Samstag sind wir mit Otto wieder ins lokale Aquarium gegangen. Neben Fischen gibt es dort auch ein Otter-Gehege, mit einem Wassergraben vor der Besucherabsperrung. Da hat sich folgendes zugetragen: während ich Otto hielt um über die Absperrung zu gucken, zog er sich plötzlich einen Schuh aus und schmiss ihn über die Brüstung ins Wasser. Die (momentan einzige) Otterin sah das, sprang ins Wasser und schnappte sich den Schuh. Die herbeigeholten Tierpfleger brachten ihn zurück, desinfiziert und mit saugfähigem Papier gefüllt. Die fanden das ganz toll, sagten, jetzt brauchen sie sich keine Unterhaltung mehr für das Tier einfallen lassen. Otto fand es auch super. Und alles wurde von den anderen Familien beobachtet, deren Kinder sowas nicht machten.
Am gleichen Tag zeichnete sich Ottos nächste Erkältung ab. Die Abende sind daher potenziell sehr kurz, weil jeweils einer von uns ihn regelmäßig retten muss wenn er wegen seiner Nase aufwacht. Bisher kein Anzeichen von Pseudokrupp.
Mein eigenes Wohlbefinden ist etwas angegriffen. Die Abende scheinen seit Wochen immer kürzer zu werden, an Werktagen komme ich fast nicht an die frische Luft, das Leben besteht gefühlt nur aus Pflichten und Aufgaben. Ich habe nicht mal für bunte Computer Nerven. Lesen tue ich nur das zweite Buch Harry Potter, jeden zweiten Abend, ein paar Zeilen.
Aber ich höre mit großem Interesse alte Radiosendungen aus dem Archiv. Derzeit amerikanische Berichterstattung der Landungen in der Normandie. Auf Youtube hat jemand neun Stunden Material zusammen geaycjnitten. Das höre ich mir und mache die Augen zu.
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