Dienstag, 7. Mai 2019

Der grüngelbe Mai

Letzten Samstag bin ich endlich mal richtig wandern gegangen. Die letzten Wochen hatte ich immer wieder Hilfe für Ellies Studium den Vorzug gegeben. Außerdem ist sie nicht so an langen Wanderungen in der Natur interessiert wie ich. Also wollte ich einfach mal alleine raus und laufen wohin und wie lang ich Lust hatte. Seit langem hatte mich ein Abschnitt des South Downs Fernwanderwegs vom Umweltzentrum gereizt. Es stellte sich tatsächlich als besonders schöne Strecke raus, erst durch einen Buchenwald, dann den Hügelkamm entlang mit weiten Blicken über die Rapsfelder in der Ebene, Lämmern auf den Hängen, Hasenglöckchen und einer Menge Wind im Gesicht. Am Ende bin ich fast bis zum Hügel Butser gekommen. Am schönsten war aber auf dem Rückweg eine Lindenallee zwischen Rapsfeldern. Als ich nachmittags müde wurde habe ich im Windschatten einer Hecke geschlafen; ein paar Sachen sind allein einfacher. Die South Downs sind schon eine tolle Ecke; Herz und Augen gehen einem über nach den Wochen im Büro und über Lehrbüchern.

Zwei Tage drauf haben wir zusammen einen Ausflug ins Naturschutzgebiet Ashford Hangers (in etwa Ashford Hügel) gemacht. Das liegt bei Petersfield, eine halbe Stunde Autofahrt nördlich von hier, bequem an der Autobahn nach London. Diese Hügel gehören nicht zu den South Down, aber auch hier gibt es Buchenwälder und Blicke; das Reservat ist klein, aber die Straßen die bewaldeten Hänge hoch erinnern mich an den Harz. Überall blüht der Raps; wir haben wilden Knoblauch gesammelt.


Buchen sollst du suchen

wilden Knoblauch auch



Sollte jemand ein Handy abzugeben haben: die Vorderkamera an meinem hat Flecken

Was braucht der Brandeburger mehr


Ganz zufällig kam ich an der Quelle des Flusses Meon vorbei, die ich vor einem Jahr erfolglos gesucht hatte

Auf dem Rückweg besuchte ich kurz an der Hubertuskapelle

Ellie im Raps



Auch in Portsmouth kann man inzwischen draußen sitzen

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