Während Otto die Woche auf der Insel Hayling verbrachte, machten Ellie und ich am Mittwoch wieder einen Elterntag. Bei großer Hitze fuhren wir in das Dorf Selborne und besuchten das Haus des Naturforschers Gilbert White (18. Jh.). Wirklich viel konnte ich nicht aufnehmen, aber festzuhalten ist:
* richtig toller, großer Park und Garten mit Wiesen, botanischen Gärten und dahinter ein Hügel mit Buchenwald. Man könnte gut wandern, und das hat White wohl auch gern getan.
* das Haus ist gemütlich; am schönsten fand ich das Esszimmer mit Panoramablick in den Park
* Auszüge aus Briefen der Zeit geben einen praktischen Einblick, und erinnern in Stil und Inhalt an die Bücher Jane Austens
Selbige wohnte im nächsten Jahrhundert nicht weit weg im Dorf Chawton, wohin wir nach einem Mittagessen in einem Pubgarten fuhren. Vor vielen Jahren, vor den Kindern, waren wir schonmal dagewesen; damals verbrachten wir ein trübes Wochenende in der Jurte im Umweltzentrum. Wir gingen daher nicht nochmal in Austens Haus, sondern liefen zum Anwesen ihres Bruders und dessen großen Garten.
Sebbi
wurde vier Tage lang betuddelt
Otto
scheint die gesamte Woche mit Schwimmen, Süßigkeiten und Wahnsinn verbracht zu haben. Aus Berichten wissen wir, dass er jeden Tag am Schwimmbecken war und wenn wir ihn mal ans Telefon bekamen, hat er vor Aufregung nur rumschreien koennen. Also genau wie letztes Jahr. Ich war froh, dass die grosse Hitze in der zweiten Wochenhaelfte etwas nachliess.
Er kam Freitag braungebrannt zurück und schien größer als vorher. Der Junge sah schon immer aus wie ein Surfer, aber jetzt hat er endlich Interesse am Strand und will im Meer baden. Ich habe jahrelang darauf gewartet.
Johannes
ich habe das Computer-Buch ausgelesen, allerdings ohne die ganzen Übungen gemacht zu haben, die den Hauptwert des Buches darstellen. Stattdessen beginne ich ein weiteres technisches Buch, über "git", ein Werkzeug fuer Programmierer.
Die zunehmende Leistungsfähigkeit der Jungs, in Körper und Geist, lässt mich viel träumen, was wir alles machen könnten, was ich ihnen zeigen möchte. Jahrelang habe ich gewartet, mehr und mehr mit ihnen machen zu koennen. Aber ein Leben ist zu kurz für alles, und mein Einkommen zu gering für alles.
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