Samstag hat es fast durchgehend geregnet, aber das war ok. Seine eigentliche Berühmtheit hat Lyme Regis nämlich durch die unzähligen Fossilien erhalten, die bis heute oft an der erodierenden Küste gefunden werden. Hier wurde Paläontologie praktisch geboren, insbesondere durch die heute erst richtig anerkannte Mary Anning. Das war ein armes Mädchen, dass Fossilien an die gnändigen Herrschaften verkaufte und dadurch zur ersten Expertin wurde, durchaus schon zu Lebzeiten anerkannt. Die ganze Stadt ist voller Fossilienläden und auch das Stadtmuseum konzentriert sich auf sie. Als Beispiel für den Fundreichtum: das Lokalmuseum eines Ortes von der Größe Templins hat an der Wand mehrere fast vollständige Skelette großer Dinosaurier hängen. Insbesondere Ichtyosaurier, der von Mary Anning hier zuerst gefunden und identifiziert worden war.
Am Nachmittag sind wir noch in ein zweites, privates Fossilienmuseum gegangen. Das wird von einem Paläontologen und seiner Frau geführt, ist ganz traditionell ein Riesenschaukasten aller seiner Funde, mit selbstgeschriebenen Erklärungen, und hat uns beiden ganz besonders gefallen, nachdem wir es zuerst für altmodisch und amateurhat gehalten hatten. Ich hätte in beiden Museen stundenlang bleiben können, dann ein Buch drüber lesen und damit wieder zurückkommen.
Vor, zwischen und nach den Museen haben wir fleißig Geld ausgegeben. Unter anderem für guten Wein aus einem Laden von Vertretern der Mittelklasse. Auf deren Empfehlung sind wir ganz zum Schluss noch italienisch Essen gegangen; man gönnt sich ja sonst nichts. Dabei haben wir noch gelernt: ein paar Kilometer vor der Küste leben Delfine. 1998 sind die einmal bis in den Hafen gekommen.
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| Auf dem Landweg zum Hafen |

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| Blick nach Osten |
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| Die Strandpromenade bis zum Hafen |











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