Wir sind angekommen! Im erlauchten Kreis der Hausbesitzer! Und es hat nichtmal weh getan.
Umziehen
Der eigentliche Umzug ging sehr schnell. Viel schneller als vor allem Ellie gedacht hatte. Freitag bekamen wir die Schlüssel und haben die paar Sachen aus meinem alten Zimmer rübergeschafft. Samstag kamen Ellies Sachen dran. Alles war schon gepackt und mit zwei Packern und einem großen Laster haben wir alles in einer Fuhre innerhalb von 90 Minuten geschafft. Bett und Sofa waren schnell zusammengebaut. Mittag konnten wir schon im Garten essen. Wir haben auch gleich Nachbarn kennengelernt und gemerkt, dass die gut miteinander klarkommen. Nur Sonntag, beim Auspacken der ganzen Kisten, hatten wir etwas Stress miteinander und brauchten etwas Meer und Sonne um uns ans große Ganze zu erinnern. Am Strand war ich schon am Morgen gewesen, gleich nach der ersten Nacht - es sind nur fünf Minuten Fußweg. Ich habe eine Waschmaschine bestellt und ganz allein angeschlossen! Buddha wehrte sich zwar kurz gegen seine Transportkiste und hat den ersten Tag unter einer Bettdecke verbracht, hat sich das Haus aber inzwischen Untertan gemacht und interessiert sich ganz besonders für die katzengesperrten Bereiche wie den Dachboden.
Einziehen
Ellie und ich machen uns natürlich trotzdem überall Sorgen. Ich beobachte Gas-, Wasser- und Strommesser und stelle fleißig monatliche Rechnungsstatistiken aus. Und bisher sieht alles ganz gut aus. Somit treiben wir die weiteren Einrichtungspläne voran. Inzwischen haben wir einen richtigen Esstisch und Stühle, alles aus schwerem Holz, schön anzusehen, kaum zu bewegen, wahrscheinlich Krallenschärfer für Buddha. Einmal hat uns mein nun ehemaliger Vermieter besucht und mit seinen Erfahrungen das Haus inspiziert. Und es stellt sich heraus wir haben gut gekauft! Viele gute Sachen, die ich gar nicht bemerkt hatte. Nur der Boiler braucht wohl mittelfristig Ersatz. Ich versuche da die Kontakte meines Vermieters zu nutzen.
Losziehen
Bisher sind also vor allem die Vorteile des Hausbesitzes evident geworden. Ich spare jeden Tag 30 Minuten, die ich früher vom Ellie zum Fahrrad und zurück gelaufen bin. Ellie geht es richtig prima, und ich glaube ich schlafe hier besser. Sogar einen Besuch bei IKEA haben wir gut überstanden. Nichtsdestotrotz mussten wir nach zwei Wochenenden ohne viel Auslauf mal raus. Ich sehe jeden Tag auf dem Arbeitsweg die Kastanien und Eichen sich färben und wollte auf unsere traditionelle Herbstwanderung bei Haus Stansted. Schließlich sollen Häuser dem Leben dienen und nicht umgekehrt! Zum Beispiele haben die Spieleabende wieder begonnen. Neben allem Umzug habe ich das Preußenbuch ausgelesen, um dann gleich nochmal von vorne anzufangen. Der Chor ist wieder da, dieses Semester mit einem Vertretungsdirigenten und Benjamin Brittens "Sankt Nikolaus" - beide gefallen mir. Ellie ist dieses Semester nicht dabei, sie leitet Übungen für eine Tanzeinlage zur Hochzeit einer Freundin Anfang Oktober. Und jeden Donnerstag geht sie ab jetzt zum Deutschkurs!
Fotos kommen auch noch - aber erstmal fahren wir heute abend mit der Fähre nach Saint Malo!
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