Drei Tage vor Ottos Geburtstag veranstalteten wir seine erste richtige Feier mit Freunden. Es war ein Erfolg. Ab 11 Uhr liessen wir sie solange wie moeglich auf dem Spielplatz toben. Erst zum Mittag kamen sie ins enge Haus, samt Eltern, und immer wieder Spaetankoemmlingen. Zum Glueck war der Garten vorbereitet und das Wetter gut.
Die Gaeste waren alles Kinder aus Ottos Klasse. Und fuer mich war es sehr, Otto mit seiner offensichtlichen Clique zu sehen, denn die waren alle genauso verrueckt wie er. Die ganzen komischen Lieder, mit denen er nach Hause kommt, die singen sie alle, mit Begeisterung. Die anderen Kindern moegen Otto ganz erkennbar, er wirkt mit ihnen normal, das gibt mir nolens volens ein gutes Gefuehl. Und Kinder, die ich beim taeglichen Abholen still und schuechtern sehe, drehen im vertrauten Kreis genauso frei wie er.
Als dann der extra angefertigte Kuchen mit Kerzen hereingetragen wurde waren alle anwesen und sangen Ottos Namen, nur er war nicht da - versteckte sie grinsend unter einem Stuhl.
Ich habe mich besonders gern mit einer deutschen Mutter unterhalten, vor unseren jeweiligen Kindern.
Das einzige andere Kind war Ottos Cousine Layla. Die, und ihre Mutter sowieso Ellies Vater und Frau, blieben nach der Feier noch etwas da. Wir fuhren mit dem Bus auf einen anderen Spielplatz, wo die beiden Kinder den ganzen Zucker verbrennen konnten. Nicht nur war Otto ohne Probleme mit dem ganzen Trubel der vielen Menschen und des Laerms zu Hause klar gekommen, er stellte sich nun auch reibungslos auf die voellig andere Athmosphaere mit nur einem Kind ein. Der hat sich wirklich entwickelt.
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