Montag, 18. Februar 2013

Birmingham


Zweieinhalb lange Monate hat es leider gedauert, bis ich meine zauberhaft Kalina wiedersehen konnte. Und nur ein kurzes Wochenende hatten wir! Auch mit einigen extra einstudierten neuen Salsaschritten im Kopf, dem Dreispitz darüber (die Haare waren leider nicht so weit nachgewachsen wie geplant, Kalina warn von Anfang an gegen die Kürzung) und dem ebenso neuen Gehstock (eigentlich ein umgedrehter Golfschläger) in der Hand kaum genug Zeit, um sich auf den neuesten Stand im gegenseitigen Leben zu bringen. Versucht haben wir es mit aller Macht. In Anbetracht der neuesten kulinarischen Experimente haben wir Samstag morgen die Markthallen erforscht und daraus später eine Makrele zum Abendbrot geholt. Zum Mittag hat mich Kalina in ein sehr gutes portugiesisches Café geführt. Im Museum des alten Juwelierviertels waren wir, was mit seinen leeren Backsteinbauten und Ahnungen aus größeren Zeiten eine Erinnerung an Lodz heraufbeschwor, wären die Straßen nicht immer noch so still und resigniert.

Der Höhepunkt war ein großer Masken-Salsaball in der großen Halle der größten der städtischen Universitäten. Vier Stunden haben wir getanzt, und nach ausgiebigen Vergleichsstudien konnte ich wieder bestätigen, dass niemand so leicht durch die Luft gleitet wie Kalina.

Wie meine sonst so gerne langschlafende Tanzfee morgens um zehn ausgangsbereit war, ist mir ein Rätsel. Ich selbst habe es nur geschafft, weil ich eine Woche vorher akzeptieren musste, dass ich einfach mehr Schlaf brauche und ausgeruhter war. Aber vielleicht lag es auch daran, dass wir den weltbesten Plan für gutes Wetter hatte, nämlich den Zoo. Das war umso besser, da auch Kalina noch nicht da gewesen war, ebenso wie ihre von mir ebenfalls hochverehrte Schwester Gergana, die sich netterweise anschloss. Und was für ein schöner Spaziergang mit Sonnenschein, vielen Kindern und zwei Meerschweinchen, die schwer mit frischem Frühlingsgras beschäftigt waren. Und ganz zum Schluss liefen wir noch an den stillen Kanälen der Innenstadt, zur alljährlichen Osterglockenzeit. Ein viel zu kurzes Wochenende – ich kann nur hoffen, dass der geplante Ausflug nach York zustande kommt.


Die zwei modischsten Mädchen auf den Straßen Birminghams.


Im Juweliersviertel.

So einen Knauf für meinen Gehstock!

Sowas gef'ällt mir.

Reich und schön



Ausgehbereit
Heimgehbereit.



Ich war interessant, weil meine Hand kurz vorher noch einen Apfel gehalten hatte.

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