wartete noch eine Ueberraschung, die zwar trivial war, aber auf mich doch wirkt. Ich schaute mir den ehemaligen Kirchhof der vor langer Zeit abgerissenen St Giles Kirche an. Das ist einfach ein kleines, dreieckiges Stueck Rasen und alten Grabsteinen und Baeumen. Aber an einem hingen noch kleine, gelbe Aepfel (das beobachte ich in diesem Herbst und Winter eine Menge, immer an der Autobahn) und die stellten sich nicht nur als essbar heraus, sondern auch als besonders lecker. Ich pflueckte was ich erreichen konnte.

Zu Hause halfen in dieser Zeit Ellies Vater mit Frau und Ottos Cousine aus. Herr Howlett identifizierte meine Aepfel als Cox' Orange.

Allerheiligen, Blendworth


Pferdemist, 20 Pence pro Tuete


George Inn, Finchdean

Cox Orange in Blendworth

Abends war ich noch mit Sebbi Schokolade nachkaufen. Aber natuerlich gilt: keine Quality Street.

Samstag, 6. Dezember 2025

Helferlein

Samstag morgen war zur grossen Aufregung der Kinder der Nikolaus gekommen. Diesmal hat es Sebbi auf jeden Fall verstanden. Danach ging es mit Otto schwimmen wie immer, und ich frage mich immer mehr, was eigentlich noch fuer die naechste Stufe fehlt.

Anschliessend machten wir etwas besonders: Otto hatte eine Karatepruefung und bekam einen roten Guertel. Dazu lud der an vielen Schulen lehrende Verein, dementsprechend war dort eine ganze Halle voll aufgeregter Kinder. Fuer die Eltern blieb kein Platz, und so konnte ich etwas wunderbares machen: im Auto eine gute Stunde schlafen. Dann holte ich einen froehlichen Otto ab, der mir stolz seinen neuen Guertel zeigte.

Die Pause hat mir wirklich den Tag gerettet, denn vorher war ich schon wieder mit meinen Kraeften am Ende gewesen - und nun hatte ich die Kinder allein, waehrend Ellie zu einem Tanzauftritt fuhr. Weil ich sie nie gerne zu Hause unterhalte (und besonders jetzt, da sie voellig unterschiedliche Interessen haben, aber trotzdem immer um die gleichen Dinge streiten), bin ich mit ihnen Bus und Bahn gefahren. Das ist bei beiden populaer, und macht mir auch Spass. Zumal Sebbi inzwischen ziemlich sicher ohne Windel ist. Also nahmen wir den Bus zum Hafen, von dort die Bahn nach Havant und zurueck, und mit dem Bus nach Hause. Dann in die Wanne und ins Bett, geschafft. Wenn das klappt, fuehle ich mich hinterher gut und kompetent.


Sonntag beim Adventsfruehstueck hatten Ellie und ich diese schoene Idee nach Chichester zu fahren. Ich hatte ja um etwas Zeit allein gebeten, vielleicht koennte ich da in Ruhe nach Geschenken suchen die immer noch fehlen. In Praxis fiel uns erst vor Ort auf, dass Sebbi krank war und ich fuhr mit ihm nach einem stressigen Mittagessen wieder nach Hause. Otto und Ellie folgten spaeter per Bahn.
 
Beide Kinder wollen im Moment "helfen". Ich darf mir ohne Sebbi keinen Tee machen und ohne Otto nicht backen, und wehe wenn ich es heimlich versuche. Irgendwo bin ich stolz, dass meine Kinder daran gewoehnt sind, praktisch mitzumachen. Aber manchmal will ich einfach nur schnell Tee machen.

Sebbi

Auf der Fahrt hoerte Sebbi die Rathausglocken, und seitdem will er Videos mit Ding Dongs sehen.

Hat sein erstes "boeses Wort" gelernt: jetzt grinst er und sagt "Blut". Er hat sich auch die ersten ungezogenen Sachen von Otto abgeguckt. Geben wir ihm etwas nicht, rennt er selbst los und sagt "ich hole es!". Heute hat er auch mal gesagt, er wuerde mich treten - beides woertliche Kopien seines Bruders.

Otto

wollte unbedingt Eier trennen ueben. Mit meiner Hilfe ging nichts daneben. Jetzt muss ich viel backen.

macht Sebbi runter sobald in den Raum kommt. Aber wenn es Sebbi nicht gut geht, gibt er sich grosse Muehe zu helfen. Er will also vermutlich, kann sich aber noch nicht helfen. Ich finde keinen guten Mittelweg, einem kleinen Kind zu helfen langwierig seine Gefuehle zu kalibrieren ohne das ein kleineres Kind den Preis dafuer zahlt. Denn dazwischen gibt es keinen Mittelweg. Man verliert so oder so.

Johannes

ich hangele mich von Tag zu Tag. Wenn ich gut schlafe ist es ganz ok. Aber ich braeuchte wirklich mal etwas Zeit allein fuer mich. Ich habe Karten und Geschenke fertig. Das gibt etwas Gefuehl von Fortschritt.
 
vorher

nachher


 

Freitag, 5. Dezember 2025

Meine Psyche schleift in letzter Zeit ganz schoen. Letztes Wochenende war richtig schlecht. Das Verhalten der Kinder zaehrt an mir: die rivalisierenden Beduerfnisse, das staendige Verlangen nach meiner gesamten Zeit und Aufmerksamkeit. Und Otto ist oft ganz einfach gemein. Zu mir, zu Ellie, aber vor allem zu Sebbi. Ich kann damit sehr schlecht leben. Die ueblichen Argumente treffen dort auf die Notwendigkeit, Sebbi nie daran zu gewoehnen, dass er weniger gut ist als andere weil er kleiner, schwaecher oder sprachlich weniger entwickelt ist. Ich finde das sehr schwer. Es laugt mich sowohl psychisch als auch koerperlich aus. Samstag war ich ab 11 Uhr erledigt. Das ist nicht unueblich. Gleichzeitig ist Sebbi selbst durchaus fordernder als frueher. Und er will ueberall mitmachen. Was ich unterstuetze und ermutige: so hat, glaube ich, Otto viel gelernt. Aber ihm konnte ich auch meine gesamte Aufmerksamkeit geben. Es tut mir leid, dass Sebbi das nicht kriegt.

Sehr wahrscheinlich sind beide Kinder auch einfach beide krank. Aber ist irgendwann auch egal. Am Ende des Wochenendes hatte ich einfach die Schnauze voll und wollte nur allein gelassen werden. 

Schoen war an diesem Wochenende nur das schwimmen mit Otto am Samstag, und der Sonntag Nachmittag mit Sebbi. Da bin ich mir ihm endlich Bus und Bahn gefahren. Mit dem Bus zum Bahnhof, und dort mit dem Zug in den Hafen, und wieder zurueck. Hatte ich eine Weile oft mit Otto gemacht. Sebbi hat auch sehr gestaunt, es war fuer ihn erst das zweite Mal in England, und das erste Mal, dass es ganz fuer ihn gemacht wuerde. Ich glaube es hat seinem Geist auch was zum Verdauen gegeben. Mir hat es grossen Spass gemacht.

Ich konnte mich Sebbi mal ganz widmen, weil Otto in der Zeit mit Ellie im Krankenhaus war. Ellie und ich hatten uns am Vorabend aufgrund verschiedener Symptome vollkommen grundlos in eine Panik geredet. Schien bereits am naechsten Morgen voellig bekloppt. Und die Aerztin fuehrte es auch nur auf Kaelte, Sport und eventuell eine vergangene Grippe zurueck. Aber es war auch typisch fuer unsere Situation: sobald die Idee im Raum stand hatte ich keine Kraft mich gegen furchtbare Bilder zu wehren. Zumal vor der Nacht, die ja sehr lang sein kann. Habe mich gleich neben Otto gelegt, weil ich unten keine Ruhe gefunden haette.

Wenigstens lernte er eine deutsche Aerztin kennen, die ihn auch gruendlich untersuchte. Sie sprachen beide deutsch, was mir zum Ende dieses Wochenendes nochmal grosse Freude gab. Haette ich gerne miterlebt.

Sebbi

Am Ersten Advent scheint der Knoten auf dem Toepfchen geplatzt zu sein. Seitdem sagt er verlaesslich wann er muss, und es geht kaum etwas daneben. Was hatten wir uns die einen Stress gemacht in der ersten Woche.

Ist weiter besessen von Zuckowskis Lied ueber die Weihnachtsbaeckerei.

Otto

scheint sich insgesamt koerperlich langsam zu erholen.

hat ein Schulprojekt ueber das Feuer von London 1666 abgeschlossen. Wir hatten dafuer ein Haus gebaut, dass er am Ende doch nicht verbrennen lassen wollte.

hat bei jaehrlichen Weihnachtsgeschenkebasar wieder wirklich gute Geschenke fuer uns alle ausgesucht. Das war uns schon im letzten Jahr aufgefallen. 

Johannes

Ich brauche mal Zeit fuer mich. Etwas alleine und nur fuer mich machen, ohne Kompromisse. Ich hatte das einige Mal probiert, aber immer kamen die Kinder dazwischen. Mittwoch bin ich einmal zum Brettspielen gegangen. Das hat mir gleich gut getan.

Ich hatte zum Ersten Advent gerade noch einen Kranz und Kerzen bekommen. Ich will den Kindern sowas frueh zeigen. Die Pyramide hatte nach einem Tag bereits Figuren verloen. Konnte ich zwar wieder ankleben, aber es symbolisiert, wie selbst kleinste schoene Sachen nur unter grossen Schwierigkeiten moeglich sind.

Ich komme dieses Jahr schon etwas in Adventsstimmung. Aber sehr oft denke ich melancholisch daran wie es frueher war und kaum noch ist. 

In letzter Zeit sehe ich Ellie wieder verdammt wenig. Wir sind abends beide so fertig. Entweder raeumen wir beide auf und sitzen dann erledigt auf dem Sofa. Oder ich gehe schlafen wenn Ellie aus dem Kinderschlafzimmer stolpert.

Wir gerieten zufaellig ins Stadtmuseum und dort in eine Ausstellung ueber einen ehemaligen Musikklub vor Ort. Nebenan erfuhr Otto das erste Mal etwas ueber den hier geborenen Arthur Conan Doyle und Sherlock Holmes.



Donnerstag, 27. November 2025

Nachtrag

Die letzten sechs bis acht Wochen kam ich nie zum Schreiben. Ich weiss, dass viel erwaehnenswertes passiert ist, erinnere mich aber nicht mehr. Hier einige Notizen aus der Zeit, und was mir noch im Gedaechtnis blieb.

An einem Wochenende besuchten uns Ellies Vater mit Frau und Cousine. Die Kinder wie immer begeistert, auch wenn Otto gerade krank war. Fuer mich war auch etwas besonderes dabei: ein Buch von Ellies Uropas Zeit im Krieg. Der lieferte 1944/45 mit der HMS Begum Kampfflugzeuge in den Pazifik. Erlebte die japanische Kapitulation in Singapur und besuchte viele Laender der Region. Muss fuer ein armes Kind aus dem Londoner East End ganz schoen beeindruckend gewesen sein.

Ellie hoerte auf den jeweiligen Elternabenden der Kinder ueber beide ausgezeichnetes. Ottos Lesen und Rechnen ist tatsaechlich sehr gut.

Sebbi

stieg endgueltig in die naechste Kitagruppe auf. Beide bisherige Betreuerinnen sind traurig - zu Recht! Seine sprachliche Entwicklung macht mich richtig baff. Der kann inzwischen richtig gut erklaeren und umschreiben, zum Beispiel wenn Mami ein deutsches Wort nicht kennt.

Auch ein kuerzlicher Besuch bei der Kinderschwester brachte nur gute Bewertungen.

Seine Sprache beeindruckt uns weiter. Nicht kennt er "Sanitaeter", er weiss auch, dass es auf Englisch "paramedic" heisst.


Otto

Ueber die letzten Wochen haben wir richtig mit laengeren Buechern angefangen. Erst lasen wir sein erstes Kapitelbuch aus: Enid Blytons "Kinder vom Kirschbaumhof". Dann die Fortsetzung: Die Kinder vom Weidenhof, und jetzt den dritten Teil der Serie. Ich muss Otto oft Sachen erklaeren, die sich seit den 1950ern veraendert haben.

Im ersten Schulprojekt des Jahres ging es um das Grosse Feuer von London 1666. Dazu werden am Ende als Hausaufgabe Haeusermodelle gebaut und angezuendet. Ich mag diese projektbasierte Arbeit.

In den letzten Wochen haben wir beide den Eindruck, dass Otto weniger vorm Bildschirm sitzt. Er liegt ihn von allein irgendwann ab und nimmt sich Spielzeuge. Durchaus auch mal mit Sebbi. Einmal setzte er sich an meinen Schreibtisch und zeichnete konzentriert einen Bauplan fuer ein Auto. Da wuerde ich ihm gern gleich seinen eigenen Arbeitsplatz geben.

Um Halloween haben wir einen Kuerbis gebastelt. Unsere "Ruhige Zeit" vor dem Schlafengehen ist wirklich schoen.

Otto entwickelt wichtige Faehigkeiten richtig gut: im Familienschwimmen sein Rueckenschwimmen und Tauchen: innerhalb einer Stunde ging es von aengstlichen Versuchen zum begeisterten Tauchen nach neugekauften Sinkspielzeugen. Und er hat angefangen ganze Buecher am Stueck zu lesen. Kinderbuecher natuerlich, aber durchaus mit Dutzenden Seiten. Eine Zeit lang wollte er gleich nach dem Aufwachen eins durchlesen. Wir bringen eine ausgefuellte Leseliste nach der anderen mit, fuer die er dann jeweils eine Urkunde kriegt. Sowas greifbaren Meilensteine motivieren ihn.

Grosse Aufregung: Otto hat die ersten zwei Milchzaehne verloren. Und zu seiner besonderen Begeisterung kam nachts tatsaechlich die Zahnfee, holte sie unter dem Kissen raus und legte dafuer zwei Pfund hin.

war mehrere male krank. Einmal hatte er einen fiesen Ausschlag am ganzen Koerper. Und natuerlich gibt er nie zu, dass ihm kalt, schlecht oder muede ist.

Johannes 

wir haben zweimal Brataepfel mit Marzipan- und Walnussfuellung gemacht. Nuesse und Aepfel waren selbst gesammelt. Wider erwarten gehen sie ziemlich schnell zu Neige.

Wir haben den Dachboden sukzessive entruempelt. Ganz frei ist er nicht, aber es wird langsam ein Raum, den man nutzen kann.

Ich lese viel, oft durcheinander. Ich lerne sehr viel, und weiter mit viel Freude, aus meinem grossen Linuxbuch. Habe daneben ein zweites, kleineres, praktischer angelegtes Buch angefangen und durchgelesen. Es ist ein tolles Gefuehl, ein neues Werkzeug zunehmend zu verstehen. Dazwischen nehme ich immer wieder Humor im Ostblock in die Hand, oder alte Krimis, oder alte Stark Trek Fangeschichten.


 


Eines Abends habe ich endlich die Laterne aus ihrem Versteck geholt. Dort lag sie seit 5 Jahren, weil Otto damals nach zwei Versuchen noch zu klein dafuer war. Jetzt kennen die Kinder endlich diese Tradition, auch wenn Sebbi sie nach einer Woche doch kaputt gekriegt hat.

Herr Fuchs hat eine Fliege an, und Sebbi weiss jetzt, was das ist.

Das loeste allgemeine Begeisterung aus: Otto liest Sebbi deutsche Kinderlieder vor.

Im Baumhaus, auf dem Weg zur Kita am Morgen.

Beim jaehrlichen Besuch in der Weihnachtsabteilung des Gartenbaumarkts in Horndean. Hoelle auf Erden.



 

 

 


 

Montag, 24. November 2025

Die guten aufs Toepfchen

Sebbi 

Dieses Wochenend stand im Zeichen von Sebbis Toepfchen Training. Laeuft bisher nicht besonders gut. Viel geht daneben. Er will nicht auf den Pott. Aber auch nicht die Windel zurueck. Schliesslich ist er ein grosser Junge, der schon Unterhosen traegt. Ich habe den Eindruck, dass Sebbi ganz schoen gestresst ist. Anfangs fragten wir alle zwei Minuten, ob er nicht aufs Toepfchen will, da wurde er immer unwirscher. Jetzt fragen wir fast gar nicht mehr und hoffen aufs beste.

Sebbi hat die gerade erst eingefuehrte Laterne kaputt bekommen.

Sebbi liebt Rolf Zuckowskis Lied von der Weihnachtsbaeckerei. 

Otto 

Wieder ruft es uns den Unterschied zu Otto ins Bewusstsein: der hat damals alles, was nur nach Baby roch, abgelegt sobald er nur irgend konnte. Mittagsschlaf und Windel: nicht nach und nach, nein, von heute auf morgen. Babyscheiss.

Ich war mit Otto Samstag und Sonntag schwimmen. Beim Familienschwimmen erkennen wir immer mehr Gesichter und treffen andere Familien. Das baut Gemeinschaft, fuer Kinder wie Eltern. Es ist aber auch schwer sich des Wettbewerbsgefuehls zu erwehren. Warum haben wir die Kinder nicht schon als Babys mitgenommen und ans Wasser gewoehnt? Koennten wir nicht auch Einzelstunden buchen? Und was ist mit einer ganz neuen Sportart, oder Tanz, oder Wissenschaft fuer Kinder?

Samstag Nachmittag bin ich mit Otto beim Haus Stansted Esskastanien sammeln gefahren. Viele waren aber gar nicht mehr, und es war sehr nass. Ich war danach ganz schoen erledigt, und ich glaube Otto auch.

Letztens hatte ich etwas Platz frei im Kopf und erinnerte mich an Banitza, 2009 in Bulgarien. Einmal hatte ich das gemacht, 2013 oder so, mit meiner damaligen bulgarischen Mitbewohnerin. Habe ich zweimal mit Otto probiert, der kocht ja gerne. War lecker, aber nicht zu vergleichen mit dem Original. Aber Otto geht es immer gut, wenn er kochen kann.

Ottos derzeitiges Schulprojekt ist das Grosse Feuer von London, 1666. Wir bauen ein Fachwerkhaus aus Verpackungen. Er bemalt und beklebt es und am Ende werden sie alle verbrannt.

Eltern

Ellie probt fuer einen Bauchtanzauftritt zu Nikolaus. Ich lese weiter sehr interessiert zu Linux, gucke Klips aus Edgar Wallace Filmen, und letztens habe ich endlich einen seiner alten Krimi in Buchform gefunden.

ich konnte mit Sebbi ein paar Mal Weihnachtslieder spielen

Sebbi hat Mamis alte Gitarre gefunden

Unterhosen fuer grosse Jungs

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Kasia von damals

Sonntag vormittag war ich mit Sebbi und unserem Freund Andrew noch einmal bei den Tieren auf dem Hof Staunton. Immer wieder schoen dort. Am spaeten Nachmittag ging ich mit beiden Jungs in der Naehe noch einmal Aepfel pfluecken gegangen und anschliessend zum Faehranleger Hayling.

Montag dann traf ich in London Kasia, aus Lodz bzw. jetzt Braunschweig. Das hatte mich vorher durchaus nervoes gemacht. Wir hatten uns seit 2011 nur sehr selten gesehen. Und mein Polnisch ist auch nicht mehr dasselbe. Aber als wir uns vor der Tate Modern Gallerie trafen, war es doch wieder ganz einfach. 

Ich musste nichtmal viel Polnisch sprechen, da noch ein Deutscher dabei war. Wir verbrachten tatsaechlich ganze sechs Stunden in der Gallerie. Traurig am Ende wieder zu gehen. Ein ploetzlicher Blick zurueck in einen Teil meines Lebens, der inzwischen wie das eines anderen wirkt.



 



 

Donnerstag, 9. Oktober 2025

Samstag war ich wie immer mit Otto schwimmen und mit Sebbi einkaufen. Nachmittags bin ich mit Sebbi dann noch in der Tierpark Staunton gefahren, waehrend Otto mit Ellie unterwegs war. Wir hatten Staunton am Ende fuer uns allein, und es war eine schoene Herbststimmung. Sebbi war nicht begeistert, als eine Ziege uns die Futtertuete ganz aus der Hand riss und weglief. Aber dann ritt er auf dem Papapferd neues Futter kaufen.

Sonntag vormittag bastelte Ellie mit Otto Handpuppen fuer ein Schulprojekt. Er will Rumpelstielzchen nachspielen und auf Video aufnehmen. In der Zeit fuhr ich mit Sebbi im Bus zum Schmetterlingshaus und dann ans Meer. Dann durfte ich seinen Mittagschlaf machen, was mir immer gut tut. Und als Otto fertig war, fuhr ich mit ihm ins Dorf Buriton Aepfel und Haselnuesse ernten. Auch hier ein toller Herbsttag, viele Leute auf dem Spielplatz und Tennisplatz. Otto machen solche praktischen Sachen immer Spass, und ich bin gerne mit meinen Kindern unterwegs und zeige ihnen was.

Sebbi

ist jetzt seinem Babyhochsitz auf Ottos Stuhlaufsatz uebergegangen. Der alte Sitz kann jetzt weg und wir haben mehr Platz im Esszimmer. Wir werden mit ihm auch bald das Toepfchen ueben und die Windeln absetzen.

Otto

Wir haben Ottos neue Lehrerin getroffen. Otto genoss das allgemeine Lob sichtlich und sagte uns, wir sollten doch bitte weiterreden. Wir haben ihn auch fuer ein Schulchorproject angemeldet.

Johannes

Ich habe momentan ungewohnte freie Zeit am Abend. Ich sollte vermutlich produktiv sein, aber es nichts ist kritisch.

grosser Junge