Freitag, 9. August 2024

Notizen der letzten drei Wochen:

Eines Samstagabends machte ich mit den Kindern ein Picknick am Strand. Dort schlossen sich zufaellig alte Tangofreunde an und dann kam auch Ellie nach. Jemand spielte mit Otto sodass ich mich sogar etwas unterhalten konnte. Das war angenehm. Ich wuensche mir seit Jahren Sommerabende am Meer mit den Kindern.

Ein anderes Mal fuhren wir zum offenen Tag des Modelvereins Fareham. Nicht weit von meinem alten Buero, und zwischen lauter Wegen, die wir ueber die Jahre belaufen haben, betreiben sie unbemerkt hinter hohen Hecken ein richtig grosses Gelaende mit Baeumen und mehreren Eisenbahnstrecken, Tunneln, Werkstatt und Bahnhof. Auch ferngesteuerte Autos und Boote haben sie und an diesem Tag auch einige Oldtimer. Otto durften ueberall mal mitfahren bzw. -steuern. Sebastian fuhr meines Erachtens das erste Mal Modelleisenbahn und freute sich. Ich stopfte mir vor allem diverse Kuchen der netten alten Frauen im Bahnhof rein. Nur zu heiss war es mir eigentlich. Die Kindern waren abends auch erschoepft.

Dann waren wir einmal einfach in einem Biergarten in East Meon, der gruen, schattig und eingezaunt ist. Einfach, weil wir einmal am Wochenende raus wollten, aber beide Eltern fertig waren. Diese Stelle ist jedes Mal schoen und die Kinder sind lange beschaeftigt, ohne dass wir besonders viel machen muessen. Die Fahrt durch die South Down tut mir auch gut.


Wir hatten eine relativ heisse Woche. 24 Grad - mein Limit in der feuchten Luft. Die Brombeerzeit ist wieder da. Otto reagiert jedes Jahr ausgesprochen positiv darauf.


Sebastian

  • ist regelmaessig mit der Kita am Meer. Ich bin immer ganz stolz, dass er gerne da ist.
  • schlaeft momentan noch schlechter. Braucht immer jemande bei sich. Ist Ellie bis 21.30 noch nicht unten loese ich sie oben ab. Sehen tue ich sie dadurch nur noch waehrend der Arbeitszeit Mittwoch bis Freitag wenn die Kinder in der Kita sind.
  • scheint weiterhin gut in der Kita klarzukommen. Begeistert ist er nicht bei der Uebergabe, aber er weint nicht.
  • ich nehme weiter zu Kenntnis, wie sich Sebastian von Otto unterscheidet. Kurz gesagt ist er einfach viel froehlicher und an Menschen interessiert.
  • hat sein Klangbuch "So klingt der Fruehling" lieben gelernt. Wir muessen ihm staendig "Im Maerzen der Bauer" vorspielen. Darueber hat er aber auch das Klavier entdeckt. Auch daran zeigt er mehr Interesse als Otto.
  • hat das Kuscheln entdeckt - anders als Otto. Legt sich gerne mit seinen kleinen Baeckchen auf Kissen oder Eltern und laechelt.


Otto

kriegt weiterhin nicht genug von elektrischen Bussen. Typische Beschaeftigung zur Mittagszeit, wenn Ellie mit Sebastian im Bett ist. Bringt ihn wenigstens aus dem Haus raus.

lernt in den letzten Tagen begeistert Deutsch, seit er eine Sprachapp auf meinem Telefon entdeckt hat. Ich lasse ihn viele Sprachuebungen machen, schreiben kann er ja noch nicht.

Eine Weile war er auch sehr an meinem Pflanzen- und Tierebuch interessiert.

kaempft stark mit seinen Emotionen. Manchmal sehr lieb und schlau und anhaenglich. Oft aufbrausend und hat letztens auch was nach mir geschmissen. Ich muss mich da oft stark zusammenreissen und an mein "Training" denken. In erstmal in den Arm nehmen statt ihn aus dem Zimmer zu schicken. Gleichzeitig aber kann ich  das momentan leichter als den normalen Mist mit Kindern dieses Alters denn als etwas pathologisches einordnen.

unsere momentane Abendroutine: wir ueben etwas Deutsch, gucken ein Video aus der Sendung mit dem Elefanten, lesen ein Buch und dann schlaeft er relativ schnell ein. Wahrscheinlich ist er einfach viel fertiger als man ihm ansieht. Nicht, dass das frueher viel geholfen haette.


Johannes

Mir geht es allgemein ganz gut, aber meine Nerven brechen schnell. Man hat einfach nie Zeit fuer sich allein zum entspannen - es sei denn auf dem Weg ins Bett, nach 23 Uhr, wenn ich aus Sebastians Zimmer torkele und meist keine Willenskraft habe, nicht aufs Sofa zu fallen und auf mein Handy zu glotzen. Und dann schlaeft man halt zu spaet und ist noch mueder.

Eine Tage vor der Anreise meiner Familie kam zum Beispiel die Nachricht, dass ihr Quartier kurzfristig verlegt wurde. Im grossen und ganzen keine Katastrophe, aber mein ganzer Tag war sofort versaut, weil ich kaum mentale Reserven habe. Am naechsten Tag habe ich dann in einer absoluten Hauruckaktion ein neues Quartier um die Ecke von uns gebucht und das alte storniert. Geht also - aber nur, wenn man dafuer die Arbeit schleifen laesst. Alles ein Nullsummenspiel.

Ellie hat begonnen, Samstagvormittag zum Zumba zu gehen. Ich habe die Jungs dann alleine, aber meistens ist das ueberaschend einfach, besonders solange es Brombeeren gibt.


Einmal sind wir mit Bus in den Hafen gefahren. Und hinter mir faehrt gerade ein elektrischer Bus.

manchmal hat auch Sebastian keinen Bock

im Biergarten in East Meon


Schaetten, Platz, Gruen und etwas Sport

Otto bekam einen neuen Freund




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