Mittwoch, 23. August 2017

Kleine Nachrichten mit großen Bildern

Große Boote für kleine Inseln
Der neue Flugzeugträger der Royal Navy ist in seinem Heimathafen Portsmouth angekommen. Leider habe ich an dem Morgen nicht dran gedacht, sonst wäre ich zum Hafen gefahren. Die Queen Elizabeth hat 65.000 Tonnen, das größte Schiff, dass die Marine jemals hatte. Zum Vergleich, der amerikanische Träger, der vor ein paar Wochen auf Freundschaftsbesuch hier war, hat 100.000 Tonnen und passte gar nicht erst in den Hafen. Ellie versteht die ganze Aufregung nicht. Ist bloss ein Boot.
Flugzeuge kriegt das Boot erst nächstes Jahr, und später ein Schwesterschiff, auch mit Heimat in Portsmouth. Die zwei Vorgänger waren bei meiner Ankunft noch hier stationier. Inzwischen verschrottet.
Jetzt erklären sich auch die vielen Baggerschiffe, die im letzten Jahr vor dem Hafen vor und zurück fuhren. Die haben die Fahrrinne vertieft. Auch gut fuer Archäologen. Es wurde alles von deutschen Bomben bis zu alten Kanonen gefunden.

Große Bücher für kleine Leute
Das Begleitbuch zur Deutschlandausstellung habe ich bereits ausgelesen. Las sich ganz ungewöhnlich schnell. Ist auch leicht geschrieben, und ich hoffe Ellie liest es wie angekündigt auch. Naja, aber viel Hoffnung ist es nicht. Daneben habe ich ihr die englische Ausgabe der Verlorenen Ehre der Katharina Blum gegeben. Auch da habe ich meine Zweifel. Sie hat mir dafür endlich das Preußenbuch aus der Bibliothek geholt.

Große Entscheidungen für kleine Geister
Arbeit: Meine neue Chefin hat sich langsam eingearbeitet und übernimmt zunehmend ihre Führungsrolle. Was die ja mir übertragene Datenproduktion angeht, haben wir endlich alle Zahlen beisammen und können sie jetzt analysieren. Ich schreibe gerade den Kommentar. Macht mir auch keinen Spaß. Ende September wird dann alles veröffentlicht.
Nebenher bin ich ganz hin- und hergerissen, ob ich mein Aufbaustudium machen soll. Einerseits ist es eine gute Zeit und es wird bezahlt. Andererseits hieße es wahrscheinlich, jeden Freitag nach Oxford zu fahren. Also 5 Stunden im Auto, für mindestens 6 Stunden Vorlesungen. Und dann die Hausarbeit. Eigentlich soll es auch Videoübertragung geben, sodass man also nicht persönlich hinmüsste. Aber das machen sie zum ersten Mal, wer weiß also, ob das klappt.

Große Freiheit auf kleinen Bergen
Um zumindest privat das Gefühl zu haben, die sich bietenden Chancen zu nutzen, bin ich endlich einmal auf eine längere Wanderung gegangen. Der Sommer ist zwar schlecht, aber man kann ihn ja nicht verkommen lassen. Also bin ich ins Dorf East Meon gefahren, was nicht weit von der Jurte liegt. Von dort bin ich frei nach Schnauze über die öffentlichen Wege zum kleinen Berg Butser gelaufen. Dort war ich vor kurzem mit Ellie gewesen und die besten Aussichten in der ganzen Region entdeckt. Diesmal war Ellie nicht dabei, dann so lange läuft sie nicht gerne, und neue Wege probiere ich lieber erst allein aus. Und tatsächlich, man kommt in anderthalb Stunden hoch und hat dabei einen sehr schönen Anmarsch. Der Ort East Meon selbst ist auch sehr nett. Ich werde bei unserem nächsten Besuch der Jurte mal mit Ellie dorthinlaufen und die guten Pubs ausprobieren.

Der Blick vom Hügel Butser, auf unserem ersten Besuch. Beim zweiten bin ich von ganz hinten rechts gekommen.

Im Anschluss machten wir noch im Umweltzentrum Halt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen