Donnerstag, 23. Juni 2016

Einen Gang runter

Tango
Mitte Juni haben wir den vierten (von fünf) Tangoauftritten in Guildford absolviert. Bis zum fünften und letzten haben wir jetzt erstmal einen Monat Pause - was sehr willkommen ist. Trotzdem ist es schade, dass es schon wieder fast vorbei ist. Der letzte Auftritt lief nämlich noch einmal etwas besser als der davor (der war nur vier Tage vorher gewesen und der Übungseffekt steckte uns sicherlich noch in den Knochen. Jetzt wo wir unsere Routinen genug beherrschen um an Details zum Denken und den Tanz als ganzen zu  steuern macht das Ganze gerade erst richtig Spaß. Überhaupt scheint die Aktion diesmal schneller vorbei als 2014. Nicht zuletzt wohl, weil ich viel mehr Choroegraphien habe als damals - bevor ich das erste Mal durchatmen kann und nicht schnell zum Umkleiden rennen muss, ist die erste Halbzeit schon wieder vorbei.

Canterbury
Dieser Auftritt fand leider an einem Wochentag statt, und da wir erst spät zurückkamen, war ich am nächsten Tag ordentlich fertig. Sehr viel ausschlafen konnte ich auch nicht, denn zwei Nächte später bin ich mit Ellie zum Geburtstag ihrer Schwester nach Canterbury gefahren. Kaum zu glauben, dass der letzte Besuch bei ihr dort vor zwei  Jahren war - Ihr erinnert Euch vielleicht, das mit dem Haus auf dem Feld. Das letzte Mal in Canterbury selbst war ich aber erst Anfang des Jahres gewesen, mit Mathieu. Auf dem Weg haben wir im Ort Tenterden Halt gemacht, in dem Ellie bis zum Alter von 21 aufgewachsen ist. Natürlich für mich interessant, um ihre Geschichte zu verstehen. Aber auch sie war zum ersten Mal seit ihrem Wegzug vor 10 Jahren wieder da. Ich beobachtete, wie sie ihren alten Ort neu sah, so wie ich oft meine alten Orten wiedergesehen habe. Leider konnte ich nicht so lange bleiben wie Ellie (mir fehlen die Urlaubstage), am nächsten Tag musste ich schon wieder allein zurückfahren, aber es war ein schöner Ausflug. Die Sonne schien, die ausgebüxten Katzen mussten im Feld zwischen Mohnblumen gesucht werden, und am Ende spielten wir im Park Karten.

Portsmouth
Zu Hause ist es auch gar nicht schlecht, das Wetter zwar trübe, aber die Abende oft schön. Der Rosengarten insbesondere erlebt seine besten Wochen des Jahren - abends ist es dort still, man hört eintausend Vogelstimmen und die Blumen scheinen in allen Farben. Und durch das Tor sieht man das Meer. Ich nähere mich schnell dem Ende der Drei Männer auf Bummelfahrt und lese wieder einige Kapitel im Erbe Roms, dass ich schon zweimal durchgelesen hatte. Jedes Mal verstehe ich wieder etwas mehr, dank anderer Dinge, die ich in der Zwischenzeit gelernt habe. Die Zeit vergeht etwas entspannter seit Tango vorbei ist und ich auch endlich meinen Sommerbesuch gebucht habe. Ich komme den 6.-20. August und fliege mit Mutti zurück.

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