Sonntag, 8. Januar 2017

Der Himmel bleibt dunkel

Kein Böller kracht zu Mitternacht
Bin gut zurückgekommen und kümmere mich jetzt um mögliche Kompensation für den ausgefallenen Hinflug. Silvester haben Ellie und ich bei Freunden gefeiert. Das war erst das zweite Mal, nach 2014 in Newcastle, dass ich Silvester in England war. Hier wird dafür wenig gemacht, Feuerwerk ist keine Tradition, nur wenige machen das, außer in London, wo es ein großes offizielles gibt. Wir haben einfach gespielt und gegessen, das ist schon mehr, als die meisten machen. Außerdem haben wir Bleigießen gemacht, der italienische Gastgeber kannte die Tradition und hatte einige Sätze aus Deutschland bestellt. Hat allen gefallen; ich musste die Bedeutungen aus dem Begleitheft übersetzen.
Wir hatten im Anschluss nach Sonntag und Montag frei. Sonntag war schon halb vorbei, als wir aufwachten, aber Montag war ein toller, sonniger Tag, an dem wir ein Vogelschutzgebiet direkt vor Portsmouth besucht haben, wo Dutzende Ornithologen teure Ausrüstung auf eine Sumpfohreule richteten.

Rennen um zu stehen
Die Arbeitswoche war unspektakulär, weil viele Kollegen noch im Urlaub sind, darunter auch meine Chefin. Das ist immer ganz schön, wenn ich selbst rumwurschteln kann. Allerdings habe ich jeden Tag länger gearbeitet und werde das auch noch mehrere Wochen weiter so machen müssen. Denn ich muss mein Arbeitszeitkonto wieder auffüllen, dass durch Weihnachtsessen und Arzttermine völlig geleert wurde. Am kommenden Dienstag habe ich einen ungünstig gelegenen Physiotherapietermin, der mich wiederum einige Stunden zurückwerfen wird. Deshalb hatte ich ja bereits die Gesangsstunden ausgesetzt.

Die Sterne in Gedanken
Samstagabend haben wir die Sternwarte der regionalen Astronomiegesellschaft besucht. Die veranstalten einmal pro Monat einen offenen Abend, der Monate im Voraus ausgebucht ist. Die haben auf dem Land, ganz in der Nähe der Jurte, an einem besonders dunklen Flecken ein Gelände mit drei professioniellen Teleskopen in eigenen Kuppeln. Leider war es dicht bewölkt und auch noch neblig, sodass wir sie nicht benutzen konnten, aber wir können gratis wiederkommen, wenn es mal klar ist. Die Gruppe besteht aus gut motivierten und ausgebildeten Freiwilligen, die eng mit der Uni Portsmouth zusammen arbeiten. Sie haben daher Zugang zu Fördergeldern und richtig gute Ausrüstung. Die Vorträge waren dementsprechend spannend, mit ganz tollen Fotos, oft selbstgemacht, oder von Sonden auf verschiedensten Planeten des Sonnensystems. Besonders interessant war, wieviel man heutzutage privat machen, mit nur moderater Investition in Ausrüstung, weil viele Werkzeuge, z.B. zur Bildbearbeitung, gratis zu haben sind.

An einem besonders guten Abend habe ich auch etwas Astronomie gespielt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen