Seit einigen Wochen gehen Ellie und ich auf eine Kurs für werdende Eltern. Dort werden jeden Dienstagabend und Samstagvormittag etwa einem Dutzend Paaren Theorie und Praxis von Geburt und Säuglingsbetreuung vermittelt. Dazu gehörten etwa die verschiedene Möglichkeiten der Schmerzlinderung, Windeln wechseln und Fütterung mit der Flasche. Anfangs hatte ich richtige Eingewöhnungsschwierigkeiten, die ich noch immer nicht ganz erklären kann, vermutlich sowohl etwas mit der Gruppensituation zu tun hatten als auch mit diversen Vorurteilen gegenüber Eltern, die noch in meinem Kopf stecken. Ich war lange Zeit nicht so scharf darauf wie ich hätte sollen, und nun wo ich mich daran gewöhnt habe ist es fast wieder vorbei. Es hat das Kind auf jeden Fall konkreter werden lassen. Lange Zeit war es in meinem Kopf nämlich eine ziemlich theoretische Sache für die Zukunft geblieben. Ich gebe auch zu, an manchen Abenden bedenke ich, dass ein ganzer Lebensabschnitt enden wird, mit vielen Sachen, über die ich mich selbst immer definiert habe. Zuvorderst der Umstand, dass ich viele Jahre nicht mehr kurz und einfach Leute für ein Wochenende besuchen werden kann - unabhängig davon, dass ich schon seit Jahren nicht mehr dazu komme. Freuen tue ich mich immer darauf, ihn eines Tages im Rucksack durch die South Down zu tragen und ihn mit der Natur vertraut zu machen.
Ellie hatte am Freitag ihren letzten Arbeitstag. Jetzt ist sie ein Jahr auf Mutterschaftsurlaub.
Zuguterletzt: wir haben nach vielen Jahren das Geheimnis guten Rotkohls: im Ofen machen, nicht im Topf
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