Montag, 1. August 2016

Großer Nachtrag 1: Mein Geburtstag

Einer der Höhepunkte des Julis war sicherlich mein Geburtstag (der 29. wie mir nach etwas Nachdenken wieder einfiel), nicht zuletzt, weil Papa mich besuchte. Zu der Gelegenheit habe ich mir zwei Tage freigenommen und wir haben (zusammen mit Ellie) das erste Mal die Möglichkeiten des Autos voll genutzt. Einen Tag ist Ellie gefahren, einen Tag durfte ich. Erst haben wir den Zoo in Marwell besichtigt; für mich der erste Tierpark seit...vielen Jahren (ich wollte schon längere Zeit mal wieder in den Rostocker Zoo...ganz nebenbei). Papa hatte gutes Wetter mitgebracht, wir sind gute drei Stunden rumgelaufen, Ellie mochte am liebsten die Kaiseräffchen, ich vermutlich den Webervogel.
Auf dem Weg hielten wir ungeplant an der Ruine eines Palastes der Bischöfe von Winchester. Daran war ich einige Wochen vorher während meiner Tour auf dem Pilgerpfad langgekommen, aber es war zu gewesen. Zum Abschluss fuhren wir abends nach Winchester, wo zu meiner Überraschung selbst Ellie noch nicht wirklich gewesen war. Wir haben vor der Kathedrale Fish und Chips gegessen und hatten im Anschluss das Glück, nicht nur gratis hineinzukommen, sondern dazu noch während einer Chorprobe. Sowas freut mich immer, wenn ich Gäste habe.
Am Tag darauf wollten wir eigentlich auf die Isle of Wight, aber da war gerade Festival und alle Fähren ausgebucht, also sind wir spontan in den New Forest. Dorthin war ich mit Papa und Ellie schon einmal, ohne Auto und ohne Wetterglück gefahren. Nun war das Wetter gut und ich hatte gerade zwei Wochen vorher auf meiner Schlammradtour ein paar zeigenswerte Orte gefunden. Zum einen ein Wildgehege mit Rehen, denn für Ellie sind Rehe in freier Natur etwas ganz Ungewöhnliches. Das zweite war ein Cafe mit dem schönsten Garten und der unflexibelsten Kuchenpflicht. Ellie war nicht amüsiert.
Mit dem Auto kann ich jetzt auch allen Gästen meine Lieblingsorte zeigen. Zuvorderst ist das die Hubertuskapelle, zu der wir an einem Abend nach der Arbeit gefahren sind. Durch Papa bin ich auch erst dazu gekommen, mir einige EM Spiele anzusehen.

Geschenke
Ein Schachspiel, ein anderes Brettspiel, 600 Seiten Geschichte der Seidenstraße, und 120 Seiten Der letzte Eskimovogel, ein ungewöhnliches Buch über eine im Aussterben begriffene Art von 1954. Recherche ergab, dass ab und zu immer noch hier und da Exemplare gesehen werden. Das Schachspiel kam von Ellie, die überraschenderweisse gesagt hatte, dass sie das als Kind gerne gespielt hat. Dabei mag sie generell keine langen, komplizierten oder regelreichen Spiele. Nun stellte sich heraus, dass sie damals mit ihrer Schwester Schach nach ihren eigenen Regeln gespielt hatte. Nach 10 Minuten waren alle Figuren geschlagen. Buddha wurde eine Paketschachtel als neue Bleibe überlassen.



Stolzer Hausbesitzer.

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