Montag
arbeitete ich, und nachmittag kam Mutti / Oma zu uns.
Dienstag
arbeitete ich auch noch. Die anderen gingen (nach einem schwierigen Morgen) in die Bibliothek, wo Otto ein neues Buch für seinen Sommerlesewettbewerb aussuchte, und dann zum Spielen in die Margaretenkirche. Otto fuhr später mit Oma Bus, half ihr beim Einkaufen und sie lasen zusammen.
Mittwoch
Große Fahrt mit beiden Kindern. Ich behalte Sebbi die ganze Woche zu Hause. Oma bekam das Museum Butser zu sehen, und dann gab es Mittag im Umwelt Zentrum, inklusive Eis für die Kinder. Danach besuchten wir den Ort im Wald wo drei zweijährige Otto eine Weile lang jeden Mittwoch zur Waldschule ging. Ich war traurig, dass Sebbi diese Möglichkeit nie hatte, als er da zwischen den Baumen spielte. Zum Schluss sind wir noch auf das Dorffeld von Buriton, um die Pflaumen zu prüfen. Wir kamen zwar zu spät, fanden aber noch eine Schale voll im Gras. Zu dieser Zeit war das Wetter viel angenehmer. Wolken und Wind. Eine Freude die Kinder mit Karacho über das Feld radeln zu sehen. Und wir haben endlich einen funktionierenden Drachen, den Otto ausprobierte.
Donnerstag
plante ich einen Ruhetag von Ort. Otto ging mit seiner Oma in den Park, ich mit Sebbi zum Friseur. Das ging ohne Probleme, sowohl bei ihm selbst als auch als er auf mich warten musste. Währenddessen beeindruckte Otto seine Oma mit seiner Reife im Straßenverkehr. Dann liefen wir zu viert in die Bibliothek, dann ins Cafe und den Park daneben. Nachmittag suchten wir Zutaten fürs Marmeladekochen und erfuhren, dass hier niemand je von 1:2 oder 1:4 Gelierzucker gehört hat - nur im polnischen Laden fand ich etwas ähnliches.
Abends kam noch etwas besonders schönes: wir fuhren zu viert zur Landzunge am Anleger der Fähre nach Hayling, wo ich schon im letzten Jahr gerne mit den Jungs hingefahren bin.
Freitag
kam ein weiterer Ausflug, zuerst auf den Spielplatz beim Haus Stansted, dann zum Haus selbst, mit Mittagessen im Gartenbaumarkt. Später kaufte Oma den Kindern Eis und wir verbrachten eine Stunde im Schatten des Baumparks, während nebenan Musik von einer Tonprobe vor einem Konzert rüberschallte.
Samstag
guckte sich Mutti Ottos Schwimmunterricht an und passte auf Sebbi auf, während ich endlich wieder selbst schwamm. Otto war schwierig, bekam aber trotzdem ein unverdientes Eis hinter dem Stadtmuseum, weil ich es Mutti einfach mal zeigen wollte. Da blieben wir eine ganze Weile, weil es schön war. Mutti ging später Souvenirs kaufen, und nachmittags gingen wir an den Strand.
Sonntag
fuhr Ellie mit Otto Richtung Kent, wo seine Großeltern ihn für eine Woche übernahmen. Sebbi, Mutti und ich fuhren mit Bus und Bahn nach Chichester, weil Sebbi mal wieder in einen Zug wollte. Wir verbrachten einen langsamen Tag im Bischofspark, dem Cafe der Kathedrale und in der römischen Ausstellung des Novium Museum, das ich seit Jahren besuchen wollte. Am Ende ging es auch nochmal zum Kanal.
Sebbi
Ist derzeit ganz schon verrückt. Zeigt auch die emotionale Dünnheitigkeit, die auch Otto in diesem Alter hatte, wenn auch in geringerem Ausmaß.
Otto
Ottos Verhalten ist in den letzten Tagen ziemlich schlecht. Der braucht Routine. Ferien und ständig wechselnde aufregende Besucher machen ihn wuschig. Insbesondere ist er schlecht zu Sebbi. Morgens im Bett ist Otto liebt, aber sobald er Sebbi sieht geht es bergab. Wir haben dadurch immer wieder Zusammenstöße, weil ich nicht zugucke, wie ein dreijähriger verbal und körperlich rumgeschubst wird. Auch wenn ein sechsjähriger das auch noch nicht begreifen kann. Irgendwem tut man immer Unrecht, egal was man macht.
Darüber hinaus wird Otto böse von Mücken zerstochen. Es hilft seiner Stimmung überhaupt nicht, wenn morgens alles juckt. Sieht allergisch aus. Aber Hausarzt und Apotheker können nicht helfen. Das zu sehen tut mir selbst körperlich weh. Und statt helfen zu können muss ich noch mit ihm meckern, wenn er seinen Bruder anmacht.
Johannes
ich hole mir weitere Asterix Bücher aus der Bibliothek.
meine Rippenprellung ist vorbei; ich kann wieder schwimmen und niesen ohne das es furchtbar weh tut.
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