Dieses Wochenende haben wir Ellies Mutter und Schwester besucht. Freitag nach der Arbeit kam alle hastig ins Auto und dann fuhren wir etwas drei Stunden. Den Kindern war langweilig, aber so haben sich gut geschlagen.
Wir hatten eine Ferienwohnung knapp fuenf Autominuten von Ellies Mutters Haus in Cranbrook gebucht. Die stand auf einem grossen Grundstueck reicher Leute; umgebaute Scheunen, endlos Platz fuer die Landesverhaeltnisse; eine grosse Wiese mit Spielplatz und Hausgarten und am Ende ein kleiner Teich, vor dem Ellie die Kinder das ganze Wochenende beschuetzte. Auf der Wiese zwei Schafe und zur Freude der Jungs auch Dusty der kleine Hund. Otto hat kuerzlich seine Angst vor Hunden wieder abgeschafft und warf jetzt froehlich Baelle und Stoecker. Sebbis besondere Freude war das Gehege mit drei Huehnern. Da gingen wir gerne rein, liessen Koerner aus unseren Haenden picken und Eier durften wir auch sammeln. Ellie machte uns daraus ein erwaehnenswert gutes Omelett!
Hinter dem Grundstueck schliesslich gingen die Felder und Baumreihen los, die ich mir gerne bei Sonnenuntergang besah, wenn die Kinder schliefen.
Das taten sie in ihrem eigenen Schlafzimmer, aufregenderweise in einem Doppelstockbett. Ellie brachte Sebbi ins Bett, waehrend ich und Otto unsere Ruhige Zeit im Schlafzimmer nebenan machten. Dann brachte ich ihn ins Bett, und er musste dann ja auch still sein. Das machte er auch sehr gut, und irgendwann schlich sich Ellie aus dem Zimmer.
Dementsprechend schliefen Ellie und ich wieder im gleichen Bett und ich kann nur sagen, das war eine der schoensten Dinge seit fuenf Jahren.
Insgesamt zeigte sich aber auch, dass es wohl noch zu frueh ist, Sebbi allein schlafen zu lassen. Ich bin beide Naechte immer noch etwa viermal rueber gelaufen wenn der Monitor anging, und so ein unterbrochener Schlaf ist einfach nicht gut genug.
Jeden Morgen nahm ich die Jungs raus auf die Wiese, waehrend Ellie das Fruehstueck machte. Ich wuensche mir jedes Mal nur, dass sie das jeden Morgen an Wochenende machen koennten. Draussen rumlaufen und Tiere sehen ist einfach gut fuer sie.
Samstag Morgens kam nach langer Ueberredung Ellies Mutter fuer einen Tee vorbei und brachte den Kindern Geschenke. Dann fuhren wir zu viert eine knappe Stunde zu Ellies Schwester Amber. Die wohnt seit zwei Jahren im Dorf Hersden, jenseits von Canterbury. Ellie hatte ihr, endlich eigenes, Haus noch nicht gesehen. Und auch nicht den neuen Freund. Das war alles positiv und mir gefiel vor allem der Blick von Ambers Huegel auf ein geschuetztes Seengebiet, auf dem ich diverse Boote sah. Wuerde ich gerne mal laufen und Boot fahren. Otto musste einige Male zur Ordnung gerufen und irgendwann sahen wir ein, das er zurueck in eine gewohntere Umgebung muss. Wie auch zu Hause war er in unserer Ruhigen Zeit aber lammzahm und beeindruckte mich mit Fantasie, Geduld, Feinmotorik, als er mit Dominosteine eine Eisenbahn baute.
Sonntag packten wir unsere Sachen wieder ins Auto und fuhren zu Ellies Mutter im nahen Cranbrook. Dazu kamen auch Amber und Freund sowie die Tochter des Manns von Ellies Mutter, und auch deren Freund. Man sass im Garten und ass zuviel. War etwas schwierig, die Kinder da zu unterhalten ohne das Geschirr oder Pflanzen kaputt gingen. Deren Hoehepunkt war sicherlich, als sie auf einem Motorrad sitzen durften.




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