Rückreise
Morgens stand ich noch an der violetten Oder, als die kalte Sonne über den Wäldern aufging und ein langes Spiegelbild über das Hochwasser warf. Im Zug beschien sie auch die weißen Felder und leeren Weinreben vor Frankfurt. Im Glasgang vom Bahnhof Schönefeld spielt der gleiche Akkordeonist wie bei der Ankunft. In der Schlange zum Flugzeug bin ich scheinbar der einzige Nichtpole, sogar das Personal spricht Polnisch. Kein Wunder, dass auf dem East Midlands Airport die Sicherheitsdurchsagen auf Englisch und Polnisch erfolgen. Außer uns ist er übrigens ziemlich leer, im Gegensatz zum Hinflug kommt unser Gepäck sofort aufs Fließband. Sonst ist es leer, grau, und es regnet. Regen, genau, kein Schnee. In England ist der Winter fürs erste vorbei. Schnee wie auch Eis ist weg, sogar das vor unserem Haus; der Garten ist wieder grün. Es scheint sogar die Sonne, die Altstadt muss schön sein. Aber bisher bin ich da kaum hingekommen weil ich gerade mehr Lust habe mich in der Bibliothek zu vergraben.
An der Uni
Die Uni habe ich gar nicht so verlassen vorgefunden wie ich es mir gewünscht hatte. Überall schon wieder Studenten, die in Hausarbeitspanik die Bibliothek besetzen. Meine Hausarbeit ist Freitag endlich fertig geworden, wenn auch eine Woche später als geplant. Da die Vorlesungen erst am 17.01. anfangen, habe ich eine gute Woche, endlich mal nur zu lesen, was mich interessiert. Das ist einmal ein Buch über Matricenrechnung und Wirtschaftsstatistik. Mit letzterem will ich schonmal für das kommende Semester vorarbeiten.
Stundenplan - Frühlingssemester
Meine Kurse werden sein:
Internationale Makroökonomie (mit der türkischen Professorin deren Kurs ich im Wintersemester besucht hatte)
Entwicklungsökonomie
Quantitative Analyse (Wirtschaftsstatistik wie im Wintersemester)
Recherchemethoden (wie im Wintersemester)
„Die Philosophie, Politik Ökonomie sozialer Wahl“ (klingt sehr nach Laberfach oder?)
Alte Kameraden
In der Frankfurter Universitätsbibliothek habe ich übrigens zufällig eine Bekannte von Motyka getroffen. Die hatte 2006 das Projekt an der Ostseeküste organisiert und ich hatte sie seitdem auch nicht mehr gesehen.
Abschiedstanz
Hier in York gibt es dafür die ersten Abschiede: Samstag war große Feier für Rana, die erste Person überhaupt, die ich hier kennen gelernt hatte, noch im Zug aus London. Die hat ihren Doktor fertig und geht zurück in den Libanon. Sie hat mich auch mit der Salsagemeinschaft hier in Verbindung gesetzt und so habe ich dann auch bis in die ersten Sonntagsstunden einen der besten Tanzabende überhaupt genossen.
L´hospitalité
Montag kommt Grégoire für eine Nacht zu mir. Das ist der französische Physik/Musikstudent. Sein Austauschsemester ist eigentlich zu Ende, aber sie zerren ihn nochmal wegen einer Prüfung nach England. Das Wohnheimzimmer dagegen haben sie ihm die drei Extrawochen aber nicht gelassen, dabei braucht das während der Feiertage ohnehin keiner. Darum übernachtet er hier. Leider haben wir kein Klavier im Haus.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen