Mittwoch, 28. August 2019

Fort mit mir!

Das letzte Augustwochenende ist hier immer lang, weil der Montag frei ist. Samstag habe ich mein Geburtstagsgeschenk von Ellie bekommen: einen Ausflug zu einem der vier Forts im Meer zwischen Portsmouth und der Isle of Wight. Im 19. Jahrhundert wurde die Zufahrt zum Hafen durch vier Festungen gegen französischen Angriff gesichert, der niemals kam. Drei Davon gehören heute einer Firma, die zwei zu Hotels ausgebaut hat; im dritten wurden geschützte Falken gefunden und solange die da leben, darf man nichts machen.
Die Hotels sind teuer, weshalb wir nur einen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen gebucht hatten. Die Betreiber haben ihre eigenen Boote und unseres war voll; einige Leute kamen für den Nachmittag, einige auch zum Abendessen, andere übernachteten. Der Tag hätte nicht schöner sein können, der Himmel war blau, die Sonne schien, leichter Wind verschaffte Abkühlung ohne kalt zu sein, sogar draußen auf dem Meer. Außerdem war es der erste Tag des jährlichen Musikfestivals Victorious, dass direkt an der Seepromenade stattfindet, sodass wir auch etwas Musik hörten. Ellie hätte mir eine Kapitänsmütze gekauft, aber die sind entweder Kinderkram oder teuer. Aber mir ist klargeworden, dass ich unbedingt eine Pfeife brauche.
Die Überfahrt dauerte etwa eine halbe Stunde. Auf dem Fort bekamen wir eine Führung, dann mehr Kuchen als man essen konnte. Wir erfuhren, dass das Personal drei bis vier Tage die Woche auf der Festung leben, je nach Zimmerbelegung. Das muss in einem bestimmten Alter sehr schön sein; vermutlich kein Zufall, dass die meisten ziemlich jung sind.
Der große Innenhof ist heute überdacht und zur luxuriösen Lounge ausgebaut. Am schönsten war es aber auf dem Dach, wo eine Bar und Sonnenstühle und wunderschöne Blicke in alle Richtungen warten. An so einem schönen Tag war sehr viel Verkehr; Fähren, Frachter und hunderte Segler und Motorboote. Aber vor allem haben sie Warmwasserbecken da, die bis zwei Uhr nachts offen sind. Wir überlegen, ob wir nicht doch einmal dort übernachten wollen - nachts draußen unter dem Himmel im Becken muss es fantastisch sein.
Halb fünf wurden wir wieder abgeholt und ich habe den Abend im Spielecafe verbracht.

Sonntag
Sonntag haben wir kürzer getreten - vor allem habe ich angefangen, die frohe Botschaft in der Familie zu verbreiten. Nachmittags sind wir ins Umweltzentrum gefahren und anschließend zum Alten Winchesterhügel, wo ich Holzäpfel sammelte um nach mehreren Jahren einen zweiten Versuch im Marmeladekuchen zu wagen. Morgens und abends war ich am Meer schwimmen und habe mir gedacht, dass es noch soviel Gesteinskunde zu lernen gibt, als ich anshcließend am Strand saß.

Montag
Montag schließlich haben wir den botanischen Garten von Wisley besucht. Der liegt eine Stunde von hier südwestlich von London entfernt und gehört zur Kette der Königlichen Gartenbaugesellschaft. wir sind mehrere Stunden zwischen Blumen, Bäumen und Gartenpflanzen spaziert, während die Sonne brannte. Ich habe mir gedacht, dass es noch soviel Biologie zu lernen gibt.

Zum Schluss noch gute Nachrichten vom Hauskredit: unsere Berufung gegen die niedrige Wertschätzung hat uns zumindest soviel Korrektur gebracht, dass wir nun doch nicht mehr Eigenkapital drauf legen müssen.

Auf dem Schiff vor dem Auslaufen aus dem Hafen von Portsmouth


Beim Auslaufen

Wir laufen das Fort an


Vor dem Landungssteg. Der Leuchtturm wurde von einem Vorbesitzer gebaut, dem dann das Geld ausging und der sich dann zwei Monate hier verschanzte, bevor er abgeholt wurde
Auf dem Dach


In der Spitze des Leuchtturms stand die Luft

Sonntag, 18. August 2019

Tanz und Glücksspiel

Tanz
Vor einer Woche, am 11. August, habe ich einen schönen Ausflug zur Chili Fiesta unternommen. Das ist ein jährliches Fest für Musik, Essen und Inneneinrichtung in einem besonders schönen Stück South Downs, wo Ellies Bauchtanzgruppe immer auftritt. Ich bin da auch in den letzten Jahren immer gewesen, meistens im Regen, einmal mit Mutti. Aber dieses Mal bin ich etwas früher los und bin vorher noch in der Umgebung wandern gegangen. Wir waren nämlich eine Woche vorher zufällig da rumgefahren und hatten einige schöne Blicke von den Hügeln gesehen. Zu dem Zeitpunkt fand dort gerade das hier zumindest sehr bekannte Goodwood-Pferderennen statt, auf dem gleichnamigen Landbesitz, der große Teile der Landschaft dort umfasst. Jetzt jedenfalls folgte ich einem Pfad, der durch ein Tal, auf einen Hügel, durch ein Haferfeld und schließlich auf einen Gipfel führte, von dem man auf das Rennfeld und weiter in die South Downs gucken kann, und auf Chichester mit seiner Kathedrale, und Portsmouth mit dem Spinnaker Turm.
Von dort bin ich zum Festival abgestiegen, am Weald und Down Museum vorbei und endlosen Autoschlangen, für die die Landstraßen jedes Mal viel zu klein sind. Ich habe noch zwei Freunde getroffen und wir haben zwei Auftritte von Ellies Truppe gesehen. Als Ellie wieder in ihre normalen Klamotten war, haben wir nochmal Salsa getanzt, bevor sie ihre Truppe nach Hause fuhr. Ich habe auf dem Rückweg in Chichester noch einen Kaffee am Kanal getrunken, wo ich besonders gerne sitze.

Glücksspiel
Unser Hauskredit macht uns weiter Ärger. Der Gutachter hat den Marktwert nicht nur unter unserer Schätzung veranschlagt, sondern sogar unter dem Kaufwert (damals ebenfalls von Gutachter bestätigt), und in der Tat unter dem Preis, den die Vorbesitzer gefordert hatten. Dadurch haben wir plötzlich sehr viel weniger Wert relativ zum Kredit. Das basiert offenbar vor allem auf anderen Verkäufen in der Umgebung, und ich vermute mal der anstehende harte Brexit hat die Preise gedrückt. Nicht nur zahlen wir so höhere Zinsen, wir müssen mehr Eigenkapital reinstecken um überhaupt einen Kredit zu bekommen. Wir haben zwar das Geld, aber insgesamt ist das genau die Art Glücksspiel mit hohem Einsatz, vor dem ich immer Angst hatte. Unsere Finanzberaterin macht auch kein besonders glückliche Figur. Wir hoffen, einen Dreijahrenvertrag noch bis Ende August unter Dach und Fach zu kriegen und dann können wir in zweieinhalb Jahren unser Glück aufs neue versuchen. Vielleicht ist der nächste Gutachter dann optimistischer. Ich aber bin skeptisch, dass der Markt zwei Jahre nach einem harten Brexit besonders tolle Hauspreise haben wird. Und auf diesem System baut die Altersvorsorge in diesem Land auf.

In freien Momenten übersetze ich derzeit Texte von Kasias Stadtspiel, dass wir in Warschau ausprobiert hatten, ins Englische. Ich bin viel am Strand und im Spielecafe. Und gestern waren Ellie und ich spontan in Winchester, einfach um einen sonnigen Tag in einer historischen Stadt rumzuspazieren.

Im Hafer

Die Rennstrecke von Goodwood


Auf der Chili Fiesta.

In der angrenzenden Gärtnerei

Donnerstag, 25. Juli 2019

20.-24. Juli - Papas Besuch

Anderthalb Wochen nach Friedemann kam Papa für ein langes Wochenende. Er war ein gutes Jahr nicht mehr hier gewesen, während nicht klar war, wohin der Brexit geht. Ist natürlich weiter nicht klar. Das Wetter war wieder sehr gut und wir haben mehrere Ausflüge machen können.

Titchfield
Einmal habe ich Papa an meinem Büro vorbeigefahren und ihm dann das Dorf Titchfield samt seiner Abteiruine und der historischen Scheune gezeigt, wo Theater gespielt wird. Alles Orte, die ich ganz am Anfang meiner Arbeit hier nach Büroschluss erkundet aber seit Jahren nicht mehr besucht hatte. Anschließend waren wir in einem Vogelreservat am Meer, an dem ich zwar oft vorbei gekommen aber noch nie drin gewesen war. Nachmittags fuhren wir nach Alt Bursledon am Fluss Hamble, aßen im Dorf Wickham am Fuß der South Downs und fuhren von dort den Fluss Meon entlang nach Exton. Der Pub dort war leider zu, aber wir fuhren auf den Hügel über dem Dorf wo man tolle Blicke hat und haben auch ein Nickerchen gehalten.

Schifffahrtsgesellschaft
Am nächsten Tag haben wir eine Sommertour des Hafenfähre gemacht, wie vor zwei Jahren. Damals sind wir bis zu den Felsnadeln der Isle of Wight gefahren. Diesmal erkundeten wir den Fluss Hamble auf dem Festland und den Fluss Medina gegenüber auf der Isle of Wight.

Jetzt gibt es erstmal keine Reisen und keine Besuche bis es im September nach Frankreich geht.


Auf dem Wasser


Im Garten
Frühstück am Meer

Der Fluss Hamble auf der Bootstour

Auf der Meer mit der Bootstour

14. Juli

Friedemann fuhr Freitag ab und am nächstens Tag fuhren Ellie und ich zurück zum Chichester Kanal und machten unsere eigene Kajaktour. Ich war ganz überrascht, wieviel Spaß es Ellie machte. Wir schafften die ganze Strecke und zurück und waren begeistert vom Tierleben. Enten und Küken, aber vor allem ein Reiher (ich denke der gleiche den ich mit Friedemann gesehen hatte) der uns entgegengeflogen kam. Ganz am Ende des Kanals erschien er als schwebende Silhouette, kam auf uns zu und flog direkt an uns vorbei.


Sonntag abend habe ich Ellie zum Essen im Dorf Exton eingeladen. Dort hatte ich kürzlich auf einer Wanderung einen hervorragenden Pub gefunden, mit Biergarten am Fluss Meon und Blicken in die South Downs, inklusive des Old Winchester Hügels, wo wir schon mehrmals gewesen waren. Exton ist eines der Dörfer, die wie eine Perlenschnur am Meon liegen, der zwar selten mehr ist als ein Bach, aber eine besonders schöne Landschaft formt.


Ellie hat jetzt ihre neue Stelle angefangen. Meine neue Stelle ist weiterhin sehr ruhig. Ich lerne immer noch viel, wende aber zunehmend auch an. In letzter Zeit habe ich auch viel Kontakt mit meinem alten Team.

Ich lese jetzt das Buch zur Radiosendung In our Time, die seit 1998 einmal die Woche ein Thema aus Wissenschaft, Geschichte, Philosophie etc. mit Experten bespricht. Das gehört seit Jahren zu meinen Lieblingssendungen, die ich bei Sport und Hausarbeit höre, seitdem ich ein Smartphone habe, mit dem ich Archivfolgen abspielen kann. Zum 20. Jubiläum wurde im letzten Jahr diese Auswahl von Sendungsprotokollen rausgegeben, in angenehm kurzen Abschnitten.

Davon abgesehen hat mich Friedemanns Besuch auf einige nostalgische Gedanken gebracht. Einmal habe ich mir einen Sammelband der Digedags bestellt. Zum anderen gucke ich mir Spuk im Hochhaus an, die DDR Kinderserie. Außerdem habe ich Hackbraten gemacht - jahrelang hatte ich das vergessen, obwohl es immer eins meiner Lieblingsrezepte gewesen war. In England gibt es das eben leider nicht - in Amerika schon.

Außerdem bereiten wir die Erneuerung unseres Hauskredits vor. Der erste Vertrag läuft bis Ende August. Wir werden den Anbieter wechseln und haben diesmal in Beratung investiert. Die hat uns in einer langen Abendsitzung ein Angebot rausgesucht und kümmert sich um den Papierkram. In Kürze wird der Anbieter unser Haus inspizieren, ob es wirklich soviel wert ist wie wir vorgeben.

Mein neu erstandener Sammelband der Digedags


Hubertuskapelle mit Friedemann


Im Restaurant am Fluss Meon in Exton
Nach der Arbeit am Meer
Egal wieviel Wolken ziehen, solange der Wind ruhig bleibt, ist es warm genug

5.-12. Juli - Mein Geburtstag

Zu meinem Geburtstag hatte sich Ellie dieses Jahr besonders viel Mühe gegeben. Am Freitag zwei Tage zuvor hatte sie mir eine Überraschung versprochen und nahm mich nach der Arbeit mit zum Einkaufszentrum Gunwharf, nahe des Busbahnhofes. Und dort wartete Friedemann auf uns, den sie Monate vorher für eine Woche eingeladen hatte. Ihn hatte ich wahrscheinlich seit meinem Besuch in München 2016 nicht mehr gesehen.

Picknick
Samstag hatte Ellie ein Picknick mit Freunden organisiert. Ich war wirklich beeindruckt, wieviele Leute mit wieviel Zeit kamen. Insbesondere tauchte kurz vor 11 Uhr plötzlich Kalina auf - auch sie hatte Ellie eingeladen für den Tag aus London zu kommen. Wir haben den ganzen Nachmittag am Canoo Lake am Meer gesessen und abends noch auf der Seebrücke etwas getrunken.

Mottisfont Friedemann blieb noch den Rest der Woche und machte ganz viele Fotos. Ich habe mir Montag, Dienstag und später noch Donnerstag frei genommen. Sonntag, an meinem eigentlichen Geburtstag sind wir zu dritt nach zum National Trust Landsitz Mottisfont nördlich von Southampton gefahren. Den hatte ich Im Januar allein erkundent aber jetzt blühte der Garten und auf den Grünflächen machten die Leute Picknick.

Kajak fahren
Das Wetter blieb die ganze Woche hervorragend. Friedemann ist jeden Morgen joggen gegangen. Montag morgen bin ich mitgelaufen, was mir allein immer zu langweilig ist. Anschließend war mir so heiß, dass ich noch schwimmen gegangen bin. Danach sind wir zu zweit auf dem Chichester Kanal Kajak gefahren. Wir haben es ganz bis zum Ende geschafft und viele Tierleben gesehen, einschließlich eines Reihers, der am Rand stand und immer hundert Meter weiter flog, wenn wir ankamen. Ich war dort bisher nur zweimal mit dem Kajak gefahren und wir waren nie weiter als bis zur Hälfte gekommen. Ich habe das Gefühl genossen, mal richtig draußen zu sein, nah an der Natur, und drei Stunden lang Sport zu treiben mit jemandem, dem das auch Spaß macht.

Abtei Quarr
Dienstag sind wir mit der Fähre zur Isle of Wight und vom Anleger zur Abtei Quarr gelaufen. Das Wetter war richtig sonnig, mit weiten Blicken für mein neues Fernglas. Abends haben wir noch ein Bier im Hafen getrunken, als plötzlich der Flugzeugträger rein und zu seiner Anlegestelle geschleppt wurde.

Wandern
Donnerstag sind wir in den South Downs wandern gegangen. Sonst kann ich längere Strecken nur alleine machen, weil Ellie nicht ganz so lange wandern mag. Aber hier konnte ich einmal einen der wenigen Abschnitte ausprobieren, wo ich noch nie gewesen war. Die Strecke läuft vom Dorf Buriton beim Königin Elisabeth Landschaftspark bis zum Haus Uppark des National Trust. Am Ende sind wir da noch hochgelaufen und haben Mittagspause gemacht.

Spielen
Und außer den Ausflügen sind wir jeden Abend stundenlang ins Spielecafe gegangen. Ich bin über Friedemann vor einigen Jahren in die Spieleszene gerutscht, habe hier auch ein tolles Cafe, aber selten Mitspieler. Er wiederum hat in München keinen so tollen Ort wie wir hier. Jeden Abend haben wir neue Spiele aus der Bibliothek des Cafes ausprobiert, und dort auch richtig Geld gelassen.

Nach Friedemanns Abreise habe ich mich ähnlich gefühlt wie nach Muttis Besuch im letzten Sommer. Eine Mischung aus Heimweh, der wachgerufenen Erinnerung an die guten Aspekte meines alten Lebens als Single, und einfach das schöne Gefühl mit Leuten zu sein die nicht nur meine nationale Kultur teilen sondern im gleichen Milieu aufgewachsen sind und viele meiner Interessen teilen. Da kommen ganz alte Erinnerungen hoch, an DDR Kinderfilme (kennt noch wer Spuk unterm Riesenrad?), an die Olsenbande, an das Mosaik. Und es gibt noch soviel, wass ich gerne gemacht hätte: das Teleskop, verschiedene Wanderungen, diverse Kneipen, Bootstouren. Aber zum Glück arbeite ich schon seit langem daran, im September mit Mathieu und Friedemann Mathieus Heimatort Annecy zu besuchen, knapp über der Grenze von Genf.

Nach dem Picknick am Tag vor meinem Geburtstag. Links Kalina und Friedemann. Der Rest ist Ellies Freundeskreis, alle über die Arbeit kennen gelernt


Die Bibliothek des Spielecafes


Pause im Schatten mit Friedemann in der Abtei Quarr auf der Isle of Wight

22. Juni - Chidham

Am Wochenende nach Warschau kam die Hitzewelle bei uns an. Wir versuchten eine Wanderung um das Dorf Chidham auf einer der Inseln unterhalb von Chichester, in der Hoffnung auf Meer und Blicke. Nach einer halben Stunden mussten wir das aber abbrechen, weil die salzige Heidelandschaft ohne Bäume und Wind einfach zu ungeschützt war. Schade, es ist eine vielversprechende Ecke, direkt neben dem schönen Ort Bosham; ich werde das nochmal erkunden. Stattdessen sind wir mit dem Auto weiter ins Festland gefahren, auf der Suche nach Wäldern. Am Ende haben wir in mehreren Orten Halt gemacht, ohne dass ein Spaziergang wirklich erträglich war. Aber wir haben einige schöne Dörfer gefunden, die sich die Tälern zwischen den Hügeln der South Downs  Island entlang ziehen. Wie hier üblich hat sich Geld die hübschen Landhäuser gekauft, sodass Ellie viel zu gucken hatte. Am Ende haben wir im Pub von Stoughton Schluss gemacht, der direkt am Hintereingang des Landschaftsparks Kingley Vale liegt. Das werde ich mir merken, denn eine Erkundung des Park im letzten Jahr kam nicht sehr weit, weil man vom Hauptparkplatz einen langen Anmarsch hat und Ellie dann Ellie von einer Wespe gestochen wurde.

Dienstag, 25. Juni 2019

Meine neue Arbeit

Seit etwas zwei Wochen bin ich jetzt in meiner neuen Stelle. Noch habe ich keinen Zugriff auf die notwendigen Datenbänke, sodass ich meine gesamte Arbeitszeit mit Fortbildung verbringen kann, was mich sehr glücklich macht. Mein Team ist klein, bisher nur drei Leute, dafür technisch versiert und ich lerne jeden Tag richtig interessante Sachen. Unser Ziel wird grob gesagt sein herauszufinden, ob wir in den getrennten Datenbanken verschiedener Ämter und Ministerien die gleichen Leute zu identifizieren. Also zum Beispiel zu sagen, diese Registrierung der Krankenversicherung gehört zur gleichen Person wie dieser Führerschein des Kraftfahrzeugamtes. Wir haben hier ja keine Personalausweisnummer, über die man das feststellen könnte, was es sehr schwierig macht, etwas über die Bevölkerung auszusagen, ohne extra große, teure Umfragen zu machen.
Im Detail ist das eine sehr technische Arbeit, in der ich mir viele Fähigkeiten aneignen muss, die ich in der Zukunft für sehr wichtig halte. Diese ganze Woche habe ich eine Fortbildung in Sachen Maschinenlernen, übrigens mit einem sehr guten deutschen Dozenten.

Darüber hinaus habe ich letztens mein kleines Reclamheft zur DDR Geschichte ausgelesen. Noch bin ich nicht sicher, was ich als nächstes lesen; vielleicht konzentriere ich mich lieber auf die Lehrbücher meiner Fortbildungen, und die aus Ellies' Studium.
Außerdem arbeite ich daran, die vier Bassstimmen aus Schütz' Warum toben die Heiden zu lernen.