Hier ein Rueckblick auf Ottos erste Sommerferien, die vorgestern endeten. Sie waren knapp ueber sechs Wochen lang. Ellie und ich haben uns jeweils drei Wochen frei genommen. Ellie urspruenglich nur zwei, bis ein Magenvirus durch die Familie ging und Sebbi Betreuung brauchte. Fuer mich bestaetigt sich wieder, dass man rennen und planen kann wie will, am Ende geht doch alles schief. Man verfeuert Urlaubstage und trotzdem kommen sowohl Kind, als auch Arbeit, als auch der Haushalt zu kurz. Von einem selbst und seiner Beziehung mal zu schweigen.
Die letzte Ferienwoche fuhr Otto zu Ellies Vater und Frau, und etwa in der Ferienmitte kamen seine deutschen Grosseltern und Tante. Also meine Familie - dieser Begriff wird zunehmend zweideutiger.
Ich erinnere mich kaum noch, was Ellie mit Otto gemacht hat. Einmal haben sie Keramik bemalt.
Ich hatte mich richtig auf meine Zeit mit Otto gefreut, denn ich hatte viele, lange gehegte Plaene, die ich endlich umsetzen wollte. Zuvorderst war darunter eine Kajakfahrt auf dem Chichester Kanal. Ueber fuenf Jahre hatte das Boot im Schuppen gelegen. Zum Glueck funktioniert es noch, nur das Ruder ist etwas verdreht und gibt einen Linksdrall. Aber Otto fand es super, und ich freute mich ihm den Spass am Bootfahren zu zeigen; wie nah man an Tiere kommt und sich das ganze Leben auf dem Wasser besser angucken kann. Zum Ende hin wurde ihm langweilig und ich etwas muede, aber es war ein grosser Erfolg, dessen Aufzeichnung sich lohnt. Auf dem Rueckweg holten wir Ellie und Sebbi vom Krankenhaus ab; ich weiss gar nicht mehr warum sie da waren.
Am Tag drauf war ich mit Otto viel im Bus und unter anderem in der historischen Werft. Bis heute ist er da gerne in der grossen Bootsbauerhalle, die mir auch am besten gefaellt. Der Geruch und die Geraeusche der Restaurationsarbeiten an alten Booten.
Dann fuhr ich mit beiden Jungs (ich weiss nicht mehr, weshalb Sebbi nicht in der Kita war) und unserem Freund Andrew auf den Spielplatz in Buriton gefahren. Da hatten wir einen besonders schoenen Tag. Bei bestem Wetter spielten viele Leute Tennis, und wir fanden am Rand der Wiese neben dem eigentlichen Spielplatz Baeume mit Äpfeln und sogar reife Pflaumen. Die habe ich mit Otto vom Ast und aus dem hohen Gras gesammelt, in das die Fruechte weich fallen. Ich freue mich immer wie Bolle, wenn ich den Kindern etwas schoenes an der Natur zeigen kann. Und Otto spielte mit Begeisterung Fussball mit Andrew. Ich spielte mit Sebbi Ball. So schön die Jungs über eine Wiese rennen zu sehen.
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