Samstag nach dem Schwimmen fuhren wir zum Tag der offenen Tür im Überseehafen. Dort läuft der zivile Personen- und Frachtverkehr, der weiter geht als zur Isle of Wight. Er liegt an der westlichen Ausfallstraße, aber man kann ihn schlecht einsehen. Ich selbst war nur zweimal da gewesen: als Ellie und ich nach St Malo fuhr und als ich Friedemann dort ablieferte. Und vor vielen Jahren hat Ellie dort in der Fährabfertigung gearbeitet.
Es war sehr viel interessanter als erwartet: im Terminalgebäude waren viele Stände: die Firma, die das Verladen im Hafen abwickelt, das Wassersportzentrum bewarb Ferienkurse für Ottos Alter, und die Uni Southampton begeisterte alle Kinder mit einem Roboterhund. Sie folgten ihm nach draussen, wo eine Trommlertruppe spielte und diverse große Fahrzeuge warteten. Beide Jungs stiegen in Schaufellader, LKWs und Gabelstapler. Ein Schlepper machte Ballet und spritzte mit seiner Wasserkanone. Am Kai nebenan wurde gerade ein Schiff entladen, und ich ließ mir eine alte Geschichte bestätigen, die ich nie ganz glauben wollte: es bringt mit einem Schwesterschiff tatsächlich jede Woche 40% des britischen Bananenimports ins Land.
Weiter hinten lagen ein Küstentanker, wo uns leider die Zeit ausging, und der Katamaran, der vom Hafenbahnhof nach Ryde auf der Isle of Wight fährt. Auf der Brücke waren zwei Sessel und zwei Kapitänsmützen für beide Jungs, und daneben Radar, Karte, Fahrtregler und Kameras in den Maschinenraum. Das war richtig gut.
Abends dann wollte Otto plötzlich die Stützräder von seinem lange unbenutzten Fahrrad abmachen und auf dem Spielplatz üben. Und zu meiner Überraschung ging es auch sofort problemlos. Er drehte eine Runde nach der anderen, konzentriert und stolz über seinen Fortschritt. Sebbi fährt sowieso mit Inbrungst. Ich freue mich, irgendwann zu fahren zu gehen. Vielleicht sogar zu viert, wenn Ellie wirklich will. Nur schade, dass es hier so wenige lohnende Radwege gibt.
Sonntag mussten wir einkaufen, aber nachmittags gingen wir alle in den Park, damit die Jungs Fahrrad fahren konnten. Otto kurvte durch den ganzen Park und übte am Ende auf den Hindernissen der Skateparks.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen