Montag, 11. Oktober 2010

11.10.2010 – Schoener Wohnen, besser Lernen

Zu Haus
Freitag, den 01.10., also am Tag vor der Abreise nach Manchester, ging der Intensivkurs zu Ende. Angeblich haben alle bestanden, sogar Statistik. Ich habe ein weiteres Abschlusszertifikat, was mir nun die Einschreibung in die Entwicklungsökonomie erlaubt. Nachmittags brachte ich meine Sachen in die neue Wohnung. Die Mitbewohnerin aus Sunderland musste leider kurzfristig ausziehen, weil ihr Studienkredit doch nicht in nötiger Höhe genehmigt worden war. Dafür habe ich jetzt an der Uni zufällig Ersatz gefunden und die 29jährige Französin Emilie auf einem Jahr Austausch an unsere Vermieter vermittelt. Ist auch noetig, denn die beiden anderen Mitbewohner Louis und Ella sind 19! Aber bemerkenswert angenehmer Haushalt. Wir haben uns ohne Probleme auf mehr Sauberkeit in Küche und Müllbeseitigung geeinigt. Die Besitzer kommen ab und zu vorbei und basteln am Haus rum. Zur Zeit wird eine Terasse im Garten gebaut. Dessen Aepfel und Birnen duerfen wir auch verbrauchen, und sie wollen mir gruene Bohnen bringen. Mein Zimmer ist eingerichtet, Einkäufe gemacht, u.a. fürs erste Plätzchenbacken.

Ausser Haus
Nach der Rückkehr aus Newcastle schließe ich mich dem allgemeinen Auffrischungskurs Mathe/Statistik an. Viele Einführungsveranstaltungen für neue Studenten sind im Gang. Überall verwirrte Neuankömmlinge.
Am Wochenende habe ich weiter die Geschichte Yorks abgedeckt. Von der neuen Wohnung sind es ganze 5 Minuten Radweg ins Zentrum. Samstag im Wikingermuseum, mit einer Gondelfahrt durch ein Wikingerdorf zur Zeit, als York das dänische Jorvik war. Danach das restaurierten Haus eines mittelalterlichen Bürgermeisters sowie die zweite Hälfte der Ausgrabungen unter dem Münster. Sehr gutes Wetter, und nirgends schöner als auf den sonnigen Stufen des Münsters zu sitzen während jemand davor Klavier spielt. Touristenmassen in den Straßen der Altstadt. Innen jedoch erkannte eine deutsche Mitarbeiterin sofort meinen Akzent, da hatte ich genug für heute und bin nach Hause. Denn es stimmt, ich spreche zu wenig, und das auch noch schlecht.
Sonntag morgen orthodoxer Gottesdienst, dann Burgmuseum für die Stadthistorie während viktorianischer Zeit. Stellte sich raus, dass es bis auf den gemeinsamen Standort mit der ehemaligen Burg gar nichts zu tun hat. Auf die Frage, warum es dann Burgmuseum heißt: „God knows why“. Aber ein ganz toller Nachbau einer viktorianischen Stadtstrasse, mit Geschaeften zum Reingehn und Anfassen. Anschließend ein letztes Infoblatt im Münster abgearbeitet. Egal, wann man hingeht, es wird immer gesungen. Zum Abschluss etwas, was ich seit langer Zeit nicht mehr getan habe: nach einem Tag als Tourist in einem Café mit einem Sprachlehrbuch sitzen.

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