Sonntag, 21. Juni 2026

Vatertage

Am letzten Sonntag war in England Vatertag. Zu diesem Anlass fuhr Ellie das Wochenende zu ihrer Schwester nach Kent und ich konnte ganz Vater sein. Nach all den Jahren machte mich das immer noch etwas nervös. 

Samstag morgen fuhren wir mit dem Bus zu Ottos Schwimmunterricht, danach gab es Süßigkeiten auf dem Spielplatz des Stadtmuseums gegenüber. Dann fuhren wir weiter Bus, mit Halt im Hafen, dann nach Hause. Ich machte an beiden Tagen richtig gutes Essen! Nachmittags ging es mit dem Bus zurück zum Sportzentrum zum Familienschwimmen, dann wieder zum Museum Eis essen, dann nach Hause und auf den Spielplatz. Ich ließ die Jungs länger aufbleiben, und wir schliefen alle zusammen in Ottos Zimmer. Sebbi und ich auf dem Ausziehbett. Das klappte wunderbar und hat uns allen drei gefallen.

Sonntag hatte ich ruhig geplant. Vormittags fuhren wir alle zu dritt mit unseren Rädern in den Park, das erste Mal, dass auch ich meins dabei hatte. Aber Sebbi wurde sehr früh müde und wollte stattdessen auf den Spielplatz, wo es sowohl Otto als auch mir zu heiß war. Nach einem weiteren ausgezeichneten Mittagessen fuhren wir Richtung des Wasserspielplatzes beim Canoe Teich. Aber auf dem Weg verletzte sich Sebi seinen Daumen und ein Drama begann. Erstmal standen wir genau zwischen Haus und Ziel in der prallen Sonne. Ich schimpfte zuerst und war nicht lieb genug zu ihm, bis wir Schatten fanden. Erst da dämmerte mir, dass es mehr sein muss man sah, denn er hörte nicht auf zu weinen und schien dann in meinen Armen einzuschlafen. Ich machte in einem Cafe einen kalten Wickel, aber als ich dann nach Hause wollte, brüllte Sebbi noch mehr (und protestierte interessanterweise kaum, obwohl er nicht glücklich war) und zeigte, dass er die Hand bewegen konnte. Also fuhren wir doch zum Wasserspielplatz. Otto fand dort Freunde spielte dort wunderbar im Wasser. Sebbi aber schlief im Bollerwagen ein, während ich über ihm fast heulte aus Angst vor einer Stauchung oder Quetschung. Zum Glück holten mich bekannte Eltern zu ihrem schattigen Picknicklager, boten an, auf Otto aufzupassen und uns zum Krankenhaus zu fahren. Als Sebbi aufwachte, sah er zuerst nicht besser als - bis ihm Kuchen in den richtigen Farben geboten wurde. Dann, als Otto bereits aus dem Wasser kam, wollte Sebbi unbedingt da rein und spielte begeistert. Was mich beruhigte. Trotzdem verfolgte ich auf der Karte genau, wie weit Ellie noch weg war. Schließlich bestach ich die Kinder mit Eis, nach Hause zu gehen. Am Montag ging Ellie doch mit ihm zum Arzt, die aber nichts feststellte.

Diese Geschichte hat mir ein ansonsten gelungenes Wochenende verdorfen und belastet mich immer noch.

Sebbi

will in letzter Zeit immer öfter auf dem Klo sitzen anstatt auf dem Topf.

Sebbi wird langsam zu lang um auf mir zu liegen. Ich werde es vermissen, wie er auf mir einschläft.

Otto

hatte Donnerstag Wandertag zur Burg Portchester. Die kennt er zwar gut, aber diesmal sind sie in den kostenpflichtigen, mittelalterlichen Teil gegangen, der in einer Ecke der viel größeren römischen Anlage steht.

Johannes

ich bin in letzer Zeit oft melancholisch. Mein Leben scheint wieder sehr monoton. Tags schafft man nichts, und abends auch nicht, und die Tage vergehen. Zuinnerst treibt mich vielleicht um, dass ich keine Reise nach Deutschland organisiert habe.

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