Zweieinhalb lange
Monate hat es leider gedauert, bis ich meine zauberhaft
Kalina wiedersehen konnte. Und nur ein kurzes Wochenende hatten wir!
Auch mit einigen extra einstudierten neuen Salsaschritten im Kopf,
dem Dreispitz darüber (die Haare waren leider nicht so weit
nachgewachsen wie geplant, Kalina warn von Anfang an gegen die
Kürzung) und dem ebenso neuen Gehstock (eigentlich ein umgedrehter
Golfschläger) in der Hand kaum genug Zeit, um sich auf den neuesten
Stand im gegenseitigen Leben zu bringen. Versucht haben wir es mit
aller Macht. In Anbetracht der neuesten kulinarischen Experimente
haben wir Samstag morgen die Markthallen erforscht und daraus später
eine Makrele zum Abendbrot geholt. Zum Mittag hat mich Kalina in ein
sehr gutes portugiesisches Café geführt. Im Museum des alten
Juwelierviertels waren wir, was mit seinen leeren Backsteinbauten und
Ahnungen aus größeren Zeiten eine Erinnerung an Lodz
heraufbeschwor, wären die Straßen nicht immer noch so still und
resigniert.
Der Höhepunkt war ein
großer Masken-Salsaball in der großen Halle der größten der
städtischen Universitäten. Vier Stunden haben wir getanzt, und nach
ausgiebigen Vergleichsstudien konnte ich wieder bestätigen, dass
niemand so leicht durch die Luft gleitet wie Kalina.
Wie meine sonst so
gerne langschlafende Tanzfee morgens um zehn ausgangsbereit war, ist
mir ein Rätsel. Ich selbst habe es nur geschafft, weil ich eine
Woche vorher akzeptieren musste, dass ich einfach mehr Schlaf brauche
und ausgeruhter war. Aber vielleicht lag es auch daran, dass wir den
weltbesten Plan für gutes Wetter hatte, nämlich den Zoo. Das war
umso besser, da auch Kalina noch nicht da gewesen war, ebenso wie
ihre von mir ebenfalls hochverehrte Schwester Gergana, die sich
netterweise anschloss. Und was für ein schöner Spaziergang mit
Sonnenschein, vielen Kindern und zwei Meerschweinchen, die schwer mit
frischem Frühlingsgras beschäftigt waren. Und ganz zum Schluss liefen wir noch an den stillen Kanälen der Innenstadt, zur alljährlichen Osterglockenzeit. Ein viel zu kurzes
Wochenende – ich kann nur hoffen, dass der geplante Ausflug nach
York zustande kommt.
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| Die zwei modischsten Mädchen auf den Straßen Birminghams. |
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| Im Juweliersviertel. |
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| So einen Knauf für meinen Gehstock! |
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| Sowas gef'ällt mir. |
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Reich und schön
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| Ausgehbereit |
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| Heimgehbereit. |
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| Ich war interessant, weil meine Hand kurz vorher noch einen Apfel gehalten hatte. |
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