Samstag bat ich um die Erfüllung meines Geburtstags Wunsches, nämlich im Freiluftmuseum Butser ein Picknick zu machen und dann eine Stunde alleine mit Buch, Tee und Schokolade zu bekommen. Das Wetter war dieses Wochenende viel besser dazu geeignet und es genoss meine Ruhe unter einem Baum. Die Kinder hatten aber auch wieder eine tolle Zeit. Otto spielte wieder das römische Spiel Rota (wir machten abends unser eigenes Spielbrett) und beide Kinder fütterten die Ziegen.
Nach Musuemsschluss fuhren wir noch zum Spielplatz in Clanfield, und gerade als wir nach Hause wollten, legte im Feld nebenan ein Mähdrescher los. Die Kinder waren begeistert, und ich selbst habe das auch noch nie so nah zu sehen bekommen. Von Butser hatten wir ein paar Weizengarben mitgenommen, und am nächsten Morgen mahlten die Kinder daraus mit Mörser und Sieb etwas Mehl, was dann in ein Brot kam.
Sonntag fuhren wir zu einem Pub auf dem Land, der kürzlich in einen großen Spielbereich für Kinder investiert hat. Wir erfuhren dort, dass man da nur mit Reservierung eine Chance auf Essen hat. Aber das Spielfeld ist wirklich gut. Nicht nur eine Kletterburg, sondern ein wortwörtliches Feld mit Heuballen und verschiedenen Aktivitäten. Pubs auf dem Land müssen eben erfinderisch sein.
Wir fuhren dann weiter in einen anderen Pub mit Spielfläche, in Liss. Das war etwas weniger rausgeputzt, aber nichtdestotrotz haben wir dort gute drei Stunden verbracht. Die Kinder rannten auf dem Feld, Otto spielte mit mir Tennis, für den Herbst gibt es am Rain viele Haselnussbäume. Und beide Kinder krabbelten in eine alte Weide, die sowas wie ein natürlich Baumhaus bietet. Ich nehme zur Kenntnis, wieviel Zeit man inzwischen mit einem einfachen Feld füllen kann.
Otto
hat endlich seine Urkunde für 100 gelesene Bücher bekommen. Abends probieren wir eine neue Fibel zum Thema des menschlichen Körper aus. Die ist etwas schwieriger als Jojo 1, aber motiviert Otto mit Rätseln. Aus Deutschland erwarte ich Jojo 2, für die zweite Klasse.
Geht mir richtig auf die Nerven, wie er andauernd seinen kleinen Bruder runtermacht. Er war schon immer ehrgeizig und will alles gut können und besser als andere. Wir haben ihn auch immer mit Lob unterstützt. Aber jetzt kann man erstens Sebbi kaum für etwas loben, ohne das Otto sofort zeigen muss, dass er es besser kann. Und zweitens kritisiert er aktiv sofort alles, was Sebbi macht. Ich kann nicht anders als dagegen halten, damit mir Sebbi nicht anfängt, sich für unfähig zu halten. Ein besserer Kompromiss fällt mir nicht ein, und es stresst mich.
machte Samstag morgen im Schwimmunterricht ein paar beeindruckende Sachen. Sie arbeiten am Kraulen und offenbar sogar am Schmetterling.
Johannes
meine Brust ist nur noch eine Irritation. Diese Woche konnte ich fast wieder schwimmen, und im Alltag merke ich es kaum noch. Ich gehe wieder zum Tango und fahre Fahrrad, und gestern hatte ich sogar Lust Brotteig zu kneten. Damit, und dem erträglicheren Wetter, geht es mir auch insgesamt besser. Manchmal erledige ich abends etwas kleines, anstatt mich in seichte Unterhaltung zu fliehen.
Ich bin begeistert von meinem neuen Leinenhemd. Werde mir noch mehr davon besorgen, für heiße Zeiten. Sieht außerdem sehr schick aus.
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