Samstag, 15. Februar 2020

Jeden Tag in Rostock

Im März 2012, als ich in Rostock wohnte, bin ich an einem sonnigen Sonntag mit meinem kleinen Fahrrad in die Stadt gefahren, um das schöne Wetter zu genießen. Eigentlich wollte ich gar nicht so weit fahren, aber am Ende bin ich um den ganzen Stadthafen herum auf das Gehlsdorfer Ufer, wo ich bis dahin nie wirklich gewesen war. Daher kannte ich das Panoramo der Stadt von dort nicht und an diesem Tag leuchteten die verglasten Ziegel der Marienkirche in der Sonne, und gerade läuteten die Glocken 10 Uhr. Dieser Blick ist mir immer in Erinnerung geblieben; ich denke oft an den Fußweg dort entlang und wenn ich kann, fahre ich auf Besuchen dorthin.


Als wir mehrere Jahre später unser Haus in Portsmouth kauften, kam mir die Idee, dass ich ja jetzt Bilder aufhängen könnte. Daraufhin habe ich ein großformatiges Panorama Rostocks vom Gehlsdorfer Ufer gekauft, hier rahmen lassen und dann mindestens zwei Jahre nicht aufgehangen. Immer fehlte etwas: Werkzeug, Haken, eine Wandstelle ohne Kabel, und meistens Zeit. Erst musste Sturm Ciara kommen und mich ein Wochenende zu Hause einsperren, ehe ich endlich zwei Löcher in die Wand über dem Sofa im Wohnzimmer gebohrt habe und nun jeden Tag auf Rostock blicken kann.






Bei der Gelegenheit haben wir gleich ein paar weiter lang verstaute Bilder aufgehangen. Das oben ist ein altes Geschenk von Ellies Mutter. Das untere kommt aus Opas Wohnung.

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