Es
ist vollbracht, der erste Teil der Volkszählung 2011 ist
veröffentlicht! Die Büros quellen über vor Kuchen und die
Internetforen vor immigrantenfeindlichen Kommentaren. Und ich darf
offiziell Zahlen verraten. Deshalb habe ich als kleinen Einblick in
meine Arbeit die wichtigsten Zahlen übersetzt. Die darin erwähnten
Tabellen und Karten kann ich leider nicht einfügen, aber sie sind in
der veröffentlichten Broschüre zu sehen, deren Internetadresse
unten zu finden ist. Wir besprechen nur England und Wales, Schottland
und Nordirland haben ihre eigenen Statistikämter. Besonders
unterstrichen wird die Geburtenzuwachs, der in der Altersgruppe von
0-4 Jahren zu sehen ist. In allen Bereichen ist auch die
herausragende Rolle Londons zu sehen, dass nicht nur am stärksten
wächst, sondern auch die gesündeste demographische Entwicklung
aufweist. Junge Menschen ziehen dort wegen der Arbeit hin, alte
Menschen verlassen es in Richtung ruhigerer Gebiete.
Die
Volkszählung hat auch ihre eigene Internetseite:
Die
wichtigsten Fakten für England und Wales:
Die
eigentliche Broschüre:
Besonders
spaßig: die verschiedenen interaktiven Visualisierungsspielzeuge
http://www.ons.gov.uk/ons/interactive/vp2-2011-census-comparator/index.html
(Bevölkerungspyramide 2011 für Regionen)
http://www.ons.gov.uk/ons/interactive/vp1-story-of-the-census/index.html
(Bevölkerungsentwicklung seit 1911)
http://www.ons.gov.uk/ons/guide-method/understanding-ons-statistics/interactive-content/dvc25-internal-migration-animated-map-link.html
(Binnenmigration)
Die
wichtigsten Zahlen
Am
Tag der Volkszählung
betrug die Bevölkerung von England und Wales 56,1
Millionen,
53,0 Millionen
in England und
3,1 Millionen
in Wales. Das
ist die größte jemals geschätzte Bevölkerungszahl. Die Schätzung
ist knapp 0,5 Millionen höher als die Prognosen auf Grundlage der
letzten Volkszählung 2001.
In
den 10 Jahren seit der letzten Zählung ist die Bevölkerung von
England und Wales um 3,7 Millionen gewachsen, von 52,4 Millionen
2001; ein Anstieg von 7,1 %. Das ist das größte
Bevölkerungswachstum in England und Wales innerhalb eines
Zehnjahreszeitraums seit dem Beginn der Volkszählung 1801. Im
Vergleich dazu stieg die Bevölkerung zwischen 1991 und 2001 um 1,6
Millionen.
Das
Medianalter der Bevölkerung in England und Wales war 39. Für Männer
betrug es 38 und für Frauen 40 Jahre. 1911 war das Medianalter 25
Jahre.
Der
Anteil von Menschen im Alter von 65 Jahren und darüber war mit 16,4%
der höchste in der Geschichte der Volkszählung. Einer von sechs
Menschen war 65 Jahre oder älter.
2001
gab es 430.000 Einwohner von 90 Jahren und älter. 1911 waren es
13.000 gewesen. 2011 gab es in England und Wales 3,5 Millionen Kinder
unter fünf Jahren, 406.000 mehr als 2001.
In
England und Wales lag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei
371 Einwohnern pro Quadratkilometer; in London waren es jedoch 5.200.
Schließen wir London aus, so beträgt die durchschnittliche
Bevölkerungsdichte im Rest von England und Wales bei 321 Menschen
pro Quadratkilometer. Am Tag der Volkszählung gab es in England und
Wales 23,4 Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße betrug
2011 2,4 Mitglieder, knapp mehr als halb soviel wie die 4,3 Bewohner
1911.
Alle
Regionen erlebten zwischen 2001 und 2011 Bevölkerungswachstum, wobei
es am höchsten in London, Ost- sowie Mittelostengland war. In
Prozentzahlen war das höchste Bevölkerungswachstum in den Vierteln
Tower Hamlets und Newham in London zu verzeichnen. Manchester wies
das dritthöchste relative Bevölkerungswachstum seit 2001 auf.
Aus
dem ausführlicheren Kommentar übersetze ich das Kapitel, an dem ich
gearbeitet hatte. Das hat sich natürlich stark von meiner
ursprünglichen Version verändert. Gut zu sehen ist aber, dass wir
möglichst simpel schreiben müssen und nicht viel mehr machen, als
Zahlen zu beschreiben.
Wie
die Altersstruktur der Bevölkerung in England und Wales variiert
Größe
und geographische Verteilung aller Altersgruppen ist ausschlaggebend
für die Planung, da es sich direkt im Angebot von Diensten wie
Bildung und Gesundheitswesen niederschlägt. Wie im Kapitel „Wie
sich die Bevölkerung von England und Wales in den letzten 100 Jahren
verändert hat“ besprochen wurde, gibt es einen langfristigen
Alterungstrend in der Bevölkerung. Tabelle 4 „Einwohnerzahl von 65
Jahren und älter, 2001 und 2011“ vergleicht die Bevölkerung im
Alter von 65 und darüber in den Jahren 2001 und 2011 in England und
Wales. 2011 lag der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren
und darüber in jeder Region außer London zwischen 16,6% und 19,6%
und war in allen Regionen gestiegen. London zeigte in der gleichen
Zehnjahresperiode einen Rückgang in dieser Altersgruppe.
Karte
1 „Bevölkerung im Alter von 65 und darüber, 2011“ zeigt die
geographische Verteilung genauer. Die Kreise mit höheren Anteilen
von Anwohnern im Alter von 65 und älter waren insbesondere entlang
der Küste im Südwesten, Südosten und in Ostengland konzentriert.
In 11 Kreisen war mehr als ein Viertel der Bevölkerung 65 und älter;
die meisten dieser Gegenden war im Osten und Südwesten Englands
sowie in Zentralwales und an der Nordwalisischen Küste. Die drei
Kreise mit den höchsten Anteilen waren North Norfolk (28,7%), West
Somerset (28,8%) und Christchurch (29,6%).
Kreise
mit großen, städtischen Ballungszentren hatten dagegen eher weniger
ältere Einwohner. In 13 Kreisen waren weniger als 10% der
Bevölkerung 65 und älter; davon gehörten nur Manchester und Slough
nicht zum Raum London. Andere Gebiete mit geringem Einwohneranteil
von 65 Jahren und älter umfassten Universitätsstädte wie
Cambridge, Oxford, Leicester und Nottingham.
Der
Anteil der Bevölkerung in jüngeren Altersgruppen ist in England und
Wales ist in den letzten 100 Jahren dagegen fortwährend gefallen.
Wie in „Wie sich die Bevölkerung von England Wales in den letzten
100 Jahren verändert hat“ gezeigt wird, machte die Altersgruppen
von 0-14 Jahren 1911 30,6% der Bevölkerung aus und 2011 17,6%.
Illustration
6 „Der Bevölkerungswandel in der Einwohnerzahl im Alter von 0-14,
2001 und 2011“ vergleicht die Bevölkerung im Alter von 0 bis 14
Jahren in den Regionen von England und Wales 2001 und 2011. In diesem
Zeitraum ging ihre Zahl in allen Regionen außer London, Ost- und
Südostengland zurück. London wies mit 12% den höchsten Anstieg von
Kindern im Alter von 0-14 Jahren auf. Von der Anzahl her gab es
jedoch 2011 in England und Wales 405.700 mehr Kinder unter fünf
Jahren als 2001. Das entspricht einem Anstieg von 13,1%.
Illustration
7 „Der Bevölkerungswandel in der Einwohnerzahl zwischen 15 und 64,
2001 und 2011“ vergleicht die Bevölkerung im Alter zwischen 15 und
64 2001 und 2011 in Wales und den Regionen Englands. In diesem
Zeitraum gab es einen Anstieg in der Anzahl der Anwohner zwischen
15-64 Jahren von 4 auf 9%. London dagegen zeigte den größten
Anstieg von 13,5%. Dieser Anstieg ist teilweise auf Migration nach
England und Wales zurückzuführen, da Migranten vor allem junge
Erwachsene im Arbeitsalter sind. Teilweise liegt es aber auch daran,
dass der Anteil von Menschen in den späten 50ern und frühen 60ern
2001 relativ gering war und diese Menschen nicht mehr in dieser
Altersgruppe sind. Ihnen folgten größere Gruppen. Das wird von
Illustration 4 „Bevölkerung nach Alter und Geschlecht, 2001 und
2011“ unterstrichen.
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