Dienstag, 23. Juni 2020

Luft holen, abwarten

Etwa ab Woche 12 wurde es irgendwie besser. Einfach so, vermutlich waren einige Sachen einfach ausgewachsen. Wir wagten eine Weile gar nicht daran zu glauben. Aber besonders ich war irgendwann der ständigen Angst auch einfach leid. Plötzlich jedenfalls ist abends einschlafen nicht mehr so ein Drama.. Tags schlief Otto kurz aber regelmäßig und manchmal wie durch ein Wunder auch einfach in seinem Körbchen ein statt nur auf Ellies kaputter Schulter (beide Hände sind aber weiterhin kaputt). Der gefürchtete Stuhlgang geht zwar selten aber verlässlich und alsbald ohne übergroße Anstrengungen und Tränen. Und man bemerkte immer mehr neue Fähigkeiten, teilweise schien es über Nacht. Erst verfolgte er Dinge mit den Augen, dann schien es fast als versuchte er in die allgemeine Richtung zu greifen, dann machte er das sogar gezielt. Und vor allen Dingen kann er endlich einfach mal wo liegen und seinen eigenen Gedanken nachhängen. Das heißt, wir haben mal eine Minute in die Küche zu flitzen, aber aufzuheben etc.
Und ich gebe Ellie gegenüber zu: der Schlaf war wirklich die Wurzel allen Übels. Wir haben fast ein anderes Baby. Das lacht und sich freut uns zu sehen. Seine Lieblingsbeschäftigung momentan ist es, auf den Knien des einen mit dem anderen Es fahren die Damen zu tanzen.

Wir wagen, vorsichtig, etwa in die Zukunft zu gucken. Machen Pläne, was wir mit Otto machen wollen. Können Treffen mit Freunden organisieren. Kochen. Backen. Schreiben. Familie wieder anrufen.An

Am 20. Juni hatten wir uns Putzkräfte bestellt um das Haus wieder bewohnbar zu machen. Dazu musstne wir das Haus einige Stunden verlassen. Wie letztens gesagt versuchen wir uns an immer größeren Ausflügen. Diesmal sind wir in den Königin-Elisabeth-Landschaftspark gefahren. Das sind einige buchenbedeckte Hügel in den South Downs, ganz zentral zwischen meinen üblichen Ausflugsorten. Außerdem einfach zu erreichen, zwanzig Minuten Fahrt direkt an der Autobahn nach London. Erst schien es ins Wasser zu fallen, dann schienen die Wege für Kinderwagen völlig ungeeignet, aber dann klarte es auf und wir fanden uns im Picknickbereich wieder und Otto schlief auf einmal zweieinhalb Stunden lang - statt der üblichen 30 Minuten. Das erste Mal seit dem März waren wir mal so richtig draußen und merkten wieviel Wachstum und Blühte an uns vorbeigegangen waren. Es war ein richtigen Aufatmen unter der großen Laubwand zu laufen.


Ein Zeichen, wie lange ich nicht mehr draussen war, wie mich diese Wand aus Buchenlaub beeindruckte.



Am Tag drauf hatte ich meinen ersten Vatertag. Der hat in England ein anderes Datum als in Deutschland. Ellie hatte uns allen T-Shirts mit Papa-, Mutti- und Babyente bestellt. Im Schrank wartet auch ein Entenregenmantel auf Otto. Aber erst ab 18 Monaten.

Letztens konnte ich zum ersten Mal Backen. Hier trifft Otto seine allererste Keksdose. Aber noch ahnt er nichts vom Zauber des deutschen Advents den wir für ihn planen.

Samstag, 20. Juni 2020

Der Schlafdämon

Nachfolgend steht ein Text, den ich über mehrere Wochen geschrieben aber nie ganz fertig bekommen habe. Es geht um die Wochen neun bis zehn, die für uns härtesten gewesen waren. Bisher. Inzwischen scheint es besser zu werden und ich bin mir einiger der beschriebenen Dinge nicht mehr so sicher. Aber aus Zeitmangel, und um die Zeit zu dokumentieren, lasse ich ihn erstmal so stehen.

Elternsein war immer anstrengend, aber die letzten paar Wochen waren so hart, dass ich jeden Kontakt mit Familien oder Freunden aufgeben musste. Erst jetzt spüre ich hoffentlich wieder Grund unter den Füßen. Leider erinnere ich mich nichtmal genau welche Probleme wir hatten. So sehr haben Schlafmangel und Stress mir zugesetzt. Das letzte große Thema war der Schlafdämon. Ellie hat sich große Sorgen gemacht, dass Otto tagsüber nicht genug schläft. Und während er nachts seit einigen Wochen gut ruht, schien das erste Einschlafen immer schwieriger zu werden. Ellie verbrachte ganze Tage damit ihn zu wiegen; ich ganze Abende ihn in sein Bettchen zu bekommen. Je müder er war, desto schwieriger. Verbissen wehrt er sich gegen das Einschlafen; windete sich in unseren Armen wie vor Schmerzen, jeden Tag länger. Es schien als spränge ihn ein kleiner Dämon an, sobald das Köpfchen sich neigte. Tagsüber musste ich Ellie Kämpfe ignorieren ohne zu helfen weil ich ja arbeiten musste. Nach der Arbeit blieb nicht viel Zeit, ehe ich ihn Ewigkeiten auf der Schulter wiegen musste, damit er vielleicht einschlief - und dann hatten wir eigentlich nur Schiss, ob er nicht irgendwann aufwacht und den Rest der Nacht nicht wieder einschläft. 

Dazu kam, dass sich Ellie die Hand verletzte und Otto eigentlich nicht mehr aufheben sollte. Was sie eigentlich den ganzen Tag über macht. Scheinbar ist diese Verletzung typisch für Mütter, lässt sich nur durch viele Wochen Ruhe beheben, die wir nicht haben. Das hieß, eigentlich hätte nur noch ich mich kümmern können und ich muss arbeiten. Zu dem Zeitpunkt spürte ich auch so schon, dass mein Ischias durch das Heben und Tragen und die fehlende Zeit für Übungen überlastet wurde. Inzwischen gibt auch Ellies andere Hand auf. Eigentlich sollten wir uns beide schonen. Wir haben aber keine andere Wahl als kaputte Gelenke weiter zu benutzen und zu hoffen das nichts chronisches draus wird

Dazu kam die langsame Erkenntnis, dass, anders als in den ersten Wochen, keine Zeit mehr für irgendetwas außer Kindspflege und Haushalt blieb. Eigentlich nicht mal für den Haushalt -  seit März wurde hier nicht mehr gesaugt. Einfachste Sachen waren nicht mehr möglich, nichtmal ein Telefonat mit einer Beraterin, weil Otto gleich morgens so laut brüllte. Das waren die schwerste Tage, als man wirklich das Gefühl hatte, nichts geht mehr, und wir gehen kaputt bevor es besser wird. In der Zeit gab ich auch sämtliche Versuche auf nach Hause zu telefonieren. Das tut mir richtig weh. Denn der Kontakt zu Familie war meine Mindestbedingung an die Kompromisse der Elternschaft. Verreisen ist natürlich nur noch zusammen möglich und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich unter diesen Umständen noch regelmäßig mit genug Zeit nach Deutschland kommen soll. Die meisten Sachen, auf die man sich freut, wie z.B. Otto die Natur und die Welt zu zeigen, sind alle Jahre hin.

Dazu kam, dass durch meine Arbeit alle Last auf Ellie ruhte. Wir stehen etwa halb acht auf; ich bespaße Otto damit Ellie hastig frühstücken kann, dann tauschen wir und ab da muss ich arbeiten und sie irgendwie Otto zum Schlafen bringen. Das schlimmste ist, sie an schwierigen Tagen alleine sitzen zu lassen; an ihr vorbei zum Rechner zu laufen, Musik aufzudrehen, um sich zu konzentrieren.
Ca. halb sechs abends mache ich Schluss, übernehme Otto; ursprünglich um 20 und inzwischen 18 Uhr ist er idealerweise im Bett. Dazu tanze ich ihn auf meiner Schulter müde, was eine gute Stunde dauern kann. Dann lege ich mich dazu und schlafe etwass während Ellie sich unten um den Haushalt kümmert. Dann tauschen wir und ich habe etwa Zeit für mich. Joggen gehe ich dadurch nicht mehr, mit Friedemann online spielen geht nicht mehr - nichtmal die Videogespräche beim Arbeiten machte ich mehr, einfach weil ich ehrlich gesagt keine Lust und Nerven hatte die Situation zu erklären.

Dazu kam zuguterletzt, dass man keine vernünftigen Vergleichsinformationen kriegt. Wenn man mal rumfragt, bei Bekannten, Familie oder den anderen Eltern aus dem Vorbereitungskurs, kriegt man den Eindruck, dass niemand sonst irgendwelche Probleme hat. Und das Gesundheitswesen lässt sich sowieso auf keine klaren Antworten ein. Das kann natürlich nicht stimmen, auch wenn man in den schwersten Momenten fatalistisch genug ist das glauben zu wollen. Viele Eltern müssen die ersten Monate vergessen haben. Verstehe ich; ich selbst erinnere mich kaum, was gestern passiert oder nicht passiert ist. Aber eine große Rolle spielt auch einfach Ideologie. Was wird den armen Frauen vorgemacht was man darf und nicht darf. Was da für Schuldgefühle entstehen, für Dinge über die Menschen gar keine Kontrolle haben. Insbesondere das Bruststillen hat eine ganze Lobby hinter sich. Viele Leute schämen sich ganz offensichtlich Problem zuzugeben. Erst wenn man unter vier Augen nachhakt, kommt raus, was woanders auch nicht klappt. Und ich bin mir sicher, einige Leute lügen auch einfach. Dann denkt man, nur man selbst kommt nicht klar und alles wirkt noch schlimmer.

Zuletzt ist das durchaus auch eine Belastung für die Beziehung, wenn Schlaf und Energie allzeit knapp sind. Dazu spürt man inzwischen auch die soziale Isolierung der letzten Monate. Ellies Mutter war da, genauso Vater mit Frau, aber nur für je ein paar Stunden. Ein paarmal konnten wir Treffen mit Freunden im Park organisieren. Das tut uns gut und auch Otto; er ist ein soziales Baby. Seine Stimme entwickelt sich; er übt mit Freude. Jede neue Note benutzt er bevorzugt lauteren Schreien. Aber auch um Gespräche mit uns zu führen; er findet es super wenn wir ihn nachahmen und er kann auch uns erkennbar imitieren. Seit kurzem erkennt er sich auch im Spiegel.

Unsere Namen für ihn haben sich folgendermaßen weiter entwickelt:
Robotto - Ottobot - Ottbot - Bot - Botling (-ling ist die englische Verniedlichungsform, wie im Deutschen -lein). Außerdem: Wigglebot (to wiggle - strampeln). Aber meisten einfach Bot bzw. Botling. Sein Haar wird heller, sein Gewicht bald sogar für mich untragbar. Ich müsste inzwischen eigentlich einen Riesenbizeps haben.

Da ich inzwischen kaum noch das Haus verlasse, geben wir uns beide ganz stark Fantasiereisen hin. Torun, Lodz, Annecy und für uns zusammen St Malo, auf Videos und Karten. Oft malen wir uns einen Urlaub mit Otto in der Bretagne aus, was wir ihm zeigen und beibringen, wobei das größtenteils auf Crepes und diverse Kostüme hinausläuft. Vergangene Stationen spielen in Gedanken weiter eine große Rolle. Letztens habe ich mein mein altes, auf der Farm begonnenes Tagebuch gerettet. Für den Fall, dass die Seite irgendwann verschwinden sollte.

An den Wochenenden machen wir inzwischen immer wieder Ausfluege, jedes Mal etwas weiter weg.
Am 13. Juni sind wir bei Haus Stansted spazieren gegangen. Das war das erste Mal, dass Otto Portsmouth verlassen hat, und das erste Mal für uns seit seiner Geburt.

Freitag, 22. Mai 2020

Ottoworte

Es wird wohl langsam besser, aber ich habe weiterhin keine Zeit noch Muße zum Schreiben, somit nur das Wichtigste:
Ottos Name erweist sich als ausgesprochen praktisch; einige Auszüge aus unserem Alltag:
  • Ottomann
  • Ottobot = Robotto
  • Ottomobil (mit Ottomatik)
  • Ottonaut
  • Ottolog (diverse Statistiken zu Essen, Schlafen, Gewicht etc)
  • Ottobottle (Ottoflasche)
  • Ottofottos (Fotoalbum für Familie und Zukunft)
Am 15. Mai hatte Otto seine ersten Impfungen. Hat er erst gut vertragen, erst in den Folgetagen musste er die Folgen verarbeiten. Das war wieder eine harte Zeit, als unsere Risikoeinschätzungen sich stark unterschieden.
Gestern war die Otto-Oma mütterlicherseits da! Ellies Mutter war die erste Person aus der Familie, die Otto kennen lernen konnte. Er war begeistert. Uns hat es auch richtig gut getan, seit Monaten den ersten Gast im Haus zu haben.

Kürzlich am Strand gefundener Fossilienabdruck. Seit der versteinerten Seegurke im letzten Sommer halte ich immer Ausschau. Ich weiß aber nicht was es war.



Freitag, 8. Mai 2020

...Eltern sein dagegen...

Seit Ottos Geburt habe ich nur einmal etwas hier schreiben können, was natürlich zeigt was hier los war. Heutzutage verstehe ich auf einmal, warum sich nach einer Geburt oft erstmal die Eltern wochenlang einquartieren. Otto hat sich natürlich bereits stark verändert, aber ich habe keine Zeit auf Einzelheiten einzugehen. Sagen wir mal

  • er ist verdammt schwer geworden. 6 Kilo nach 6 Wochen.
  • er schläft seit etwa Woche 5 nachts recht verlässlich
  • ...seit Woche 7 ab und zu auch tagsüber im Körbchen, wodurch wir unmöglich geglaubte Bewegungsfreiheiten zurückgewonnen
  • er erkennt uns und lässt sich sogar zum Lachen bringen, was eins der schönsten Gefühle ist
  • Elterndasein ist atemberaubend mundän. Man macht sich keine Vorstellung, wie sehr wir uns freuen können, wenn Otto endlich sein großes Geschäft macht. Es gibt dazu sowohl das Ermutigungslied davor und den Freudentanz danach.
  • ... aber die ideelleren Gefühle sind auch da. Ich freue mich wirklich wenn er bei meinem Anblick lächelt und warte nur darauf ihm Sachen beibringen zu können, vor allem in der Natur.
  • mit jedem Tag können wir ihn ein bisschen besser verstehen und fühlen etwas mehr Kontrolle, was eine echte Erleichterung ist. Besonders Ellie, die mehr Zeit mit ihm verbringt, kennt seine Geräusche gut.

Fertig sind wir trotzdem. Wahnsinnig. Gottseidank arbeiten Ellie und ich als wirklich gutes Team. Wenn einer mal richtig durchhängt ist der andere generell da. Die Momente sind selten, wenn auch vorhanden, wo wir beide die Schnauze voll haben. Der schwerste Tag war ohne zweifel in Woche 5, als wir Ottos Zungenband schneiden ließen. Vor allem um ihm das Bruststillen vielleicht doch noch zu ermöglichen. Wir haben es über eine private Krankenschwester bei uns machen lassen. Ich habe Ellie noch nie so schreien gehört. Otto hat es überraschend schnell überwunden und macht auch Fortschritte beim Stillen, aber die Flasche wird wohl weiterhin die Mehrheit der Milch liefern. Ellie opfert sich weiter für ihr Kind auf und wird von zehntausend Sorgen zerrissen. Ich dagegen habe überraschend robustes Vertrauen, dass mit Otto schon alles in Ordnung ist und wir uns durchaus etwas Komfort für uns selbst leisten können. Meistens habe ich recht.

Einige Dinge, die ich dem letzten Eintrag anfügen wollte:

Ich habe Ellie den letzten Eintrag sicherheitshalber gegenlesen lassen und während sie ihm grundsätzlich zustimmt, lässt sie ausrichten, dass sie einen anderen Eindruck der Wehen hatte. Sie hat sie "Schmerzen als solche" erlebt, sondern mehr als Druck. Freut mich im Nachhinein, aber in dem konkreten Moment klang es doch sehr nach Schmerzen, besonders als sie im Krankenhaus nach Schmerzmittel schrie.

Praktisch seit den Wehen erlebe ich eine Welle der Nostalgie. Berechtigt oder nicht denke ich zum ersten Mal ernsthaft über Lebensphasen nach und was wohl nicht mehr wiederkommt. Unwillkürlich sind meine Gedanken an die vielen Orte gewandert, in denen ich gelebt habe, über deren Erfahrung ich mich eigentlich definiere, die aber inzwischen viele Jahre her sind. Als ich nach Portsmouth gezogen bin, hatte ich unter dem Eindruck der Arbeitssuche eine Zeit lang gedacht ich hätte zielstrebiger sein sollen. Aber gerade heute bin ich heilfroh, dass ich diese Sachen gemacht habe, als ich konnte.

Nachdem Otto in den ersten anderhalbwochen problemlos im Körbchen und auch im Garten schlafen konnte, veränderte sich sein Verhalten anschließend so, dass wir viele Wochen lang praktisch ans Sofa gefesselt waren. Insbesondere Ellie hat dort jede wache Minute verbracht. Abends, nach der Arbeit habe ich eine zeitlang Videos von Spaziergängen mir bekannter Orte laufen lassen. Besonders gefallen haben mir Aufnahmen des Dampfzugs von Ellies Heimatort zur Burg Bodiam, wo wir im Januar gewesen waren. Durch die englische Sommerlandschaft, im Moment unerreichbar.
Ellie und ich unterhalten uns ausführlich wie unser Leben vor seiner eigenen Jugend und alle unsere prägenden Erfahrungen für ihn nie wirklich real sein werden. Und wie das für uns und unseren Eltern genauso ist.
Ich höre plötzlich auch viel mehr deutsches Radio, besonders RBB Kultur. Einmal für Otto, aber auch für mich und meine Vorstellung von Kindheit und Normalität. Ich singe Otto sehr viel vor, und Ellie hat noch nie soviele deutsche Worte gelernt wie jetzt. Zum Beispiel, aber nicht nur, Pausbäckchen, Knubbelnase, Wurstärmchen. Otto wurden bereits wichtige deutsche Kulturgüter vorgestellt: Goethe, Bach, Paul Gerhard, Jandl (selbstverständlich), Heino.

Abseits der Säuglingsfürsorge gibt es auch noch ein bisschen Welt. Wir haben uns inzwischen darauf eingestellt, nachts jeweils zwei Stunden mit Otto zu schlafen, dann gegen halb acht aufzustehen, damit ich halb neun etwa anfangen kannen zu arbeiten. Durch die vielen Unterbrechungen bin ich trotzdem meist erst abends 18 Uhr fertig. Die ganze Zeit hat Ellie ihn betreut, fast ausschließlich auf dem Sofa. Mit Glück kann ich mittags etwas für uns kochen. Nach der Arbeit gehe ich joggen und gucken am Strand nach Steinen für mein Mikroskop. Dann übernehme ich Otto, damit auch Ellie etwas Zeit für sich selbst bekommt. Meistens gucken wir dann nebenbei Fernsehen, stumm und mit Untertiteln, je nachdem wie schwierig Otto sich aufführt. Um neun gehen wir dann ins Bett, sind aber selten vor halb elf da.
Einmal die Woche gehe ich einkaufen und am Wochenende versuchen wir das Haus notdürftig wiederherzurichten.

Auf der Arbeit bin ich in ein anderes Team verschoben worden. Meine Arbeit ändert sich dadurch nicht, im Gegenteil wird sie technischer, und allgemein sagt es mir dort sehr zu.


Mutti hat uns Masken geschickt, diese von einer Patientin genäht.

Freitag, 17. April 2020

ottoda

Einen Monat ist Otto alt und ich habe nichts über ihn geschrieben, was zeigt, wieviel wir hier zu tun hatten.

Am 17. März rumorte es den ganzen Tag in Ellies Bauch, da hörten wir die Nachtigall schon trapsen. Ich hatte mich gerade schlafen gelegt und hoffte, wir würden aufwachen und wären bereit zum Krankenhaus zu fahren, da verkündete Ellie, dass die Wehen nun wirklich eingesetzt hätten. Also bin ich gleich wieder aufgestanden. Die Nacht habe ich teilweise auf dem Sofa verbracht, während Ellie im Bad ausharrte. Ich fühlte mich bereits da etwas schlecht weil ich ihr nicht helfen sondern nur warten konnte. Um fünf Uhr morgens, wie sie die Stunden allein im Bad ausgehalten hat, weiß ich nicht, sagte sie, dass die Schmerzen jetzt groß seien und wir fuhren zum Krankenhaus. Da war anziehen und ins Auto steigen bereits schwierig. Umso großer der Schock, als die Nachtschicht Ellie nach einer schmerzhaften Untersuchung sagte, dass es noch viel zu früh wäre. Ellie verzweifelte, dass sie sich jetzt ein weiteres Mal unter Schmerzen anziehen und nach Hause fahren sollte, nur um später zurückzukommen, wo es bereits jetzt so schlimm war. Ich konnte ihr nur gut zureden und fühlte mich verdammt hilflos.
Praktisch als wir dann tatsächlich nach Hause gekommen waren, platzte die Fruchtblase und starke Wehen setzten ein. Wir waren völlig verwirrt; keine halbe Stunde vorher war uns noch gesagt worden es wäre noch sehr früh. Ellie schrie schon vor Schmerzen während ich verzweifelt die Entbindungsstation um Ratschläge bat. Wie sie die nächsten Stunden ausgehalten hat werde ich nie verstehen. Hilflos ist das einzige Wort, das meine Gefühle beschreibt. Ich konnte ihr nur ab und zu leichtes Essen bringen und versuchen, der rationale zu sein und den Ratschlägen aus dem Babykurs zu folgen. Heute wissen wir, dass unsere Entbindung überhaupt nicht dem normalen Muster folgte. Wehen hatten nichts mit dem beschriebenen Rhythmus zu tun, somit hatte ich keinen Anhaltspunkt, wann wir wieder ins Krankenhaus fahren sollten und ich musste davon ausgehen, dass Ellie nicht mehr klar genug für solche Entscheidungen war. Wir hatten beide nur Angst, dass sie uns wieder nach Hause schicken würden. Ich wollte mich am liebsten in einer Ecke zusammenrollen; stattdessen konnte ich nur gegen die Badheizung lehnen und gute Miene machen, während Ellie in der Wanne saß und durch die Wehen atmete.
Um elf sagte sie, dass sie die Schmerzen nicht mehr aushielt und wir fuhren zurück ins Krankenhaus. Keine Ahnung, wie sie es aus der Wanne, in die Klamotten und ins Auto geschafft hatten. Als wir ankamen, konnte sie jedenfalls nicht mehr laufen und ich rannte los einen Rollstuhl holen. Gottseidank kam eine Frau vom Empfang mit und vermittelte Zuversicht wie ich es nicht mehr konnte. Ellie schrie den ganzen Weg auf die Station. Zum Glück wurden wir da schon erwartet und der beste Raum reserviert. Die Hebammen kamen auch gleich, schienen sich aber erst um Papierkram zu kümmern, während Ellie auf dem Bett lag und nach Schmerzmittel schrie. Das war wirklich der schlimmste Moment; ich stand neben dem Bett und heulte, weil ich ihr nicht helfen konnte.
Sobald die Hebammen sich um sie kümmerten, wurde alles gut. Ellie bekam Gas und fühlte sich schlagartig besser. Da fiel mir selbst so ein Stein vom Herzen, dass mir der Rest der Entbindung plötzlich leicht fiel. Die schien im Vergleich zu den Wehen in Windeseile zu vergehen: dreiviertel zwölf ging es los und halb ein war Otto da. Dazwischen hielt ich Ellies Bein so lange in der Luft und stemmte mich gegen ihr Pressen, dass mir der Arm noch drei Tage später weh tat. Ellie war immer noch laut, aber instinktiv war mir klar, dass das keine Schmerzen mehr waren. Und wir alle logen ihr vierzig Minuten lang ins Gesicht, dass Otto praktisch raus wäre und eine Anstrengung mehr ausreichen würde.
Ich staunte, wie schnell das Ende war. Sobald der Kopf draußen war, kam der Rest in einer einzigen Kontraktion. Und es war natürlich merkwürdig, wie da plötzlich ein neuer Mensch lag. Aber ich gewöhnte mich überraschend schnell daran, dass er auf mir liegt. Ah, und dann: brachte uns die Leitende Hebamme Tee und Toast - Nahrung der Götter nach dieser Nacht.

Ellie blieb eine Nacht im Krankenhaus, während ich nach 21 Uhr nach Hause musste. Ehrlich gesagt habe ich meine letzte Nacht allein und in Ruhe genossen. Am nächsten Tag fuhr ich morgens zurück zu Ellie und wir wurden am späten Nachmittag entlassen. Eltern und Großeltern wundern sich seitdem, dass Ellie nicht viel länger dort blieb. Anfangs war ich heilfroh, schnell nach Hause zu dürfen, aber inzwischen denke ich wäre mehr Zeit mit den Hebammen wirklich gut gewesen, weil wir in den folgenden Wochen soviele Fragen hatten und während der Ausgangssperre niemanden persönlich sehen können. Bruststillen zum Beispiel wurde uns zwar direkt nach der Geburt gezeigt, aber im Nachhinein ist doch sovieles unklar, was man nur persönlich klären kann. Zum Beispiel hätten wir so viel eher erfahren, dass sein Zungenbändchen zu kurz ist und Stillen daher kaum möglich ist. Stattdessen hat sich Ellie erst lange als schlechte Mutter gefühlt. Hausärzten und diverse lokalen Elterngruppen sind momentan alle maximal über Video verfügbar und häufig reicht das nicht.
Allgemein muss ich aber eins sagen: die Geburt verlief viel besser als befürchtet und das Personal war fantastisch. Was werden den Frauen für Sorgen gemacht (und was hat sich Ellie für Sorgen gemacht) - kommen sie auf die gefürchtete Station B8? Kriegen sie das richtige Zimmer? Wird ihnen Induktion und Kaiserschnitt aufgezwungen? Geht es den vermaledeiten Medizinern nicht nur darum nicht verklagt zu werden?! Und was passiert: Covid-19 führte zur Schließung aller Stationen außer B8 und: war trotzdem super. Ich baute elektrische Kerzen auf und spielte die ausgewählte Musik. Aber als wir ankamen und alles ganz schnell ging, flogen alle anderen Pläne aus dem Fenster: die Stellung, die Hypnose-Techniken. Wir hatten zwar das gefürchtete Gespräch über mehr oder weniger medizinischer Beobachtung, aber die Wahrheit ist: es wird alles gut. Von ganz allein. Wer hätte das gedacht.

Ottofotos



    Aus der Zeit nach der Geburt
    • unsere Wehen hatten wirklich gar nichts mit den Mustern zu, auf die wir im Babykurs vorbereitet worden waren. Hätte Ellie darauf gewartet anstatt ihrem Instinkt zu vertrauen, hätten wir zu Hause entbunden.
    • auch alle Vorsätze wie "keine Flasche" und "kein Nuckel" überleben keine einzige stressige Nacht
    • Ellie und ich haben überraschenderweise sehr unterschiedliche Herangehensweisen an die Kindererziehung. Trotz aller Gespräche über die Jahre hat mich Ellies Einstellung überrascht, dass Babys nicht schreien sollten - man soll ihre Bedürfnisse im Voraus erkennen. Ich sage: Kinder schreien. Ich mache mir nie Vorwürfe, wenn etwas nicht klappt. Besonders nicht, wenn sich Otto einpullert. Hätte ich gar nicht von mir gedacht.
    • allgemein halte ich Schwangerschaft und Geburt für eine grandiose Fehlplanung der Natur. Nichts passt zusammen, Sachen stehen sich unnötig im Weg... und warum ist die Brustmilch nicht da wenn das Kind sie braucht?! Millionen Jahre Evolution und das ist das Ergebnis?
    • der Vaterinstinkt kam wirklich ganz von allein. Da war ich mir nie so ganz sicher gewesen. Aber mit Otto kann ich rumalbern, wie ich es mit anderen Babys nie konnte. Und das Schreien geht mir viel weniger auf die Nerven, auch wenn man natürlich keine große Wahl hat.
    • eins muss ich sagen: seit dem Moment in dem Ellie die Wehen verkündete, denke ich sehr intensiv an zu Hause und wielange ich schon weg bin.
    • bisher schaffe ich es, mit Otto deutsch zu sprechen, besonders, wenn ich ihn alleine habe. Ganz besonders freut mich, dass ich ihm viele deutsche Kinderlieder vorsinge. Besonders abends nehme ich ihn dazu häufig in den Garten, wenn er besonders schwierig ist. Von Oma hatte ich mir ein Buch mit Noten mitgenommen, aus dem ich tatsächlich einmal vorgespielt habe. Je mehr ich Otto vorsinge, desto mehr andere Lieder kommen mir wieder in den Sinn, deren Texte ich dann wieder recherchiere. Das beruhigt ihn tatsächlich oft, aber davon abgesehen macht es mir selber viel Spaß.
    • zu Ostern habe ich ihm außerdem den Osterspaziergang vorgelesen. Kann man nie zu früh machen.
    • wir hatten von Anfang an Probleme mit dem Bruststillen und Ellie hat sich ganz furchtbare Vorwürfe gemacht. Erst als wir nach einem Monat eine private Hebamme bestellten, stellte sich raus, dass sein Zungenbändchen einfach zu kurz ist und es niemals hätte klappen können. Zum einen macht es mich wütend, was für Schuldgefühle den Frauen nolens volens eingeredet werden. Zum anderen werden wir das jetzt gleich schneiden lassen und damit hoffentlich gleich eine Reihe verbundener Probleme lösen.
    • ich komme neben Babybetreuung maximal zu minimaler Haushaltsbetreuung, aber einmal habe ich abends die Internationale Raumstation direkt über unseren Garten fliegen sehen
    • Wir haben bereits Anträge für deutschen und britischen Reisepass ausgefüllt und werden sie sofort nach der Ausgangssperre abschicken, damit wir baldmöglichst nach Deutschland fliegen können.
    • den Katzen war das ganze ursprünglich nicht geheuer, aber inzwischen trauen sie sich wieder ganz nah ran

    Anmerkungen zur Quarantäne, in der das alles stattgefunden hat.
    • in vielerlei Hinsicht war das eigentlich praktisch. Ich habe zwar schon drei Wochen Elternurlaub (wie sind die Leute früher ohne klargekommen?!) aber jetzt arbeiten wir alle zu Hause wahrscheinlich für Monate. So kann ich Ellie unterstützen, spare mir Kraft und Geld zum Pendeln und sehe mein Kind mehr. Mein Arbeitgeber hat uns sogar Ausrüstung wie Monitore und Tastaturen nach Hause geschickt, was langfristig viel besser ist. Ungewöhnlich schnell und flexibel für unsere Verhältnisse.
    • in deutschen Medien lese ich viel vom Homeoffice. Ich vermute, dass ist ein amerikanischer Ausdruck. Hier drüben heißt home office nur eine Sache: Innenministerium. Von zu Hause arbeiten heißt einfach working from home.
    • unpraktisch waren die Panikkäufe am Anfang. Zu essen gab es immer genug, aber spezielle Sachen für junge Eltern, z.B. Milchpulver, waren zeitweise problematisch. Inzwischen scheint man sich an die Umstände gewöhnt zu haben und Engpässe sind selten. Es gibt aber immer genug Besserwisser die zu gut zum Abstandhalten sind.
    • Ich gebe zu, Covid macht mich nervös und anfangs habe ich die Nachrichten gar nicht mehr gelesen. Es wäre vermutlich gar kein Problem gewesen, hätten wir nicht gerade ein Kind erwartet. Aber ich hatte Angst, mich kurz vor Geburt mit Symptomen isolieren zu müssen und nicht bei der Entbindung dabei sein zu können. Wie wir gesehen haben, wäre das gar nicht gegangen. Seither gehen wir praktisch nicht mehr raus, besonders Ellie. Ich erledige Einkäufe, zugegebenermaßen nervös. Dafür haben vermutlich noch nie so gesund gegessen. Obst, Gemüse und Brot beziehen wir inzwischen aus lokalen Läden, wo ich vorbestellen und dann einfach abholen kann, wodurch der Kontakt minimiert wird. Das werden wir sicherlich beibehalten.
    • Die Ausgangssperre hat aus mir einen Jogger gemacht! Jeden Abend laufe ich zum Meer und zwar besonders gern auf den Kieseln den Strand entlang, so sehr fehlt mir offensichtlich das tägliche Radfahren. Am 16. April war ich sogar anbaden (etwa 5 Sekunden lang). Denn das Wetter ist allgemein so schön, dass man weinen möchte, was uns hier verloren geht.
    • Ellie und Otto kommen leider weniger vor die Tür. Wir haben zwar einen Kinderwagen,  aber Ellie befindet den Moment selten als richtig und außerdem haben wir eigentlich nur zwei mittelmäßig interessante Parks zum Spazieren in der Nähe. Die Strandpromenade ist viel zu überlaufen.
    • ironischerweise spreche ich seit der Ausgangssperre viel mehr mit Friedemann. Er arbeitet ja auch zu Hause und wir fingen an, jeweils beim Mittagkochen zu telefonieren. Seit ich wieder arbeite, schalten wir morgens eine Videoverbindung ein, die wir den ganzen Tag laufen lassen. So ist es ein bisschen wie im Büro und man kann ein bisschen quatschen, wenn einem danach ist. Mir tut das unter den gegebenen Umständen richtig gut, wo man viel weniger Leute sieht. Aber auch, diese Verbindung in die deutsche Kultur zu haben.

    Dienstag, 17. März 2020

    Warten

    Wir warten weiter. Seit der offizielle Entbindungstermin erreicht wurde, machen wir keine Pläne mehr sondern leben von Tag zu Tag. Ohnehin kann Ellie kaum noch laufen und will das Kind nur noch raushaben. Sogar ich habe kaum noch Schiss und bin das Warten auch satt.
    Das ganze wird aber verstärkt durch den Coronavirus. Gestern abend wurde mitgeteilt, dass ab heute alle Mitarbeiter möglichst von zu Hause arbeiten. Heute dann zusätzlich, dass das wahrscheinlich für Monate gelten wird. Persönlich arbeite ich bereits seit Freitag zu Hause, nachdem ich Angst bekommen hatte, wegen irgendwelcher Symptome in Quarantäne zu müssen statt zur Geburt zu können.
    Ganz unabhängig von meinen persönlichen Plänen sind jetzt alle meine Hobbys sowieso eingestellt. Chor, Tango, Singen. Ehrlich gesagt macht es mir das leichter: hätte ich gar nicht so trauern brauchen.
    Und überhaupt gibt es eine Menge positiver Nebeneffekte. Zum Beispiel habe ich nach der Geburt erstmal zwei Wochen frei. Danach muss ich zwar wieder arbeiten, aber mit Sicherheit noch lange zu Hause. Mehr Zeit für die Familie, weniger ermüdendes Pendeln. Ich habe viel mehr freie Zeit. Jeder Abend ist frei und dazu spare ich mir die zweieinhalb Stunden pendeln pro Tag. Mittags gehen wir spazieren, ans Meer oder zu den lokalen Geschäften, was sonst ein Luxus ist. Und die Abende scheinen viel länger. Ich kann nach der Arbeit ans Meer, zu Hause einen Brief schreiben und es ist immer noch erst halb acht. Ellie als auch ich merken, dass ich entspannter bin. Die Katzen übrigens auch: sie freuen sich ganz deutlich, viel mehr von ihren Menschen zu sehen.
    Die Menschen im Land dagegen sind nicht entspannt. Wir hatten bisher anekdotisch von Hamsterkäufen bestimmer Produkte gehört, aber seit vorgestern sind bestimmte Regale permanent leer. Nicht, dass ich wirkliche Engpässe erwarte. Vielmehr vermute ich, dass die besten Quellen für die nächste Zeit die richtigen Bäckereien und Gemüsehändler sein werden, statt der Supermärkte. Qualitätsbrot und frisches Obst für Baby also.

    Bosham am letzten Wochenende. Ellie kann kaum noch laufen, darum habe ich sie langsam an den teuren Häusern des Ortes vorbeigefahren.

    Donnerstag, 5. März 2020

    Warten

    Etwa achte Monate lang war Baby ziemlich abstrakt geblieben. Das ändert sich jetzt. Als wir die Grenze zum März überschritten und weniger als zwei Wochen übrig waren, musste ich nochmal tief Luft holen. Aber inzwischen sind alle uns bewussten Vorbereitungen erledigt. Es bleibt wirklich nur noch Warten.

    Letzten Samstag sind wir zum letzten Babykurs gegangen. Am Vorabend war mir beim Tango ein besonderer Tanz mit allen Damen gewährt. Sonst passiert das nur zu Geburtstag - aber wer weiß wann ich wieder dahin komme.
    Und am Mittwoch habe ich den Chor fürs erste Verlassen. Mein erstes richtiges Hobby hier in Portsmouth. Wahrscheinlich werde ich nicht mehr zurückkehren können. Ellies einziges Hobby ist am Mittwoch Abend. Und einer von uns muss zu Hause bleiben.

    Auf Nachfrage hin:

    • noch sehe ich keine Hamsterkäufe in den Läden
    • bei uns vor Ort gibt es keine Überschwemmungen. Die sind alle an den Flüssen, nicht am Meer. Die Flüsse auf der Bahnstrecke zum Flughafen stehen aber seit letztem Jahr durchgehend über den Ufern. Und der Meon, auf dem Weg zur Arbeit, fülllt mindestens seit Dezember sein gesamtes Tal und wir eher noch breiter als schmaler. Mir gefällts eigentlich. Morgens quaken die Enten.