Sonntag, 4. Mai 2025

Das lange Mai Wochenende

Anfang Mai hatten wir ein langes Wochenende. Ich hatte gebeten, dass wir damit etwas machen, d.h. rausfahren. Sonst verliert man die Tage zu schnell zwischen einkaufen, kochen und Sebbis Mittagschlaf.

Samstag fuhren wir zum Haus Stansted, und dort mit der Modellbahn im Park. Ich glaube Sebbi war schon im letzten Jahr damit gefahren, wird das aber nicht wirklich mitgekriegt haben. Diesmal brauchte er erst eine Weile um zu verstehen was los war. Aber dann freute er sich. Ellie und Otto kauften ein paar schoene Toepfe und Pflanzen fuer den Garten. Ich lief mit Sebbi durch das Arboretum und beobachteten noch ein paar Mal den Zug bei der Vorbeifahrt. Dann assen wir Mittag. Alle bekamen, was sie wollten.

Nachmittags bin ich mit Otto zum Friseur gegangen. Der hat erstaunlich viel Angst davor.

Sonntag fuhren wir zum "Dell". Das ist eigentlich ein Zeltplatz noerdlich vom Umweltzentrum, aber sie haben dazu noch eine Bar und Spielmoeglichkeiten fuer Kinder unter grosse Buchen am Feldrand gebaut. Leider ist man da immer dem Wetter ausgesetzt. Entweder der prallen Sonne, oder diesmal dem Wind. Es war viel kühler als gedacht. Die Kinder spielten im Sandkasten; Sebbi zeigte ich noch Schafe und Fasane, aber am besten fand er es, als ich ihm auf dem Autodach laufen liess.

Montag wurde an verschiedenen Orten der traditionelle Maifeiertag begangen. Wir fuhren in das Freiluftmuseum in Gosport, das mit dem Nachbau eines Dorfes von 1642. Da wurde wieder um den Maibaum getanzt und die Morristaenzer tanzten. Otto war diesmal weniger scharf, selbst zu tanzen; ich war es sehr, konnte aber nur ganz kurz am Ende mal ran. Das Gruen dieses Ortes begeistert mich bis heute. Beide Kindern kletterten viel auf Baeume. Ich bin immer froh, wenn sie sowas mal machen koennen.

Johannes

Im Garten haben wir die Kartoffel in den neuen Pflanzsack umgetopft und hoffen nun, dass sie mehr Platz hat. In den zweiten Sack machen wir Moehren. Die neuen Erbsen kommen langsam aus der Erde, und dieses Mal werden wir sie vor Katzenfrass schuetzen. Wir wollen noch Basilikum pflanzen, und wie es scheint erholt sich der Schnittlauch der letzten Jahre doch noch, nachdem der Kraeuterkasten von der Schuppenwand gefallen war.

ich habe einige Backrezepte ausprobiert. Omas Gugelhupf wurde im zweiten Anlauf richtig gut. Auf den vor einiger Zeit unter grosser Muehe gekauften Tortenboden habe ich englische Vanillesosse gegossen, aber die ist nicht wirklich fest genug. Vanillepudding gibt es ja nicht - vielleicht der Grund, warum ich hier kaum normale Torten sehe und schon der Boden so schwierig zu finden war.

Wir haben die zweite Generation Erbsen in den Garten ausgepflanzt, diesmal mit Frassschutz. Die Bohnen sind auch draussen; sie wachsen viel schneller und hoeher als die Erbsen. Die Radieschen sind durch die Erde gekommen; bei der Kartoffel ist noch nicht klar, ob sie das Umtopfen ueberlebt. Moehren und Petersilie sagen noch nichts. Auf jeden Fall freuen mich die gruenen Sprossen aus der Erde immer.

Ich habe das James Bond Buch Moonraker schon ausgelesen. Kuerzer als die anderen Buecher. Hat mir aber am meisten Spass gemacht.

Ich habe eine neue Kollegin, die nicht nur aus Deutschland kommt, sondern sogar in Rostock geboren wurde.

Ich habe das Gefuehl, dass unser Leben etwas einfacher wird, weil Sebbi aus dem Groebsten raus kommt. Sein Schlaf abends ist an sich unproblematisch. Auch wenn ich meistens keine Kraft habe noch etwas zu tun, ausser der endlosen Hausarbeit, habe ich wenigstens einen Abend. Sebbi kann sich ausserdem genuegend ausdruecken um zu sagen, was er will bzw. was ihm weh tut.

Nicht zuletzt hat Ellie mir angeboten, dass ich abends direkt in mein eigenes Bett zu gehen, anstatt erst bei Sebbi zu liegen, bis sie mich abloest. Damit kann ich frueher schlafen, und Ellie hat mehr Zeit. Das koennte mittelfristig einen grossen Unterschied machen. Nichtdestotrotz besuche ich Sebbi immer nochmal kurz, weil er im Schlaf einfach suess aussieht. Schliesslich schlafe ich gerne bei den Kindern. Und irgendwann wird das ja auch vorbei sein.


 

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