Sonntag, 20. Oktober 2019

Momentan arbeite ich richtig hart. Mir war immer klar, dass meine alte Abteilung gemütlich war und sich das ändern würde, aber diese letzten Wochen bin ich ziemlich erschöpft. Ich programmiere praktisch den ganzen Tag, unter Zeitdruck und in einer Sprache die ich weiterhin erst lerne.

Darum kam es mir doppelt entgegen, dass Ellie am letzten Freitag nach London wollte und wir uns so einen Tag Urlaub nahmen. Im dortigen Japan-Haus gab es nämlich einen kurzen Gratisauftritt einer Geisha und einer Azubi-Geisha, beide aus Kioto wo wir ja unsere Portion Geishakultur abbekommen hatten. Genau gesagt natürlich Geikokultur. Sie haben zwei Tänze aufgeführt und dann Fragen beantwortet und man konnte sich mit ihnen fotografieren lassen. Das Japan-Haus war auch selbst einen Besuch wert. Es ist vor allem ein Ausstellungsraum für japanische Qualitätswaren, viel Kunsthandwerk und handgemachte Haushaltsgegenstände, alle wunderschön und simpel und extrem teuer.
Anschließend haben wir japanisch gegessen und sind noch kurz ins Britische Museum gegangen. Assyrische Statuen für mich, Japan für Ellie.

Am gleichen Tag spürte ich, dass ich krank werde und dieses Wochenende mache ich erstmal gar nichts um mich zu erholen. Etwas schade, dass ausgerechnet jetzt Mathieu samt derzeitigen Freundin zwei Nächte in Portsmouth weilt. Ich kann nicht soviel mit ihnen machen wie ich gerne würde.

Neues von Bäbä: der Bauch wird sichtbar und Ellie fühlt wie sich das Kind manchmal bewegt. Außerdem hat sie Ischiasbeschwerden, sodass ich meine Übungen jetzt nicht mehr alleine mache. Donnerstag ist die nächste Ultraschalluntersuchung und wir erfahren das Geschlecht. Namen machen mir weiterhin Kopfzerbrechen... wenn wir ehrlich sind ist Johannes der einzig gute Männername.

Zeitlich und klimatisch geht es stark auf Weihnachten zu. Das Chorprogramm macht mir dahingehend viel Freude, mit den Magnificats zweier Bachsöhne. Zusätzlich hat mir ein Mitsänger eine Lernhilfe für Johann Sebastians Weihnachtsoratorium gegeben. Vor zwei Jahren hatte ich mir die Noten dazu gekauft und diverse Choräle selbst am Klavier gelernt, aber die schwierigeren Stücke benötigen fortgeschrittene Resourcen.

Außerdem denken wir viel und lang über diverse Versicherungen nach, die uns zur Absicherung des Hauskredits empfohlen werden. Ich werde in nächster Zeit rumfragen, wieviel Schutz andere Leute haben. Und die Waschmaschine braucht Reparatur und das Auto auch und das halbe Haus sowieso.

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