In der Tat kam Ellie zu meinem ersten Vortrag an der Uni Portsmouth, die insgesamt ein großer Erfolg waren und wahrscheinlich zu einer Wiederholung in der Zukunft führen werden. Auch am Ende der Woche saß Ellie in meinem Publikum, diesmal beim Chorkonzert, da sie in diesem Semester nicht selbst mitsingen konnte. Mit Brittens Leben des Heiligen Nikolaus gefällt mir zum ersten Mal ein britischer Komponist. Das Stück wurde 1945 zum Jubiläum einer teuren Privatschule gar nicht weit von hier bei Brighton geschrieben. Britten wollte Musik für alle machen und dieses Stück beinhaltete zwei bekannte Kirchenlieder, die traditionell vom Publikum mitgesungen werden. Hat tatsächlich funktioniert. In der Tat habe ich auch etwas über das Leben von Nikolaus und seine heutige Rolle in der orthodoxen Kirche gelernt. Ein paar Tage später hat er auch Ellie wieder was im Stiefel hinterlassen.
Zwei Tage später sangen Ellie und ich wieder zusammen auf der Bühne, beim akademischen Adventsgottesdienst. Und dann wurde ich gebeten, bei einem kleinen Tangoauftritt zu vertreten, also stand ich auch da vor Publikum.
Apropos Publikum und Auftritte - mein Vortrag in Southampton vor einem Monat ist jetzt als Video verfügbar!
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Ist denn schon Weihnachten?!
Abgesehen von der Adventsmusik fällt es dieses Jahr aber schwer, es weihnachtlich zu gestalten. Ich habe einfach zuviel zu tun, und dann haben Ellie und ich doch verschiedene Vorstellungen, wie das zu gestalten ist. Insbesondere wann der Weihnachtsbaum aufzustellen ist war eine heikle Frage. Hier drüben passiert das Anfang Dezember, oft schon Mitte November - fürs erste haben wir uns auf Mitte Advent verständigt. Für mich ist damit die Überraschung des Heiligabend kaputt, für Ellie ist es schlimm genug solange warten zu müssen, weil, wie ich gelernt habe, es außer dem Baum eigentlich kaum Dekoration gibt. Überhaupt Dekoration - schwer, etwas geschmackvolles zu bekommen, gerade wenn man ohnehin keine Zeit hat. Sogar auf dem Weihnachtsmarkt nach Chichester haben wir nichts gefunden. Dafür erkannte mich eine kassierende Studentin und sagte mir die Vorlesung war gut aber Statistik mag sie trotzdem nicht. Nun versuchen wir es nochmal auf dem Weihnachtsmarkt in Winchester, der uns letztes Jahr gefallen hat.
Große Pause
Nun wird vielleicht alles besser, denn ich gehe bis 18. Januar praktisch nicht arbeiten. Montag geht der Geschworenendienst los, dann ist Weihnachten und am 4. Januar fliege ich nach Deutschland. Beim Gericht arbeite ich 9:30 bis 16:30 und habe keine Anfahrt, also kann ich ausschlafen und habe hoffentlich viel mehr Muße. Als letztes ging auf der Arbeit mein Spezialprojekt zu Ende, zu dem ich die letzten zwei Monate abgestellt worden war. Das war ja alles ganz aufregend gewesen, weil wir mit einer Firma in London moderne Datenverarbeitung ("Datenwissenschaft") anwenden sollten. Konkret haben wir parlamentarische Anfragen nach Thematik analysiert, z.B. wann ist welches Thema wichtig, oder für welchen Abgeordneten, oder in welcher Region. Gute Idee, wie immer mittelmäßig ausgeführt. Von den Profis aus London habe ich wenigstens eine Menge gelernt.
Und das kann ich jetzt hoffentlich sogar vertiefen, denn ich habe frei und kann lernen! Dazu habe ich mir optimischerweise einige Lehrtexte mit nach Hause genommen und programmieren will ich auch.
Kultur
Privat lese ich gerade zwei kurze Bücher, aus einer sehr geschätzten Reihe von Kurzeinführungen, eins über das Alte Testament, das andere über Evolution. Mit meiner Gesangslehrerin habe ich die Arie "Großer Herr" des Weihnachtsoratoriums wieder rausgeholt und "Erleuchte auch meine finstren Sinne" angefangen.
Direkt auf mein Handy!
Zuletzt: ich habe einen neuen Telefonanbieter. Ich bin ab jetzt nur auf meiner englischen Nummer erreichbar, nicht mehr der Berliner. Ich kann weiterhin gratis nach Deutschland anrufen - aber ihr nicht mehr billig mich. Dafür habe ich Ellies altes Smartphone reaktiviert und bin jetzt auf Whatsapp.
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| Nach dem letzten Tangoauftritt. |
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| Nach meinem Vortrag in Southampton |


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