Schon am nächsten Samstag kamen Ellie und ich zurück ins Umweltzentrum um eine Kräuterwanderung mitzumachen. Vor Ort merkten wir schnell, dass wir einen Tag zu früh gekommen waren - keiner von uns war auf die Idee gekommen, mal das Datum zu überprüfen. Ellie war aber nach einer Woche Urlaub in guter Stimmung und schlug vor, einfach über das Gelände zu laufen und dann eine der Wanderungen in der Umgebung auszuprobieren, die in der Rezeption auslagen. Schließlich waren wir extra früh aufgestanden und waren so einmal ungewöhnlich zeitig auf dem Land. Wir haben dann den Alten Winchesterhügel abgelaufen (hat offensichtlich nichts mit der Stadt Winchester zu tun, ist auch nicht besonders nah dran). Den hatte ich mir eigentlich für einen Tag allein vorgemerkt, die Wege sind nämlich als windig beschrieben, dass macht Ellie normalerweise nicht gern. Diesmal aber hatte sie richtig Spaß, der Weg führt eine stark abfallende Seite mit Blicken über das ganze Land entlang und ganz am Ende lag an natürlich geschützter Stelle einmal eine befestige Siedlung aus der Steinzeit, heute Blumenwiese mit Schafen, ebenfalls geschützt. Und die Brombeeren sind im Gegensatz zu letzter Woche reif, sogar kleine Äpfel haben wir gefunden. Besonderes Erlebnis: wir haben vermutlich ein seltenes Rebhuhn gesehen.
Und weil wir nach der Rückkehr nach Portsmouth immer noch Zeit hatten, sind wir noch in die Historische Werft gegangen. Dort wurde vor kurzem die Ausstellung um die Mary Rose wiedereröffnet. Die war im 16. Jahrhundert als englisches Flaggschiff vor Portsmouth gesunken, wurde in den 1980ern gehoben. Wir waren schon einmal dagewesen, aber vor kurzem wurde die Konservierung des Rumpfs nach 30 Jahren abgeschlossen und man kann das Schiff in voller Größe und ohne Wände und Fenster davor sehen. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend, ich dachte mir gar, einmal ein Museum von Weltklasse hier in Portsmouth. Und das alles an einem Tag!
Am nächsten Tag ging es gleich weiter, nach London. Ellie traf Mutter und Schwester, ich fuhr mit, ging dann aber meiner Wege ins Britische Museum, damit die Mädchen Zeit für sich hatten. Und auch, weil ich einige Stunden für mich durchaus schätze. Gerade in Museen, die ich sehr langsam durchlaufe. In vier Stunden habe ich ganze vier Räume altes Griechenland geschafft.
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