Dieses Jahr hat Sebbi Weihnachten das erste Mal mitbekommen. Mehr noch Otto, der sich zum ersten Mal der Zeit bewusst war und Vorfreude empfand. Aber fuer mich war es einfach nur funktional. Schwierig nicht enttaeuscht zu sein.
Am 24. habe ich aus Mangel an Urlaubstagen noch bis Mittag gearbeitet und dann Otto uebernommen, waehrend Sebbi schlief. Am spaeten Nachmittag war Bescherung der Geschenke von Eltern an Kinder. Otto bekam einen neuen, robusteren Roller und Sebbi einen, der verdaechtig wie Ottos alter aussieht. Das Abendbrot machte etwas Athmosphaere, aber an sich war es wie ein normales Wochenende plus Geschenkauspackaktion. Kinder ins Bett, Aufraeumen, dann selbst schlafen.
Am ersten Feiertag, also zur britischen Weihnacht, entpackten wir die Geschenke von Ellies Familie. Gaeste kamen dieses Jahr leider keine. Ich traf mich aber im Januar mit Anna. Zum ersten Mal seit Weihnachten 2023.
Wir haben dann weiter jeden Tag eine Fuhre Geschenke ausgepackt. Die aus Deutschland kommen da ohnehin nicht vor dem zweiten Feiertag dran. Also keine Sorge wegen Verspaetungen.
In den zwei Wochen Ferien habe ich Otto so viel wie moeglich aus dem Haus genommen, um den Zucker und die Aufregung zu regulieren. In Clanfield haben wir seinen Roller eingeweiht (und Enten gesehen) und am Tag darauf waren wir bei Nebel im Waldspielplatz des Queen Elizabeth Landschaftsparks. Das hat auch mir gut getan.
Silvester findet hier drueben nicht statt, und wenn, wuerden wir sowieso nicht solange wach bleiben.
Ellie ist die letzte Woche ueber immer wieder krank gewesen. Als sie eines Morgens wieder ins Bett musste, nutzte ich die Gelegenheit, nochmal mit beiden in den Park zu fahren. Im Auto haben wir alle Kinderlieder gesungen. Das war schoen.
Sebbi
- liebt Musik. letztens fasziniert Videos geguckt wie verschiedene Instrumente klingen
- liebt Tiere. Drueckt seine Kuscheltiere an sich. Legt den Kleinen Maulwurf schlafen.
- Ich wundere mich immer noch, wie Kinder voellig verschieden sein koennen.
Otto
- hat mit mir Pizza, Brot, und Kuchen gebacken. Ich zeige ihm soviel wie moeglich und lasse ihn selbst machen. Es ist erstaunlich wie viel und wie schnell er lernt. Nur Disziplin fehlt ihm. Wenn ihn Schreiben interessiert, setzt er sich hin und uebt. Manchmal denke ich mir, dass ich seinen Verstand nie genug werde fuettern koennen. Soviel, was ich ihm zeigen moechte, aber keine Zeit und wenn, dann keine Kraft.
- ist offensichtlich Linkshaender!
Johannes
Mir geht es nicht so toll. Meine Nerven sind in den letzten Monaten der Dauerbelastung ziemlich duenn geworden. Ich bin nicht immer schlecht drauf, aber ich reagiere schlecht auf ploetzlichem Stress. Oft freue ich mich auf nichts mehr. Die Wochenende sind anstrengend und langweilig. Abende gibt es nicht mehr. Darum nutze ich freie Minuten nur noch zum sofortigen Versacken. Nicht erbauendes, nur sofortige Gratifikation. Bildschirme.


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