Fest der Gesellschaftswissenschaften
Als nächstes habe ich einen öffentlichen Vortrag gehalten. Seit einigen Jahren bin ich ja großer Anhänger zugänglicher Wissenschaft, am besten abends in Kneipen. Seitdem ich sowas das erste Mal selbst besucht habe, dränge ich, dass mein Arbeitgeber das auch macht - Vorträge und Redner haben wir zur Genüge fertig rumliegen, unser Profil wollen wir schärfen, gerade regional der Rekrutierung wegen. Aber kreativ oder aktiv sind wir überhaupt nicht. Jetzt also endlich haben wir uns einer jährlichen Aktion für Gesellschaftswissenschaften in Southampton angeschlossen. Dazu habe ich einen Vortrag über Bevölkerungsalterun geschrieben und gehalten. Wir hatten ca. 40 Leute im Publikum und ich habe fleißig Kontakte geknüpft und für Daten und gegen dubiose Debatten geworben. Weil das meines Wissens die erste Aktion dieses Format war, werde ich den Vortrag für Kollegen wiederholen und für Fortsetzungen werben. Dazu habe ich auch schon die Organisatorin des Abends eingeladen.
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| Mit meinen Mitvortragenden beim Fest der Gesellschaftswissenschaften |
Vom 13.-17. November waren ich und einige Kollegen von der Arbeit abgestellt um an der Uni Southampton eine Woche lang Demografie zu lernen. Dafür bin ich täglich gependelt. Nur Montag Abend konnte ich bei Kalina übernachten und Dienstag abend mal richtig schön in Ruhe frühstücken. Sonst hatte ich abends immer was zu Hause vor.
Der Kurs war besonders für mein Team sehr relevant, erklärte einige unsere Hauptprodukte und bezog sich auch sehr häufig auf unsere Daten. Nicht zuletzt, weil wir sehr eng mit der Uni Southampton kooperieren und von der vor Expertise beziehen. Leider habe ich momentan soviel zu tun, dass ich nicht im Voraus lesen konnte. Und Vorlesungen allein funktionieren für mich nicht, weil ich nicht zuhören kann. Dementsprechend habe ich mich wieder ziemlich deppert angestellt, sobald nach der Vorlesung eine Übung kam. Wie in meinem eigenen Studium damals also. Dafür habe ich Kontakte geknüpft wie ein Profi und einen Analysten aus der Verwaltung von Buckinghamshire eingeladen, mal bei uns im Büro zu erzählen was sie von unseren Daten halten. In der Vergangenheit hatte ich das bereits mit zwei anderen Ämtern organisiert und beide haben jeweils unsere größten Konferenzräume zum Überlaufen gebracht. Außerdem hat ein sehr netter polnischer Professor Vorlesungen gehalten, der meinem Amt oft als Sachverständiger berät. In Rostock bei Max Planck war er auch schon ein paar Mal und findet die Stadt sehr schön.
Allgemein habe ich eine Woche zurück auf den Campus ziemlich genossen. Nur bin ich mir ziemlich sicher, dass ich damals nicht so jung gewesen sein kann wie die Studenten aussahen.
Über Ellies Deutschkurs habe ich gelernt, dass das deutsche Partizip II kein Präfix ge- nutzt, wenn das Verb ein Lehnwort aus Latein oder Griechisch ist. Wer hat das gewusst?
Zur Erinnerung: ab 30. November funktioniert meine billige Nummer nicht mehr. Das gilt in beide Richtung: von mir nach Deutschland und umgekehrt. Ich arbeite an einer Alternative, finde aber nur selten Zeit zum Suchen.

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