Samstag ging ich Wandern. Seit langer Zeit fuehlte ich den zunehmenden Druck, einmal etwas nur fuer mich zu machen, ohne Kompromisse und Unterbrechung. Ich stellte das Auto in Horndean ab und lief ueber drei Felder, ein Waldstueck und einen der steilen Huegel der South Down zum Pub in Finchdean, nah der Hubertuskapelle. Ich hatte grosses Glueck mit dem Wetter gehabt: blauer Himmel, Sonne und kein Wind. Ich bekam trotzdem tatsaechlich etwas Winterstimmung, weil an den Bueschen rot die (in England winterlich konnotierten) Stechpalmenbeeren hingen.
Bereits im ersten Dorf hatte ich eine angenehme Ueberraschung: in der Allerheiligenkirche war ein "Weihnachtsbaumfest" und vor allem bekam ich Kaffee, Kuchen und Smalltalk mit Erwachsenen, waehrend im Hintergrund das Weihnachtsoratorium vom Band lief. Solche kleinen Sachen entspannen mich heutzutage wirklich.
Im Pub goennte ich mir ein Mittagessen, allein und nur fuer mich und mit einem Buch. Und auf dem Rueckweg wartete noch eine Ueberraschung, die zwar trivial war, aber auf mich doch wirkt. Ich schaute mir den ehemaligen Kirchhof der vor langer Zeit abgerissenen St Giles Kirche an. Das ist einfach ein kleines, dreieckiges Stueck Rasen und alten Grabsteinen und Baeumen. Aber an einem hingen noch kleine, gelbe Aepfel (das beobachte ich in diesem Herbst und Winter eine Menge, immer an der Autobahn) und die stellten sich nicht nur als essbar heraus, sondern auch als besonders lecker. Ich pflueckte was ich erreichen konnte.
Zu Hause halfen in dieser Zeit Ellies Vater mit Frau und Ottos Cousine aus. Herr Howlett identifizierte meine Aepfel als Cox' Orange.
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| Allerheiligen, Blendworth |
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| Pferdemist, 20 Pence pro Tuete |
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| George Inn, Finchdean |
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| Cox Orange in Blendworth |
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| Abends war ich noch mit Sebbi Schokolade nachkaufen. Aber natuerlich gilt: keine Quality Street. |
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