6 April
Absolutes Drama. Beim Online Einchecken hatte ich am Vortag entdeckt, dass ich bei der Flugbuchung Sebbis Namen falsch geschrieben hatte. Der Kundendienst braucht ziemlich lange, bis sie die kleine Korrektur zu verstehen scheinen. Ich rufe noch ein zweites Mal an, um sicher zu gehen, und mir wird versichert, dass es bis zum Flug korrigiert sein wird.
Aber am Schalter ist der Name natuerlich noch immer falsch. Eine Stunde lang versucht der Mann, das naechste Team anzurufen. Hinter mir sitzt meine Familie auf den harten Fliesen. Otto ist natuerlich krank geworden und welkt vor sich hin; nicht, dass er das zugeben wuerde. Sebbi sollte jetzt eigentlich Mittagschlaf halten, und Ellie braucht eigentlich ihre gesamte Selbstkontrolle gegen ihre Flugangst. Wir verpassen unseren Flug. Ich bin mehrmals entschlossen, alles abzublasen. Otto flippt aus und bruellt seine letzte Kraft heraus, bevor er auf meiner Schulter zusammenbricht und keinen Mucks mehr von sich gibt. Wir werden umgebucht. Weitere zweieinhalb Stunden, die meine Familie durchhalten muss. Wir gehen essen; Otto nimmt nur Eis zu sich. Sebbi wird hippelig und dann verrueckt. Ellie geht es nicht gut.
Endlich sind wir am Gate. Wir steigen als letzte ein, um den Kindern die Enge zu ersparen. Vor dem Tunnel zum Flugzeug kotzt Otto ploetzlich. Ich weiss nicht: ist das nur, weil er nur Eis gegessen hat? Oder ist er kraenker als gedacht und sollte nach Hause? Gottseidank hat Ellie Wechselsachen fuer ihn im Rucksack. Wir steigen ein. Ellie schaltet ab. Krallt sich am Vordersitz fest. Otto ist ganz still.
In der Luft erholen sich die Kinder. Sebbi stellt sich auf meine Knie und guckt neugierig ueber die Sitze. Irgendwann geht es auch Ellie besser.
Nach der Landung trage ich Otto durch die Passkontrolle und bis zur Gepaeckausgabe. Dann tapst er uns langsam hinterher. Ich wuenschte, er muesste nicht tapfer sein. Aber wir muessen noch diverse Fahrstuehle hoch und runter, zur S-Bahn, zum Bahnhof Schoenefeld, die langen Rampen hoch und zum Hotel. Meine armen kleinen Kinder. Meine arme Frau. Keiner von denen sollte so eine Tortur ertragen muessen. Unsere Zimmer sind eine Oase. Die Kinder kriegen was zu essen und dann gehen alle schlafen.
Wir wissen noch nicht, dass British Airways den groessten Bock gerade erst geschossen hatten.
7. April
Der naechste Tag beginnt so schoen. Otto ist bei Kraeften und uns erwartet ein Hotelfruehstueck. Der Zuganschluss ist einfach; die Sitzplatzbuchung im Familienbereich des IC zahlt sich aus. Ich folge Sebbi auf ausgedehnten Wanderungen, genau wie drei Jahre vorher Otto. Otto und ich kaufen Ellie etwas Suesses. Brandenburg, Mecklenburg. Rostock. Aufgrund einer Verspaetung kurz vor Ankunft warten die Grosseltern am Bahnhof leider viel zu lange auf uns. Wir uebergeben das Gepaeck und fahren dann mit der Strassenbahn in den Winkel.
Dort spielen die Kinder im Garten, bis wir ins Quartier koennen. Und fuenfzehn Minuten vorher faellt Sebbi eine schwere Steinplatte auf den grossen Zeh. Blut, Schwellung; wir nehmen ernsthaft einen Bruch in Betracht. Eine Sekunde habe ich nicht hingeguckt. Kann auch kein Mensch. Aber ich fuehle mich trotzdem schuldig. Was fuer eine Reise fuer meinen kleinen Kinder. Wir verbinden, dann schlaeft Sebbi vor Erschoepfung eine Weile.
In der Zeit renne ich zum Quartier und hole die Schluessel ab. Das Haus scheint nicht gut. Tuerklinken fallen ab; die Haupttreppe laesst sich so nicht vor Sebbi absperren. Zerbrechliches in Babyreichweiter. Das Rollo im Bad ist kaputt. Die Schlafzimmer lassen sich nicht abdunkeln. Das Doppelbett fuer Ellie sind eigentlich zwei Einzelbetten, sodass Ellie neben Sebbi immer auf den harten Kanten liegen wird. Das einzige echte Doppelbett ist in einem Zimmer im ersten Stock mit einer Tuer ins Nichts. Griff selbst fuer Sebbi einfach zu oeffnen. Im Garten ist eine offene Wassertonne. Mein Herz rutscht in die Hose; wie soll ich Ellie das sagen, nach der Katastrophe mit Sebbi.
Wir ziehen ein und geben Otto eine strenge Sicherheitswarnung. Spaeter merke ich, dass wir ihm damit richtig Angst gemacht haben.
8 April
Ellie will umziehen; ich bitte um eine weitere Nacht. Wir haben es geschafft die Schlafzimmer abzudunkeln und die meisten Räume abgesperrt, damit die Kinder gar nicht erst reinkommen. Eigentlich koennten wir schlafen, aber jetzt hustet Sebbi die ganze Nacht durch.
Tags gehen wir zu Norma einkaufen und pflanzen Blumen in Omas Garten. Otto ist schwierig. Mir schwant, dass wir ihm richtig Angst vor dem Haus gemacht haben und er sich nicht sicher fühlt.
Allie lieben den Spielplatz hinter der Biestower Kirche. Die Kinder den Sand und die Spielzeugkiste. Ich die Wiese davor und die Kirche und die Stoerche. Sebbi liebt die Glocken. Wir sehen den Storch im Nest. Die Kinder schnappen deutsche Worte auf
Otto bleibt allgemein schwierig; ich finde wenig Zeit fuer die Großeltern. Mittags probieren die Kinder Rahmspinat. Sebbi mag es, Otto nicht. Aber ich glaube, er kaempft mehr mit der ungewohnten Athmosphaere, insbesondere wenn seine Mami zur Mittagszeit mit Sebbi ins Schlafzimmer verschwindet. Er zieht sich schnell aufs Sofa zurueck, und offensichtlich in seine eigene Welt. Ich fuehle mich dazwischen zerrissen ihm zu helfen und mit meinen Grosseltern zu sprechen.
Nachmittags fahren wir zu viert mit der Straßenbahn zur Bäckerei im Kosmos. Das ist bei den Kindern beliebt. Ich zeige Omas alte Wohnung.
Dafuer kommen wir immer besser mit dem Haus klar. Es stellt sich raus, dass die Wassertonne nicht tief ist; die meisten Räume sperren wir ab, und mit nur Küche und Wohnzimmer geht es gut.
Das Tischfussballspiel ist ein großer Hit. Ich kann mir vorstellen, wie man mit Erwachsenen hier großen Spaß haben und durch Stadt und Land radeln kann. Irgendwann, mit Friedemann.
Ich genieße die Vertrautheit von Biestow. Träume davon auf Bank zwischen Blumen Geschichte zu lesen. Über Land zu radeln. Fühle zum ersten Mal, wie sich die Lage des Quartiers auszahlt. Und der Plan möglichst wenig zu machen. Aber auch die Versuchung zu Ausflügen. Es wird nie genug Zeit sein. Dafuer müsste man hier wohnen und jeden Tag frei haben.
10 April
Wir laufen zu meinem alten Spielplatz am Kringelgraben. Seit Ottos Geburt hatte ich mir vorgestellt eines Tages meine Kinder dort spielen zu sehen. Papa trifft aus Sassnitz ein. Wir besuchen kurz meine alte Kita.
Wir besuchen jeden Tag eine Bäckerei. Im Quartier kochen wir Mittag und gehen nachmittags in den Winkel. Die Kinder lernen die Dachterrasse kennen. Mir tut es insgeheim leid, dass wir nicht mehr Zeit dort verbringen, sehe aber keine Art und Weise, die auch Spass machen wuerde. Ellie kümmert sich um die Kinder, damit ich mich mal unterhalten kann. Spaeter geht sie mit Otto einkaufen; Otto übersetzt an der Kasse.
Abends schaffe ich es das erste Mal aus dem Schlafzimmer zu entkommen und kann mich mit Papa unterhalten.
11 April
Gleich morgens gehe ich mit Sebbi zu den Hühnern beim Bauernhaus. Wir kommen wegen einer weiteren Beerdigung wieder nicht in die Kirche.
Mit Papa fahren wir alle zusammen in den Zoo. Die Kinder sind sehr beeindruckt von Eisbären und Pinguinen und vor allem dem Darwineum. Aber sie sind auch schnell erschöpft und das letzte Drittel ist eigentlich Stress.
Zu Hause war Mutti angekommen, die auf Otto Wunder wirkt. Eine Freude sie zusammen zu sehen. Sie bringt auch einen sehr beliebten Bollerwagen, der bei müden Kindern hilft. Wird sofort zum Zankapfel zwischen beiden. Später ziehe ich Sebbi damit nochmal zu den Pferden. Und ich treffe kurz Magdalena. Wir können das erste Mal richtig nett zusammen sitzen. Otto war teilweise wieder sehr anstrengend und ich hinterfrage meine Faehigkeiten als Vater.
Ich denke weiter, was für eine tolle Stadt Rostock ist.
Beide Kinder machen spürbare Fortschritte in Deutsch. Aber selbst Ellie versteht sehr viel und kann sich genügend ausdrücken.
12 April
Der Bollerwagen ist einer großer Hit und stark umkämpft. Morgens geht es mit ihm, Papa und beiden Kindern zu den Pferden und Schafen und dann zum Winkel. Das geht jetzt, denn Otto liebt Oma und will den ganzen Tag mit ihr verbringen. Ellie, ich und Sebbi konnten sogar einkaufen gehen, während Otto zu Hause spielte. Zum ersten Mal haben wir zusammen Mittag gegessen.
Danach gingen wir mit Rieke und Otto zum Spielplatz hinter der Kirche. Sebbi kam nach seinem Mittagschlaf samt Mutti und Oma. Da haben wir mehrere Stunden gespielt. Otto
verkauft Sandkuchen und -eis in seinem Laden. Rieke, Sebbi und ich
gehen kurz an den Teich beim Storchennest und zum Kirchhof. Wir
entdecken einen Geheimgang in einem Busch. Die einfachste Aktivitaeten sind hier auch die besten: es ist gut sehr wenig zu machen. Und das naher Quartier zahlt sich damit inzwischen auch aus.
Später gibt es im Winkel Kuchen und Eis und dann spielen wir im Garten gespielt. Mit Mutti ist alles einfach. Später verbringt sie mit Otto im Bollerwagen lange Zeit auf einem anderen Spielplatz .
Otto war viel entspannter und der Bollerwagen macht vieles einfacher, wenn die Kinder müde werden.
Beide Kinder sind wieder gesund und halten viel länger durch.
Und sie lernen soviel Deutsch. Keines hat irgendwelche Probleme zu kommunizieren. Sebbi stellt sein Kernvokubalur innerhalb weniger Tage auf Ja und Nein und Essen um. Otto kann seiner Mutter übersetzen. Ich bin begeistert. Wir haben alle großen Probleme gelöst und können jetzt richtig entspannen und den Kindern ihre Familie und Deutschland näher bringen.
Ottos besonderes Hobby: Unkraut jäten. Gaertnern scheint ihn allgemein wirklich zu interessieren. Gut zu wissen. Bisher hat er relativ wenig echtes, eigenes Interesse an Sachen ohne Bildschirm gezeigt. Aber er braucht weiterhin regelmaessig Schutz durch Kuscheln.
Es ist schön, dass wir einfach bei den Grosseltern sein können. Das Quartier ist kein Thema mehr. Wir haben eine Routine gefunden, in der wir 18 Uhr nach Hause gehen und da essen machen. Wenn ich kann, gehe ich mit Sebbi nochmal aufs Feld. Danach gehen wir schlafen. Fuer Ellie ist der Tag damit zu Ende, aber ich schaffe es inzwischen jeden Abend nach unten, um Hausarbeiten zu erledigen. Oder in Ruhe mit meiner Familie zu sprechen, wenn jemand rueber kommt.
13 April
Plötzlich ist das Ende wieder sichtbar. Plötzlich wieder die Trauer und das Bedauern der Vergänglichkeit dieser Zeit. Vier Tage nur noch. Soviel Sachen die wir nicht mehr machen können.
Heute sind wir alle zusammen vormittags in den Anemonenwald von Pölchow gefahren, wo ich selbst als kleines Kind gelaufen war. Die Kinder sind nur halb interessiert, aber nichtsdestotrotz tut es mir gut sie zwischen Buchen und Anemonen zu sehen. Wir machen schöne Bilder mit den Großeltern. Ich bekomme Lust eine Buche zu pflanzen.
Otto aß wieder Mittag mit und lobte es sogar. Die Kinder rennen wie wahnsinnig durch den Garten und Otto gaertnert. Dann gingen wir auf den Spielplatz
Abends kam Rieke zum Quartier. Konnte man sich endlich mal richtig persönlich unterhalten.
Sannis Wimmelbuch ist der Knaller.
14 April
Wir fahren das erste Mal in die Stadt. Sebbi ist schwer beeindruckt, dass er in einem Lieferwagen faehrt. Die Kinder fahren Karussell auf Ostermarkt und bekommen schöne Bücher. Am liebsten wuerde noch viel mehr kaufen, aber dafuer fehlt im Haus der Platz. Wir assen am Ende im Rostocker Hof. Nachmittags gab es Unkraut zu jäten und dann Spielplatz fuer alle.
15 April
Vormittags scheitert der Versuch, den Kindern deutsche Pässe zu besorgen. Am Ende bin ich nur gezwungen mich selbst abzumelden. Jetzt geht es nur über die Botschaft in London und das ist so schwierig das ich es mir nicht antun werde. Ist vielleicht so beabsichtigt.
Beide Kinder machten es uns schwer. Sebbi hat eine neue Erkältung und Bindehautentzündung und Otto flippt staendig aus. Ellie meint er muss zurück in seinen Alltag. Aber ich denke lieber nicht an die baldige Abreise.
Wir anderen entwickeln auch alle eine Erkältung, inklusive der Großeltern. Nachmittags sind wir im Winkel und Garten. Ich bekam Unterstützung, damit ich mal mit Großeltern reden kann.
Otto und Mutti bauten eine Bude gebaut und mit Rieke übte er Knoten. Ich habe ihn das erste mal ganze Sätze auf deutsch bilden gehört. Und auch Sebi spricht sehr viel deutsch. Zwei Monate hier und sie wuerden fliessend sprechen
16 April
Wir fahren allesamt nach Warnemünde. Mutti und wir mit Auto, Rieke per S-Bahn und später stoesst Papa dazu, der nochmal fuer einen Tag aus Sassnitz kommt. Es wird ein langer Tag. Die Kinder lieben das Wasser und den Sandstrand. Sebbi huepft und tanzt vor Freude. Aber er ist auch krank und brauchte irgendwann Schlaf, was Ellie irgendwie in einem Park schaffte. Otto insbesondere liebt jetzt Warnemünde. Wir hatten Glück das wir es nicht zu voll war, denn Wetter war fantastisch. Zum Glück hatte Ellie, anders als ich, die Dauer vorhergesehen und Proviant gepackt. Oma hat Otto wieder viel betreut.
Zurück bin ich mit Otto S-Bahn gefahren. Wir waren abends alle erschlagen. Und ich spuere zunehmende Trauer ob des Abschieds.
17 April
Grösstenteils einfache Kinderunterhaltung. Abschieds Stimmung laesst sich nicht mehr ignorieren. Packen. Ble.
Mutti, ich und Sebbi bringen Rieke zum Bahnhof. Anschliessend fahren wir auf meine Bitte noch zu dritt nach Sildemow. Zwischen zwei Häusern auf dem Hügel am Rand fuehrt ein Weg aufs Feld, wo man Rostock im Panorama sieht. Sebbi laeuft durch das gruene Feld; hinten faehrt ein ICE durch die Landschaft.
Vermissen werde ich: Vogelgesang, Pferde und Schafe um die Ecke, die Bäume und das Grün und die Kirche.
Ottos Stimmung war auch sichtbar angegriffen. Er wollte im Quartier erstmal gedrückt werden und dann allein Tablet spielen ohne einen Mucks zu sagen. Später guckte er gedankenverloren aus dem Schlafzimmer Fenster auf die Bäume des Friedhofs gegenüber und hörte den Vögel zu. Genauso wie ich es machen würde. Sagte, er würde am liebsten für immer in Rostock bleiben. Der Junge hat meine Emotionen geerbt. Hatte ich auch schon lange vermutet.
Habe mir noch ein Mosaik Heft gekauft der Erinnerung wegen und otto hat tatsächlich zugehört als ich es ihm im Bett vorlas
Der raps wird ganz plötzlich gelb und ich sehe das Ende eines weiteren Frühlings Kommen ohne das ich jemals wirklich raus konnte
18 April
Der Abschied war traurig, aber Kinderbetreuung laesst einen zum Glueck nicht zu sehr Nachdenken. Die Bahnfahrt lief glatt, und es haette alles so einfach sein koennen. Ich wollte eigentlich einfach ein bisschen nostalgisch den RBB gucken aber... Als erstes war da das Hotel. Zwei Zimmer nebeneinander, sogar mit Verbindungstuer. Leider finden wir dann raus, dass die Fenster sich wie eine Tuer oeffnen lassen, bis zum Boden, ohne jedwede Sicherung. Im vierten Stock. Und der Riegel sogar fuer Sebbi erreichbar. Also ziehen wir sofort in ein anderes Zimmer, auch das mit Verbindung.
Der echte Hammer aber kommt noch. Ich wundere mich, weshalb die App seit dem Nachmittag den Flug nicht mehr anzeigt. Nur um sicher zu gehen, laufe ich zum Flughafen, als die Kinder schlafen. Und dort erwische ich gerade so die Leute, die geraden den BA Schalter zu machen. Und die bestaetigen, dass wir nicht auf der Liste fuer den Flug am naechsten Tag stehen. Die Umbuchung des Hinfluges hat das scheinbar automatisch gemacht. Niemand hat uns das gesagt - vermutlich wusste das Personal es selber nicht. Wir hatten kurz vorher sogar noch Emails bezueglich des Rueckflugs erhalten. Ich in voelliger Panik, um 20 Uhr. Mir wird nur eine Telefonnummer gegeben, die sich als Notfallnummer der BA rausstellt. Zu meiner grossen Ueberraschung schaffe ich es ueber die naechsten drei Stunden tatsaechlich, unsere Tickets wieder zu aktivieren. Wir werden sogar zusammen sitzen, ohne das der ganze Flug unmoeglich waere. Aber dann ist es 23 Uhr, aber an Schlaf ist vor Stress sowieso nicht mehr zu denken.
19. April
Ich laufe nach dem Fruehstueck zum Flughafen und bestaetige, dass wir tatsaechlich im System sind. Ich lerne, dass ich mit Kindern viel mehr Zeit fuer alle Wege berechnen muss. Aber ansonsten kommen wir glatt zurueck. Otto ist traurig, aber ich will nur noch nach Hause.
Wir
hatten so ein Glueck im Unglueck. Haetten wir nicht direkt am Flughafen
gewohnt. Waeren wir nicht so misstrauisch gewesen. Waere ich fuenf
Minuten spaeter an den Schalter gekommen. Haetten die nicht diese Nummer
gekannt. Ich haette wiederum mit zwei kleinen Kindern und einer Frau
mit Flugangst ohne Flug und ohne Unterkunft dagestanden.
Es bleibt, wie immer, Trauer, dass man soweit weg ist.
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