Zeit dafür hatten wir am Pfingstwochenende, was für mich gleich 4 Tage lang war, da wir im öffentlichen Dienst noch den Geburtstag der Königin feiern. Am Samstag ging es noch nicht los, denn da hatte Ellie abends endlich mal wieder einen Bauchtanzauftritt, den ich ganz toll fand. Und während sie nachmittags auf Probe war, ging ich im schrecklich kalten Meer anbaden. Vor einem Jahr war zu diesem Zeitpunkt bereits alles viel wärmer. Aber der Rosengarten beginnt zu blühen, in all seiner Schönheit, und der Sommer ist für mich nun endlich da, denn bei 20 Grad schwitze zumindest ich in allem, was dicker ist als ein Tshirt. Die Jacke bleibt endlich zu Hause.
Sonntag fuhren wir dann hin und waren sofort bei der Ankunft begeistert. Endlich einmal ein wirklich großes Gelände, mit wirklichem Wald und wirklich viel Platz, endlich einmal kein Autolärm, nicht einmal entfernter. Der Zeltplatz lag auf einer Lichtung im Wald, die einmal ein Kalksteinbruch gewesen sein mag. Im Hauptbereich tummelten sich Familien, deren Kinder den besten Tag des Jahren haben mussten. Unsere kleine Jurte war durch Büsche davon abgegrenz am Rand. Nebenan stehen die großen Wohnjurten des Personals - eine Mitarbeiterin kenne ich ein wenig vom Salsa und weiß, dass sie dort wirklich ganzjährig wohnen. Kinder- und Hundelärm drangen auch zu uns, aber uns störte das nicht, allein schon durch den Umstand, dass es erkennbar von Bäumen zurückschallte. Und dazu wortwörtlich pausenloses Vogelzwitschern. Ich war restlos begeistert und etwas wehmütig, warum ich so einen Ort nicht häufiger habe.
Ellie war vor allem wegen der Jurte da, mir ging es auch darum den Wald zu nutzen. So sind wir mehrmals den erstbesten Weg hineingelaufen, was ein Vergnügen war. Man kommt auch an Feldern vorbei, einer Naturkläranlage, diversen Hinterlassenschaften von Lehrgängen für Kinder und nicht zuletzt einem Friedhof, genauer gesagt einer Waldbegräbnisstätte, in der sich auch mein Vermieter bereits eine Parzelle gekauft hat.
Abends haben wir vor unserer Jurte gegrillt und später las mir Ellie aus Burnetts Buch "Der Geheime Garten" vor. Vor kurzem haben wir nämlich "Momo" beendet, was ich ihr seit Jahresbeginn vorgelesen hatte. Als es dann zu dunkel zum Lesen war, bin ich noch einmal vor die Tür getreten um die Sterne zu betrachten. Eine Familie hatte sogar ein Teleskop dabei, aber trotz klaren Himmels sah man nicht soviel, wie 2012 auf der Isle of Wight (auf die wir übrigens nächstes Wochenende fahren).
Vermutlich ziemlich früh morgens wurden wir neben Vogelzwitschern tatsächlich vom Hahnenruf geweckt. Die Tage bewölken sich momentan meist, aber in der Morgensonne leuchteten die verschiedenen Baumwipfel über dem Lager, grün, gelb und vor allem rot. Vor und nach dem Frühstück sind wir noch durch den Wald gelaufen. Länger konnten wir nicht bleiben, da zu Hause eine Katze wartete. Aber wir waren restlos begeistert, nicht zuletzt noch einmal, als die meisten anderen Camper weg waren und wir den Zeltplatz für uns und in Ruhe hatten. Ich werde vorschlagen, das nächste Treffen mit Mathieu und Freunden dort in der großen Jurte zu verbringen.
Vermischtes
Weiter unten findet Ihr ein Bild von einem Ratespielabend, in der Tradition des britischen Pub-Quiz, für Unimitarbeiter, zu dem ich auch eingeladen war. Thema war "Klassenarbeit", dementsprechend hat Ellie uns in Schuluniformen eingekleidet.
Im Anschluss einige Nachträge aus Exmoor.
| Unsere Jurte. Im Hintergrund die roten Baumwipfel, die am nächsten Morgen so leuchten sollten. |
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| In der Jurte nach der Ankunft. Das Sofa wurde nachts zum Bett. |
| In Ellie kam, wie immer, das Kind raus. |
| Als der Fuchs die Gans gestohlen hatte und sie vor seiner Jurte grillte. |
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| Abends stellten wir Kerzen in der Jurte auf. Die hellste war Muttis Weihnachtskerze. Zum Lesen reichte es trotzdem nicht. Aber von Euren Geschenken kommt nie etwas weg. |
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| Morgens im Cafe. Tee muss dann doch sein. Ein Rotkehlchen schloss später mit Ellie Freundschaft. |
| Beim Uni-Quiz. Schuluniformen nach Idee von Ellie. Ihre ältere Kollegin spielt Klassenlehrerin. |
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| Unser Haus in Exmoor mit Terasse und gutem Blick auf den Fels, auf dem es steht. |
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| Ein Panoramabild vor unserem Haus, mit Lynton, Meer, Klippen und Terasse. |
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| Ziemlich korrekte Darstellung der Wanderungen in Exmoor. Grau, windig, steil. |
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| Mathieu und Carla am Küstenpfad. Der Felsen im Hintergrund ist der Wilde Jack, im vorigen Artikel gezeigt. |
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| Die Hohe Heide des eigentlichen Nationalparks Exmoor. |









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