Sonntag, 20. November 2016

Normalbegabt in München

Johannes in München
München ist schön. Und die Münchener ganz unerwartet freundlich. Da wurde Friedemann in eine gute Stadt versetzt. Zusammen haben wir eine Woche lang die wichtigsten Sachen besichtigt, also fast alles im Zentrum, den englischen Garten und Schloss Nymphenburg. Morgens haben wir Weißwurst gefrühstückt und abends die Kneipen getestet, immer mit Spielen im Gepäck. Am besten gefällt mir vermutlich das Viertel zwischen Uni und den Museen. Dabei wurde es noch richtig kalt, Schnee fiel und blieb liegen, und ich weiß gar nicht, wann ich überhaupt welchen das letzte Mal gesehen hatte. Besonders interessant war für mich ein Besuch auf Friedemanns Arbeitsstätte, bei Google. Ganz ehrlich hatte ich Minderwertigkeitskomplexe, da ob ihres Rufes alle Mitarbeiter für Hochbegabte hielt. Und vermutlich zu recht! Sonst würde es sich vermutlich nicht auszahlen, das Gebäude wie einen Campus zugestalten, mit Musikräumen, Spieleräumen und gratis Kantine für eine Belegschaft aus aller Welt.

Friedemann in Portsmouth

Aus München ist Friedemann mit mir zurück nach Portsmouth gekommen (die direkte Verbindung von Southampton mit kleinen Propellermaschinen ist eine Offenbarung), weil er ein paar Tage später ohnehin nach London zu einer Fortbildung musste. Das war sein dritter Besuch bei mir, und er blieb drei Tage. An Tag 1 sind wir mit Ellie und Auto zu einem Aussichtspunkt auf dem Hügel über Portsmouth gefahren, dann zur Hubertuskapelle und zuletzt zum Haus Stansted. Abends habe ich den Advent begonnen, weil....es ja sowieso dunkel ist abends und ich darauf Lust hatte. Am zweiten Tag sind wir bei schlechtem Wetter in die Kathedrale von Chichester gefahren, und abends habe ich Friedemann zum wöchentlichen Spieleabend mitgenommen. Am dritten Tag musste ich arbeiten, Friedemann hat sich das Mary Rose Museum angesehen und abends haben wir uns zum Spielen in meiner Lieblingskneipe getroffen haben.

Johannes an der Uni

Wieder zurück im zweisamen Alltag habe ich vor allem den zweiten Teil einer Fortbildung genossen. Dazu bin ich mit vielen Kollegen einen Tag zur Uni Southampton gefahren, wo wir alternative Statistik lernen. Ich habe da gleich zu Anfang den Faden zwischen all den Formeln verloren und wollte schon die Teilnahme am dritten Teil im Dezember absagen. Aber dann hat mir ein polnischer Professor auf polnisch gesagt, dass er die Formeln seines Kollegen auch nicht versteht, der Computer die Berechnungen aber auch so macht.






Am japanischen Teehaus








Schloss Nymphenburg. Der Name allein macht Ellie glücklich.


Nicht zuletzt kann ich mit Friedemann mal richtig ernsthaft spielen. Hier studiere ich Regel Nummer 5072 eines Spiels, bei dem man tatsächlich kleine Schiffsmodelle über den Boden schiebt, weil kein Tisch groß genug ist.

Hubertuskapelle.





Stillsicher mit Mantel und Reflektorrucksack.

Kathedrale Chichester


Die HMS Victory, Admiral Nelsons Flaggschiff (und Todesort) in der Schlacht von Trafalgar.



Normalbegabt in München

Johannes in München
München ist schön. Und die Münchener ganz unerwartet freundlich. Da wurde Friedemann in eine gute Stadt versetzt. Zusammen haben wir eine Woche lang die wichtigsten Sachen besichtigt, also fast alles im Zentrum, den englischen Garten und Schloss Nymphenburg. Morgens haben wir Weißwurst gefrühstückt und abends die Kneipen getestet, immer mit Spielen im Gepäck. Am besten gefällt mir vermutlich das Viertel zwischen Uni und den Museen. Dabei wurde es noch richtig kalt, Schnee fiel und blieb liegen, und ich weiß gar nicht, wann ich überhaupt welchen das letzte Mal gesehen hatte. Besonders interessant war für mich ein Besuch auf Friedemanns Arbeitsstätte, bei Google. Ganz ehrlich hatte ich Minderwertigkeitskomplexe, da ob ihres Rufes alle Mitarbeiter für Hochbegabte hielt. Und vermutlich zu recht! Sonst würde es sich vermutlich nicht auszahlen, das Gebäude wie einen Campus zugestalten, mit Musikräumen, Spieleräumen und gratis Kantine für eine Belegschaft aus aller Welt.

Friedemann in Portsmouth
Aus München ist Friedemann mit mir zurück nach Portsmouth gekommen (die direkte Verbindung von Southampton mit kleinen Propellermaschinen ist eine Offenbarung), weil er ein paar Tage später ohnehin nach London zu einer Fortbildung musste. Das war sein dritter Besuch bei mir, und er blieb drei Tage. An Tag 1 sind wir mit Ellie und Auto zu einem Aussichtspunkt auf dem Hügel über Portsmouth gefahren, dann zur Hubertuskapelle und zuletzt zum Haus Stansted. Abends habe ich den Advent begonnen, weil....es ja sowieso dunkel ist abends und ich darauf Lust hatte. Am zweiten Tag sind wir bei schlechtem Wetter in die Kathedrale von Chichester gefahren, und abends habe ich Friedemann zum wöchentlichen Spieleabend mitgenommen. Am dritten Tag musste ich arbeiten, Friedemann hat sich das Mary Rose Museum angesehen und abends haben wir uns zum Spielen in meiner Lieblingskneipe getroffen haben.

Johannes an der Uni
Wieder zurück im zweisamen Alltag habe ich vor allem den zweiten Teil einer Fortbildung genossen. Dazu bin ich mit vielen Kollegen einen Tag zur Uni Southampton gefahren, wo wir alternative Statistik lernen. Ich habe da gleich zu Anfang den Faden zwischen all den Formeln verloren und wollte schon die Teilnahme am dritten Teil im Dezember absagen. Aber dann hat mir ein polnischer Professor auf polnisch gesagt, dass er die Formeln seines Kollegen auch nicht versteht, der Computer die Berechnungen aber auch so macht.





Am japanischen Teehaus








Schloss Nymphenburg. Der Name allein macht Ellie glücklich.


Nicht zuletzt kann ich mit Friedemann mal richtig ernsthaft spielen. Hier studiere ich Regel Nummer 5072 eines Spiels, bei dem man tatsächlich kleine Schiffsmodelle über den Boden schiebt, weil kein Tisch groß genug ist.

Hubertuskapelle.





Stillsicher mit Mantel und Reflektorrucksack.

Kathedrale Chichester


Die HMS Victory, Admiral Nelsons Flaggschiff (und Todesort) in der Schlacht von Trafalgar.



Sonntag, 30. Oktober 2016

Schöne Sachen im Herbst

Diese Woche begann mit einem Soiree bei meiner Gesangslehrerin. Sie lud vier ihrer Schüler sowie unseren Chorpianisten als Begleitung ein. Ich habe Papagenos Vogelfänger gesungen. Wir haben alle Fehler gemacht! Ich zum Beispiel bin absolut unfähig, rechtzeitig zu Begleitung einzusetzen. Zumindest getrunken haben wir im Anschluss wie die richtigen Musiker. Wird hoffentlich wiederholt.
Den Rest der Woche musste ich mich mit Schienenersatzverkehr herumschlagen, weil alle Züge zur Arbeit ausgesetzt waren. Das hat mich zum Teil richtig Zeit gekostet. Dafür habe ich mal richtig was geschafft: einmal habe ich ein langlaufendes Programmierprojekt zum laufen gebracht (wenn auch noch nicht poliert), das die Produktion unserer jährlichen Veröffentlichung automatisiert. Außerdem habe ich Kollegen beigebracht, wie man schnell und einfach statistische Landkarten im Internet anfertigt, was ich vor zwei Wochen selbst ausbaldowert hatte.

Am Samstag hat uns Ellies Vater aus Kent besucht. Wir haben uns im Umweltzentrum außerhalb Portsmouths getroffen (der Ort mit der Jurte) und einen sehr schönen Herbstspaziergang durch das Gelände gemacht. Das Wetter war zwar grau, aber das Laub hat dieses Jahr besonders schöne Farben und es richtig Spaß gemacht, durch die Blätter zu schlurfen. Vater Howlett und ich hatten beide Ferngläser mitgebracht und einen Specht gesehen!
Am selben Abend sind Ellie und ich zu Freunden zu einer kurzfristig anberaumten Halloweenfeier gegangen. Ich habe gelernt, dass Kürbisschnitte richtig Spaß machen, ich wurde ganz kreativ!

Herbstfarben.

Halloween wird zunehmend zu normalem Fasching. Sowas gibts hier drüben nämlich nicht.

Unsere Kürbiskreationen. Meiner ist der 3. von links, Ellies der 4. Gelernt habe ich, dass Hörner und Außenkiefer zwar kreativ aber im Dunkeln nicht zu sehen sind. Dafür haben sich die anderen ihre Ideen aus dem Internet geklaut!

Nachtrag: Mit Kalina auf der Isle of Wight und im Hafencafe vor einer Woche.

Auf der Überfahrt.
An diesem Tag leuchtetes alles in einem besonderen Licht.




Im Hafencafe.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Junge Menschen stilsicher in schöner Umgebung

Kalina hat mich unerwartet einen Tag in Portsmouth besucht. Da wir einen ausgesprochen schönen Herbst haben, sind wir spontan auf die Isle of Wight übergesetzt. Wir haben die Autofähre genommen, die besonders lange auf dem Wasser ist und nur einen kurzen Fußweg von Abtei Quarr anlandet. Herbstfarben, rote Eichhörnchen (die Isle of Wight ist einer letzten Orte, wo sie nicht durch die Grauen ausgerottet wurden), nur wenig Laufen. Zurück auf dem Festland habe ich Kalina einen neu hergerichteten Platz in der Hafenaltstadt gezeigt, wo in die alte Seemauer Kunststudios und ein Cafe gebaut worden sind. In letzterem haben wir auf der Außenterrasse direkt an der Hafeneinfahrt gesessen, so dicht an Schiffsverkehr und Waterkant, dass ein Schild die Flutzeiten aufführt, weil man nämlich durchaus nass werden kann. Ich habe wirklich Glück, dass man hier seit meiner Ankunft verstanden hat, dass man am Wasser Gastronomie bauen sollte. Und ich habe mir gedacht, wie ich früher immer Leute beneidet habe, die sowas jeden Tag machen. Eigentlich hatte ich dieses Wochenende viel schaffen wollen, aber nach Kalinas Abfahrt bin ich direkt zurück an den Strand gegangen und habe mich wie die anderen Leute dort in die Sonne gelegt. Noch einmal Juli.

Horazio die Tudor-Schildkröte. Selbst bemalt beim Töpfer. Ich bin ziemlich stolz auf ihn.


Nachtrag: mit Mutti und Ellie auf der Isle of Wight, August 2016

Man würde nicht denken, dass dieses Foto eine Stunde...
...nach diesem und...

...eine Stunde vor diesem gemacht wurde.

Garten von Mottistone. Ellies Problem mit diesem Bild: ihr Kinn.



Schilder halten keinen Brandenburger vom Wandern ab. 

Ellie findet, zum Erwachsensein gehört das eigene Auto. Ich beweise, dass zumindest der Kehrschluss nicht stimmt.

Sommerfrühstück in Southsea.


16.10.2016 - Meine Freundin ist ein Model

Letztes Wochenende waren wir alle krank. Erst Ellie, dann ich. Hat mich ziemlich erwischt; ich bin zwei Tage nicht arbeiten gegangen. Ellie hatte sich ohnehin freigenommen, weil ihre Schwester da war, aber wir waren in keiner Stimmung, mit diesem langen Wochenende etwas besonderes anzufangen. Im Gegenteil, ich musste auf eine der seltenen interessanten Theatervorstellung verzichten, auf die ich mich schon lange gefreut hatte. Samstag haben wir es noch auf den jährlichen Herbstspaziergang zu den Esskastanien bei Haus Stansted geschafft, was einen sehr schönen Spaziergang in der Herbstsonne mit sich brachte, aber nach nur ein paar Stunden an der frischen Luft waren wir alle völlig fertig.

Sonntag ging es mir zum Glück endlich besser, denn Ellie ließ sich in bester deutscher Manier nicht von ihrer Gesundheit davon abhalten, eine besondere Erfahrung zu machen. Über die Bauchtanzmafia hatte sie einen Auftrag als Fotomodel für neue Tanzkostüme einer Händlerin in London erhalten. Ich bin mitgekommen, um wieder einmal die Museen zu besichtigen. Am Ende habe ich die Nationalgallerie besucht und später Kalina getroffen, die ja oft ihre Schwestern in London besucht. Zusammen sind wir dann eine Weile zu einer Veranstaltung zum hinduistischen Diwali-Lichtfest gegangen, was größtenteils sehr hübsche Tänzerinnen in sehr hübschen Kostümen beinhaltete.

Nach der Rückkehr nach Portsmouth habe ich noch einen Anlauf ins Theater unternommen. Ellie hatte uns Karten zu einer Liveübertragung von Shakespeares König Lear besorgt. Sie selbst war abends aber nicht mehr dazu in der Lage. Ich selbst habe zwei Stunden durchgehalten, aber als wir dann gerade erst zur Pause gekommen waren, habe ich beschämt aufgegeben und bin schlafen gegangen.