Seit dem 17. Dezember haben wir eine zweite Katze. Die Geschichte dahinter ist die: eines Tages hörten Ellie und befreunde Katzendiener auf dem Weg nach Hause von der Arbeit einen kleinen Kater nach Hilfe miauen. Das Tier war völlig verängstigt und abgemagert. Wir vermuten es war ausgesetzt worden und konnte nicht gut jagen. Der Tierarzt schätzt ihn auf zweieinhalb Jahre. Sie haben in der Straße erfolglos nach den Besitzern gesucht. Über sympathisierende Anwohner kam die Katze in eine Rettungsstelle, aber Ellie hatte bereits gesagt, dass sie sie übernehmen würde, sollte sich kein Besitzer finden. Wir hatten über die Jahre immer wieder überlegt, ob Buddha einen Mitbewohner mögen würde, wenn wir unterwegs sind, insbesondere seitdem wir 10 Tage in Japan gebucht haben. Am 17. Dezember hat Ellie die Katze dann abgeholt, zum Beginn ihres Weihnachtsurlaubs. Wir nennen ihn Mochi, nach einer japanischen Nachspeise.
Natürlich weiß man nie, ob sich Katzen verstehen. Bisher sieht es nicht gut aus. Nach einigen Tagen Eingewöhnung in einem Zimmer haben wir Mochi in den Rest des Hauses gelassen. Es ist ausgesprochen freundlich und zutraulich mit Menschen. Aber leider scheint er Buddha herumzuschubsen, der sich nicht zu wehren weiß, vermutlich weil er sein Leben lang von seiner Katzenmutti verwöhnt und beschützt wurde, während Mochi auf der Straße gelebt hat und vielleicht instinktiv sein Revier verteidigen muss. Ich war über Weihnachten teilweise richtig genervt, weil die beiden nur unter ständiger Beobachtung zusammen sein können und damit will ich nicht die gesamte freie Zeit verbringen. Manchmal hat mich das richtig an den Zivildienst erinnert, wo ich völlig erschöpft war, die Kinder keine Sekunde aus den Augen zu verlieren. Nach einigen Tagen hat auch Ellie die Zuversicht verloren. Wir versuchen jetzt noch einmal von vorne anzufangen, die Katzen einige Tage zu trennen und dann ganz, ganz langsam zusammen zu bringen. Aber wenn das nicht funktioniert, müssen wir Mochi zurück ins Tierheim bringen. Das macht uns beide unglücklich, aber wenn wir wieder arbeiten gehen, müssen sich die beiden vertragen. Schließlich können wir Mochi nicht den ganzen Tag in einem Zimmer einsperren.
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