Sonntag, 9. Juli 2017

Aquatogermane

Einen Tag nach meinem 25. Geburtstag bin ich Kajak fahren gegangen. Das hatte eigentlich nichts mit dem Geburtstag zu tun, sondern war der beste Termin für die Gruppe, die sich angeschlossen hatte. Das waren drei Mann aus Ellies Freundeskreis, die auch auf der Hochzeit in Italien gewesen waren. Meine Vorliebe für Boote rührt immer noch von der Kajaktour auf dem Bug 2006, also vor knapp drei Jahren. Seither bin ich zwar ab und zu Kajak gefahren, aber in England bisher nur zweimal, und das auf dem Meer. Einen Fluss finde ich da interessanter, weil der allmähliche Wechsel der Landschaft und das besser zu beobachtende Tierleben einer Wanderung vergleichbar ist. Nun gibt es hier kaum Binnengewässer, und auf den zwei Flüssen waren mir bisher kein Bootsverleih bekannt. Dann habe ich ganz zufällig auf einem Spaziergang mit Kalina einen Ort entdeckt, und den haben wir jetzt ausprobiert.
Der Fluss Hamble liegt zwischen Portsmouth und Southampton, auf dem Weg passiert man auch meine Arbeit, und Euch ist er vielleicht von der rosa Fähre bekannt. Wir vier sind den Fluss hochgefahren, also in die andere Richtung. Ich war ganz überrascht, wieviel Freizeitverkehr unterwegs war. Der untere Abschnitt ist Liegeplatz für tausende teure Yachten. Oberhalb eine Brücke können dann nur kleine Boote durch, insbesondere Kajaks. Da die Gezeiten noch starken Einfluss haben, sind wir umgekehrt, nachdem wir in einem Seitenarm fast auf dem Trockenen steckengeblieben sind. Auf dem Rückweg haben wir dann gelernt, welche Rolle die Strömung spielt, denn wir sind viel schneller als gedacht vorangegkommen. Wir waren auch ordentlich fertig, Klamotten nass, Haut und Haare salzig. Wie ein richtiger Deutscher. Eigentlich wollte ich nach der Rückfahrt noch Schwimmen gehen, aber erstmal bin ich ins Bett gefallen.




Nach getanem Werk.


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