Dienstag, 24. Februar 2026

Winterferien

Letzten Samstag war Ellie morgen und nachmittags beim Tanzen. Mir faellt es momentan aber spuerbar leichter, beide Jungs allein zu haben. Mag an Ottos Ferienfreude liegen, er ist jedenfalls sehr pflegeleicht und insbesondere Sebbi gegenueber ruecksichtsvoll. Morgens gingen wir zu dritt zu Ottos Schwimmstunde Ich kann aufgrund meiner Schulter ohnehin nicht mitmachen, also ist es egal, dass ich auf Sebbi aufpassen musste. Ich beschloss dann, nachmittags mit beiden Kindern zum Familienschwimmen zu gehen. Das war der zweite Versuch, und inzwischen habe ich da keine Sorgen mehr. Nur schade, dass ich Otto fast keine Uebungshilfe zukommen lassen kann. Aber es ist es wert, Sebbi frueh ans Wasser zu gewoehnen. Nachmittags haben wir zusammen Pizza gemacht, jeder konnte seine eigene belegen. Und abends gingen wir alle zusammen ins Bett; beide Jungs schliefen im gleichen Bett ein und es hat uns allen Spass gemacht. An dem Tag kam ich mir als guter Vater vor.

Montag und Dienstag hatte Ellie dann beide Jungs. Mittwoch ging Sebbi in die Kita und ich kuemmerte mich um Otto. Aufgrund des Wetters gingen wir v.a. schwimmen, wo ich mich dieses Mal ganz auf ihn konzentrieren konnte. Zu Hause buken wir noch einen Kuchen mit den letzten Aepfeln aus Buriton.

Donnerstag fuhren Otto und Ellie nach London. Da besuchten sie das Naturhistorische Museum und den St James Park. Ich probierte zum ersten Mal den Nachmittags-Tango aus. Frueher hatte sich die Frage nie gestellt, aber heutzutage passt es mir super. Freitag abend kann ich mich naemlich kaum noch aufraffen wegzufahren. Wie bei meiner ersten Rueckkehr, als Otto zwei Jahre alt war, war es schoen, dass sich die Leute freuten mich zu sehen. Tanzen und mit Erwachsenen reden tut mir auch gut. Nur schade, dass ich eben nur die kurze Mittagspause dafuer habe.

Freitag hatte ich wieder frei und einen richtig schoenen Tag mit Otto. Diesmal schafften wir es endlich aufs Land, auf den Spielplatz in Clanfield. Das Wetter truebte sich zwar bereits ein, aber Otto wollte erstaunlich lang Fussball spielen und dann Fahrrad fahren, als bereits ein kalten Regen anfing. Ich denke weiterhin, der Junge ist fuer draussen gemacht. Zum Mittag probierten wir einen Pub in Buriton aus, wo Otto erstaunliche Flexibilitaet bewies, als der normale Pub zu war und der andere keine Kaesenudeln hatte. Wir waren schon auf dem Rueckweg zum Auto, als er von sich aus sagte, er wollte es doch ausprobieren. Und es hat uns beiden Spass gemacht; wir spielten Dobble, das ich fuer ihn seit einiger Zeit auf dem Kieker gehabt hatte und das Otto und Ellie zufaellig am Vortag in London gewonnen hatten. Dann holten wir Sebbi frueher aus der Kita und abends buken wir noch einen Kuchen, auf Ottos Idee hin mit Schokostreuseln. Otto ist in den Ferien ein glueckliches Kind; alles was er braucht ist die volle Aufmerksamkeit eines Erwachsenen und Geld ausgeben.

Samstag dann war Ellie auf Workshops in London und ich hatte die Kinder. Urspruenglich hatte ich mich nach den letzten Erfahrungen sogar darauf gefreut. Ich wollte mit ihnen zum Freiluftmuseum Butser Farm fahren. Aber dann war das Wetter schlecht und die Kinder schienen geschlaucht. Da habe ich kuerzer getreten, wusste aber nicht was wir machen sollten. Also viel Bildschirm. Nachmittags trafen wir uns mit einem Freund Ottos. Mit dessen Familie fuhr er spaeter auf einen Innenspielplatz. Wie sich spaeter rausstellte, voellig ohne Kindersitz und ein Kind sogar auf dem Beifahrerplatz. Das werden wir nicht nochmal erlauben.

Sonntag war ich dafuer den ganzen fertig und furchtbar gelangweilt. Ellies Schwester kam nach Portsmouth, mit ihr fuhren wir alle auf den Spinnaker Turm. Ich mag die Aussicht ja; Otto fands oede; Schade ums Geld. Amber uebernachtete dann bei uns, was ich immer schoen finde.

Sebbi

entwickelt sein Temperament und lernt dabei von Otto. Sagt dann z.b. "ok dann hole ich es mir eben selbst!", oder einfach "Aaaaa!" . Und er nennt uns eine Ananas, was sehr niedlich ist, nur Otto meckert dann. Ueberhaupt streiten sich Kinder staendig, insbesondere, wer Moritz (aus einer deutschen Kindersendung) ist.

Otto

ich probiere etwas anspruchsvollere Spiele aus. Das Verrueckte Labyrinth (meine eigene Kindheitsausgabe, von 1989) ist noch etwas schwierig. Aber Dobble ist ein Riesenerfolg. Mit Ellie spielt er wohl sehr gern Autotrumpfkarten.

liest echt gut in seiner deutschen Fibel. Sagt leider, dass er Mathe nicht mag.

Gibt sich weiter Muehe, lieb zu Sebbi zu sein und manchmal ist er eine echte Hilfe. 

Johannes

Am vorletzten Freitag war ich bei einem Physiotherapeuten. Der war ziemlich optimistisch. Meint, sowas ist nicht chronisch und waehrend Uebungen helfen wuerde es mit der Zeit von selbst wieder gut. Sogar mein Ischias waere vielleicht nicht chronisch geschaedigt, mein Ruecken nur durch meine Arbeitshaltung steif. Davon abgehen war es schoen mal in Ruhe Bus und dann Rad zu fahren. Der Termin war in Cosham und ich fuhr den Heimweg ganz mit dem Rad. Bisschen wie frueher. Schones Gefuehl in den Muskeln.

Die Schulterschmerzen haben seitdem stark abgenommen. Offenbar hilft es, den Nerv einfach in Ruhe zu lassen anstatt zu ueben.

ich fuehle mich insgesamt endlich wieder halbwegs gesund. Die endlosen Erkaeltungen sind vorbei. 

Nach sechs Jahren mit Kindern will ich eins festhalten: ich kann kein Multitasking, und auch sechs Jahre Uebung aendern daran nichts. Einer der vielen Gruende, warum Ellie Kinder besser betreuen kann als ich. Mich schlaucht es bis heute extrem, zwei Leuten gleichzeitig zuzuhoeren, die meistens auch noch mehrere Sachen auf einmal besprechen, fragen oder fordern, und zwar sofort. 

Ich war beim Tango! Das erste Mal seit 2,5 Jahren. Aber diesmal nicht wie damals Freitagabend, das kann und will ich einfach nicht mehr. Stattdessen will ich jeden Donnerstag 14 Uhr in meiner Mittagspause zur Nachmittagveranstaltung gehen. Es war schoen, dass sich die Leute, wie bereits vor 4 Jahren, wirklich freuten mich zu sehen.

Ich habe Das Geheime Haus von Edgar Wallace ausgelesen und lese jetzt zum ersten Mal Agatha Christie. Aber auch das Lehrbuch, wie Computer funktionieren.

Ich habe jetzt zweimal ausprobiert, die Kinder gemeinsam ins Bett zu bringen. Das funktioniert auch, macht Spass und vereinfacht mir das Leben, wenn Ellie mal nicht da ist. Allerdings dauert es insgesamt laenger, weil ich Otto dann immer noch in sein eigenes Bett bringe und wir dann doch noch lesen. Unabhaengig davon streiten sich beide Kinder seit Monaten darum, wer mit mir ins Bett gehen darf. Waehrend das albern ist, macht Ellie diese demonstrative Ablehnung doch zu schaffen.




 

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