Sonntag, 11. September 2016

Die Kräutertante aus Neustrelitz

Eine Woche nach dem ersten Versuch einer Kräuterwanderung haben wir es zusammen mit Freunden Ellies nochmal versucht. Diesmal fand sie bei der Ruine von Haus Cowdray nordwestlich von hier statt, die wir vor einem Jahr schonmal besucht hatten. Die Leiterin sprach fließend deutsch, denn sie war früher mit einem Deutschen verheiratet und hat viele Jahre in Mecklenburg gelebt und in Neustrelitz chinesische Medizin praktiziert. Die Wanderung fand in strömendem Regen statt sodass wir am Ende schnell nach Hause sind, sonst hätte ich sie gerne noch etwas ausgefragt, wie das kurz nach der Wende war. Wir haben im Übrigen tatsächlich etwas über Kräuter gelernt; praktisch alles am Wegesrand lässt sich essen (hätte ich das nur über Weißdornbeeren gewusst, als ich noch auf der Farm war!) oder anderweitig verwenden. Einiges wusste ich noch von einer Projektwoche in der Grundschule. Nicht bewusst war mir der Zusammenhang von Breit- und Spitzwegerich - sie kannte nämlich alle Kräuter auch auf deutsch. Und Gelierzucker heißt hier drüben Pektinzucker - die Holzäpfel von der letzten Wanderung warten noch auf Verarbeitung.


Während wir uns am Wochenende eben so vergnügen, rutsche ich nach den ganzen Besuchen wieder in den Alltag. Tango und Gesangsunterricht sind wieder losgegangen; ich singe Schumanns Contrabandiste. Auch der Chor steht in den Startlöchern. Im Winter singen wir Faures Requiem, aber zu meiner Freude beginnen wir parallel bereits Handels Messiahs, den wir erst im Mai aufführen. Also werden wir zwei Semester lang richtige Barockmusik genießen dürfen.

Bis mich das Notenlesen wieder auslastet lese ich diszipliniert soviel ich kann. In Deutschland hatte ich den Eskimobrachvogel ausgelesen; das Chemiebuch habe ich ich nicht mehr ganz in der Ausleihfrist geschafft. Außerdem hatte ich erstmal genug von Lehrbüchern. Anschließend wollte ich Die Seidenstraßen anfangen, aber dann habe ich mir von Opa ein Lesebuch über Friedrich den Großen ausgeliehen und wollte erstmal das lesen. Dann wiederum fielen mir bei meinen tschechischen Freunden die letzten vier Teile der Reihe Per Anhalter durch die Galaxis in die Hände, also lese ich die erstmal, bevor sie sie zurück wollen. Die ersten zwei Teile hatte ich vor zwei Jahren in der Bibliothek gefunden. Für Ellie habe ich zum Vorlesen In 80 Tagen um die Welt gefunden. Jules Verne hier drüben übrigens nicht sehr bekannt. Und Stephen Hawkings Kurze Geschichte der Zeit habe ich ihr auch ausgeliehen. Das wollte sie sich schon seit einiger Zeit etwas ansehen, vorerst schaue natürlich eher ich selbst mal rein. Ich habe es zweimal gelesen und bis heute nur die erste Hälfte halbwegs verstanden.

Ich habe Mohnkuchen gebacken! Dank Mohnback gar nicht so schwer. Jetzt muss ich gucken, ob man das hier drüben vielleicht im polnischen Laden kaufen kann.



Musikfestival in Southampton, Mitte Juli.

Tango: kleiner Auftritt Anfang Juli.

Dienstag, 6. September 2016

3. September - Frühe Vögel

Schon am nächsten Samstag kamen Ellie und ich zurück ins Umweltzentrum um eine Kräuterwanderung mitzumachen. Vor Ort merkten wir schnell, dass wir einen Tag zu früh gekommen waren - keiner von uns war auf die Idee gekommen, mal das Datum zu überprüfen. Ellie war aber nach einer Woche Urlaub in guter Stimmung und schlug vor, einfach über das Gelände zu laufen und dann eine der Wanderungen in der Umgebung auszuprobieren, die in der Rezeption auslagen. Schließlich waren wir extra früh aufgestanden und waren so einmal ungewöhnlich zeitig auf dem Land. Wir haben dann den Alten Winchesterhügel abgelaufen (hat offensichtlich nichts mit der Stadt Winchester zu tun, ist auch nicht besonders nah dran). Den hatte ich mir eigentlich für einen Tag allein vorgemerkt, die Wege sind nämlich als windig beschrieben, dass macht Ellie normalerweise nicht gern. Diesmal aber hatte sie richtig Spaß, der Weg führt eine stark abfallende Seite mit Blicken über das ganze Land entlang und ganz am Ende lag an natürlich geschützter Stelle einmal eine befestige Siedlung aus der Steinzeit, heute Blumenwiese mit Schafen, ebenfalls geschützt. Und die Brombeeren sind im Gegensatz zu letzter Woche reif, sogar kleine Äpfel haben wir gefunden. Besonderes Erlebnis: wir haben vermutlich ein seltenes Rebhuhn gesehen.
Und weil wir nach der Rückkehr nach Portsmouth immer noch Zeit hatten, sind wir noch in die Historische Werft gegangen. Dort wurde vor kurzem die Ausstellung um die Mary Rose wiedereröffnet. Die war im 16. Jahrhundert als englisches Flaggschiff vor Portsmouth gesunken, wurde in den 1980ern gehoben. Wir waren schon einmal dagewesen, aber vor kurzem wurde die Konservierung des Rumpfs nach 30 Jahren abgeschlossen und man kann das Schiff in voller Größe und ohne Wände und Fenster davor sehen. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend, ich dachte mir gar, einmal ein Museum von Weltklasse hier in Portsmouth. Und das alles an einem Tag!

Am nächsten Tag ging es gleich weiter, nach London. Ellie traf Mutter und Schwester, ich fuhr mit, ging dann aber meiner Wege ins Britische Museum, damit die Mädchen Zeit für sich hatten. Und auch, weil ich einige Stunden für mich durchaus schätze. Gerade in Museen, die ich sehr langsam durchlaufe. In vier Stunden habe ich ganze vier Räume altes Griechenland geschafft.

29. August - Erholung in veralteten Gebäudeformen

Nachdem Mutti es heil zum Flughafen geschafft hatte fuhr ich ich mit Ellie zum Abschluss der drei Wochen Arbeitspause das letzte Wochenende ins Umweltzentrum. Der Montag war frei und wir hatten zwei Nächte dort. Geschlafen haben wir wieder in einer Jurte. Ellie wollte schon seit unserem ersten Besuch mehr als eine Nacht dort verbringen. Abgesehen von Spaziergängen im Wald (ich habe immer die Hoffnung, das Ellie mal ein Reh sieht) haben wir uns dort mal richtig ausgeschlafen. Ohne elektrisches Licht liest man draußen bis die Sonner verschwindet, dann geht man ins Bett, liest bei Kerzenschein noch etwas (ich lese Ellie "In 80 Tagen um die Welt" vor), schläft früh, schläft lange bis die Vögel zwitschern, schläft sich aus. Dann hat man einen ganzen langen Tag vor sich. Wir sind einmal zum Steinzeithof ganz in der Nähe gefahren - dort hat man Häuser aus Steinzeit, Eisen- und Römerzeit nachgebaut und betreibt experimentelle historische Landwirtschaft. Wir waren schon einmal vor zwei Jahren dort gewesen; inzwischen haben sie auch ein angelsächsisches Haus dazugebaut. All diese Orte, auch die Hubertuskapelle und Haus Stanstead, liegen nah bei einander, aber erst mit dem Auto können wir schnell und zu mehreren gleichzeitig fahren. Abends haben wir vor der Jurte gegrillt, dann gelesen, dann wieder geschlafen. Ellie war richtig gut drauf (nicht zuletzt, weil sie auch den Rest der Woche frei hatte), ich daher ebenso. Dieses Jahr noch besorgen wir ihr eine neue Arbeit, damit sie immer gut drauf bleibt. Eine Bewerbung an mein Amt war leider knapp erfolglos.


Montag, 5. September 2016

27. August - Mutti meets Mottistone

Am 20. August traf ich Mutti in Berlin und wir flogen zusammen nach England. Zum Glück war ich dabei, denn die Züge vom Flughafen machten wieder was sie wollten und mit den knappen Durchsagen wäre sie mit Sicherheit in die Irre gefahren. Und dazu regnete es und ich war überhaupt nicht froh - im letzten Jahr hatte Mutti hier eine komplette Woche Regen gehabt.
Dann kam es aber doch ganz anders und besser als befürchtet. Wir hatten einige der schönsten Tag des Jahres, Mutti konnte viel Zeit am Strand verbringen. Mehrmals haben wir morgens und abends dort gegessen, insbesondere als ich frei hatte. Sie und Ellie hatten auch viel Spaß in den Spielhallen am Meer.
Donnerstag und Freitag nahm ich Urlaub und wir konnten Portsmouth von der besten Seite genießen. Frühstück im Strandcafe, Schwimmen, viel Zeit, Sonne und wenig Wind. Dreimal haben wir mit dem Auto Ausflüge unternommen. Gleich am ersten Tag fuhren wir mit Ellie auf die Isle of Wight. Dabei habe ich zum ersten Mal das Auto auf die Autofähre gefahren. Ich hatte schon das ganze Jahr vorgehabt, mit Ellie ein Wochenende dort zu verbringen und Orte an der Südküste abzufahren. Das haben wir jetzt eben zu dritt und an einem Tag gemacht. Besichtigt haben wir den mittelalterlichen Katharinen-Leuchtturm (sieht aus wie eine Rakete, sehr windig), die Kreidefelsen an der Südküste und vor allen Dingen den wunderschönen Garten von Mottistone. Den hatte ich vor vier (!) Jahren allein besucht, als ich mit dem Rad Zelten war, und habe es seitdem nie wieder hingeschafft. Und was für ein Garten es ist - gerade rechtzeitig kam die Sonne raus. Mutti hat viele schöne Fotos gemacht...wenn sie mir die nur überweisen würde...
Einen anderen Tag sind Mutti und ich nach Winchester gefahren. Zuerst haben wir das Heilig-Kreuz Spital besucht, das älteste Altersheim des Landes. Für mich selbst das erste Mal. Von dort haben wir einen schönen Weg den Fluss entlang in die Altstadt gefunden. Der hat etwas von Mittelalter, wenn nach und nach die Türme der Kathedrale aus den Bäumen vorkommen. Ich will ihn einmal mit Ellie ablaufen, vielleicht zum Weihnachtsmarkt. Außerdem konnte ich mir meine Beine im Wasser abkühlen, denn es war richtig heiß. In der Stadt haben wir die wichtigsten Gebäude besichtigt, insbesondere die Kathedrale selbst. Am Folgetag war es so schön, dass wir nach dem Frühstück am Strand nur zu einem Aussichtspunkt über Portsmouth gefahren sind, dann zur Hubertuskapelle, und dann zurück zum Strand.
Zur Abfahrt habe ich Mutti lieber in den Bus als die Bahn gesetzt. Ich selbst bin mit Ellie ein paar Stunden später selbst weg gefahren - für ein Wochenende in der Jurte.

Sonntag, 7. August 2016

Großer Nachtrag 4: Gute Ideen

Im Labyrinth
Einmal kam ich sehr müde von der Arbeit. Ich lag auf dem Sofa und tat mir leid. Dann rief Ellie mich an, dass sie von einer Bekannten gratis Theaterkarten bekommen hat, wenn ich schnell in die Stadt komme. So habe ich in Portsmouth einmal richtig gutes Theater gesehen: Shakespeares Zwei Herren aus Verona. Sie selbst hatte wegen ihres wöchentlichen Tanzkurses leider keine Zeit. Natürlich habe ich auch einige Sachen zusammen mit Ellie gemacht. Schließlich hat sie eine Menge gute Ideen. Zum Beispiel waren wir beim Freiluftkino im Garten des Naturhistorischen Museums und haben "Labyrinth" geguckt. Das ist ein bizarrer Film aus den 80ern. Mit David Bowie als dem König der Kobolde, letztere Puppen von Jim Henson. Alles etwas komisch - aber eben David Bowie. Von dem kriege ich irgendwie erst jetzt mehr mit.

Im Lavendel
An einem der heißesten Tage sind wir auf einen Lavendelhof auf dem Land in der Region der Hubertuskapelle gefahren. Die macht nur eine Woche im Jahr für wohltätige Zwecke auf und zieht dann tausende Menschen an. Da machen dann alle Fotos ihrer schönsten Sommerkleider im Lavendel. Die Hitze stand zwischen den Saatreihen - zugegebenermaßen fast wie Italien. Nur der Kuchen war gerade alle. Aber man fährt mit dem Gefühl nach Hause, etwas mit den spärlichen Sommertagen gemacht zu haben. Ellie weiß, dass ist für mich wichtig.

Im Hafen
Einmal hatte auch ich eine gute Sommeridee und wir haben eine Hafenrundfahrt gemacht. Endlich, denn die Möglichkeit hatte ich ja schon seit vier Jahren, und Karten seit knapp einem - sie sind in der Jahreskarte zur Historischen Werft inbegriffen. Allerdings hatte ich nie viel erwartet, schließlich sind Portsmouths große Marinetage vorbei. Aber an diesem Tag hat uns das beiden großen Spaß gemacht, denn die Sonne schien, der Kapitän war gut informiert, es fühlte sich wie Urlaub an. Man sieht ja von den öffentlich zugänglichen Orten gar nicht, wie groß der Hafen wirklich ist. Weiter hinten liegen da noch diverse Kriegsschiffe, sogar ein ausgemusterter Flugzeugträger - ich dachte, der wäre schon verschrottet worden. Im nächsten Jahr kommt übrigens der erste von zwei neugebauten Trägern an, die Queen Elizabeth. Portsmouth wird ihr neuer Heimathafen. Aber auch der Passagierkai liegt dort gut versteckt, also die Fähren nach Frankreich und Spanien. Dort hat Ellie als Studentin gejobbt. Außerdem das Bananenschiff, dass (und ich habe das ungläubig mehrmals überprüft) den gesamten Bananenimport der Landes anbringt.

In der Historischen Werft ist vor einigen Wochen auch eine neue Ausstellung über die Schlacht am Skagerrak eröffnet worden. Dabei starben 3.300 Mann aus Portsmouth und Umgebung. Zum kürzlichen Jahrestag war auch in den Medien eine Menge davon zu hören. In Großbritannien ist der Erste Weltkrieg ("Der große Krieg") allgemein sehr viel präsenter als in Deutschland. Zum Beispiel wurde im Büro eine Schweigeminute am Jahrestag der Schlacht an der Somme eingelegt, an dem besonders viele britische Soldaten fielen. (Allerdings sind auch Schweigeminuten allgemein viel prominenter als in Deutschland).

Ich habe nach einigen Versuchen ein neues Buch zum Vorlesen für Ellie gefunden: Jules Vernes In 80 Tagen um die Welt. Da haben sich die Jahre in der Kinderbibliothek ausgezahlt.



Dienstag, 2. August 2016

Großer Nachtrag 3: Sommer

Am 15. Juli gaben wir die letzte Tangoshow unserer diesjährigen Tour. Nicht unsere beste Leistung, aber meine persönliche war gut und vor allem wurde nach der letzten Verbeugung groß gefeiert, dass alles vorbei war. Wie schon vor zwei Jahren schenkte ich an der Kulissenbar zum letzten Auftritt echten Wein aus. Wir hatten in Epsom getanzt, fast in London, und waren erst gegen 23 Uhr aus dem Theater gekommen. Zum Glück fand ich im Anschluss eine schnelle Rückfahrgelegenheit. Ich habe mich in meinem Haus ausgeschlafen und konnte so morgens schwimmen gehen, bevor ich zur Arbeit fuhr. Es war gerade Flut und sonnig und Schiffe kreuzten vor der Küste.

Die folgenden zwei Wochen brachten uns endlich ein paar perfekte Tage an denen ich von der Arbeit direkt an den Strand gefahren und schweissgebadet ins Wasser gesprungen bin. Das ist  seiner wärmsten Phase (nicht dass mir die Bulgaren das glauben wollen). Einmal war es ganz windstill, sodass ich mich  einfach vom Wasser treiben lassen und bis Mitternacht am  Meer bleiben konnte. Das ich einmal bis abends am Meer sitzen würde, wie coole Menschen. Früher hatte ich mal Angst vor Stränden! Die halbe Stadt ist dann am Meer, und am Himmel stand schon der blasse Vollmond, während die Sonne noch schien. Später wird die Sonne schwächer und der Mond kräftiger. Knapp über dem Horizont entsteht ein Streifen lila, darunter dann ein Streifen Blau, der sich immer weiter nach oben verbreitert.  Freunde, Pärchen und Familien sitzen am Wasser bis es dunkel wird. Dann erscheint nach und nach der  silberne Streifen des Mondes auf dem Wasser.

Am Tag darauf war es noch heißer. Absolut brütend. Und der ganze Strand voller Menschen. Aber es war auch windiger und nach einer Stunde wird einem dadurch trotz allem kalt. Und dann gibt es graue unspektakuläre Abende wenn der Strand leer ist, aber der Wind schwach. Dann kann ich mich einfach hinlegen solang ich will und die Augen zumachen. Die Wellen und die Möwen hören. Das macht den Feierabend schön.

Schon wieder Tango? 
Tango vorbei!




Großer Nachtrag 2: Leute Leute

Mitte Juli habe ich unerwartet Mathieu wiedergesehen. Einen Tag hat sich unsere ganze Truppe mit ihm in Oxford getroffen und wir sind ein wenig um die Fakultäten und den Fluss gezogen. Und zwei Wochen darauf kam er zwei Nächte nach Portsmouth. Anlass war die Abschiedsfeier unserer Freundin Ana, die inzwischen endlich zurück nach Lissabon gezogen ist. Die meiste Zeit war er aber in Southsea. Zum Glück hatten wir gerade einige der besten Sommertage des Jahres und Freitag konnten wir bis 22 Uhr am Meer etwas trinken. Am nächsten Tag haben wir auf dem Weg zur Feier in der Abtei von Romsey Halt gemacht, die etwas außerhalb von Southampton liegt. Abends haben wir dann in Southampton gefeiert (leider war Kalina nicht in der Stadt); ich habe mit Ana zum letzten Mal getanzt - sie war in ihrer Zeit hier immer mal wieder zu meinem Tangokurs gekommen.

Kalina habe ich dann doch noch zweimal gesehen. Langsam habe ich wieder mehr Zeit für sie, nachdem das erste Halbjahr mit Tango und Mathieu ausgelastet war. Einen Tag habe ich sie in Southampton besucht, um ihren Auftritt bei einem großen jährlichen indischen Tanzfestival zu sehen. Nicht auszudenken, dass wir uns vor zehn Jahren kennengelernt haben, sie damals gerade mal 19 war - aber schon damals hat sie ganz toll getanzt.
Ende Juli kam sie dann für eine Nacht zu uns, wo wir zusammen tanzen waren, auf einer Salsaparty (meiner ersten seit...langer Zeit). Am Tag darauf haben wir dann auch sie mit dem Auto zur Hubertuskapelle genommen. Ursprünglich hatte ich etwas laufen wollen, aber Ellie war krank, sodass wir uns stattdessen wie fast jedes Mal ins Gras in die Sonne gelegt haben. 

Ich habe auch neue Mitbewohner, auch wenn das eine viel weniger wichtige Neuigkeit ist, seitdem ich kaum noch bei mir übernachte. Es sind die üblichen Sommerbulgaren von der Uni Sofia. Mir fiel sofort wieder der Unterschied zu englischen Mitbewohnern auf: sie sind sauber, ordentlich und allgemein irgendwie erwachsener. Nach dem Kochen wird die Küche saubergemacht, Eine spricht fließend Deutsch, war ein Jahr in D
ortmund.


Mit Mathieu in Oxford.

Mit Mathieu in Portsmouth.