Montag, 6. April 2026

Ostermontag

Ostermontag war richtig schoen. Ich fuehlte mich ausgeschlafen, das Wetter war toll, wir hatten einen Ausflug vor, und Zeit ihn richtig vorzubereiten. 

Wir machten zuerst ein Mittagspicknick neben auf dem Kirchhof von Droxford. Alles war gruen. Die Kinder fuetterten ein Pferd. Spaeter gingen sie an der Badestelle mit den Fuessen in Wasser. Noch ist es dort schoen warm aber nicht heiss. Die Raubvoegel kreisen ueber den Feldern, die Enten quaken im Bach. Otto und ich liessen Stoecker unter der Bruecke um die Wette schwimmen.

Danach fuhren wir weiter zum Dell, d.h. einer Wiese mit Cafe und Bar und viel Platz fuer viele Familien mit Kindern. Wir hatten viel Spielzeug fuer draussen dabei; mein neuer Drachen stellte sich als viel zu kompliziert fuer Kinder raus. Aber die wollen sowieso alle nur am Steuer des ausgemusterten Busses sitzen.

Ich genoss das Osterwetter, das Gefuehl von Raum, das Gruen der Felder und die Blueten an Bueschen und Baeumen.

Jetzt einen Tag Arbeit, dann nach Cardiff. 

Samstag, 4. April 2026

Ewiger Zirkus

Samstag vormittag ging Otto zu seiner ersten echten Schwimmstunde auf Stufe 3. Danach ruhten wir uns alle zu Hause aus, denn nachmittag ging es in den Zirkus. Fuer beide Kinder das erste Mal, fuer mich das zweite als Erwachsener. Otto war wieder emotional ueberwaeltigt: hatte Angst, wollte nicht hin, aber auch nicht zu spaet kommen; es war stressig. In der Show selbst dann war er begeistert, spaeter ueberfordert und erholte sich erst zum Ende. Sebbi war es zuerst egal, dann fand es toll; nicht nur die Manege sondern durchaus auch das Lichtspiel an der Zeltdecke, auf dem Ruecken ueber meine Knie. Irgendwann hatte er aber auch genug und ich ging mit ihm raus. Leider laeuft es eigentlich immer darauf hinaus, das Ellie und ich uns mit je einem Kind aufteilen und den ganzen langen Tag nur kurz bei Uebergaben sehen. Beide Kinder waren dann auch emotional erschoepft und ich koerperlich, und es wurde wieder stressig und ich ein Stueck weiter deprimiert.

Freitag, 3. April 2026

Karfreitag

Freitag sind wir zu viert nach Butser gefahren. Otto wurde gleich zu Anfang wuetend, weil er seinen neuen Metalldetektor anders als am Vortag nicht mit reinbringen durfte (man ist da strikt, damit die Leute nicht anfang zu graben). Dann wollte er direkt zurueck zur roemischen Villa und Rota weiterspielen. Sebbi zog derweil mit Ellie durch die Gebaeude der Mittel- und Neusteinzeit, legte sich in jeder Huette auf die Betten und spielte Aufwachen. Otto und ich lernten in der Zeit was ueber roemische Klos. Spaeter wechselten wir Kinder: Sebbi lernte auch den Legionaer kennen, war aber auch froh, einfach durch den Garten zu trapsen, von Baumstuempfen zu huepfen und suess zu sein.

Es war richtig was los: das ganze Wochenende sind historische Darsteller vor Ort, und darunter traf ich auch einen ehemaligen Kollegen und dessen Frau. Deren Truppe zeigte diverses, und sowohl ich als auch Ellie und Otto waren wirklich interessiert an Kraeutern, Webtechniken und Schaukaempfen. Die Kinder hatten ausserdem Platz zum Rennen und ich geniesse einfach das Fruehlingserwachen dort in den Hecken und Feldern der South Downs. Denn das Projekt liegt wunderbar eingebettet; eins der Haeuser ist einer Ausgrabung nachgestellt, die direkt nebenan stattgefunden hatte.

Wir blieben mehrere Stunden dort und ich freue mich echt ueber das Jahresticket. Allerdings waren die Kindern anschliessend fertig und es war ein Fehler, in einen Pub essen zu fahren statt nach Hause. Ich selbst pfiff aus dem letzten Loch und konnte mit dem Stress nicht umgehen. Das belastete mich den gesamten Abend, bis ich zum freien Tanzen beim Tango ging.

Donnerstag, 2. April 2026

Donnerstag vor Ostern

Donnerstag hatte ich mir fuer Otto frei genommen. Allgemein mag ich ganze Tage mit ihm sehr, weil wir dann richtige Ausfluege machen koennen. Meistens aber wird der Tag von tausend kleinen Pflichtaufgaben zerfressen. Diesmal mussten wir erstmal wieder zum Arzt wegen irgendwelchen Flecken, die wahrscheinlich nichts bedeuten aber Eltern Angst machen wenn sie erstmal drueber nachdenken.

Dann kauften wir einen neuen Drachen, und dann fuhren wir endlich zum Freiluftmuseum Butser. Dafuer kaufte ich uns endlich eine Familienjahreskarte.

Beim letzten Besuch war Otto 16 Monate alte gewesen. Das Projekt hat sich seitdem stark vergroessert. Viel mehr Gebaeude und ein Ferienclub fuer Kinder war zu Gange. Otto wollte erst nicht, dann doch, und besonders, als ihm der roemische Legionaer das Spiel Rota, aehnlich wie Muehle, zeigte. Denn Spiele wecken seinen Ehrgeiz, da hat sich in den letzten Monaten viel entwickelt.

An dem Tag hatten wir nicht viel Zeit, weil ich auch noch zum Familienschwimmen zurueck nach Portsmouth wollte. Anschliessend holten wir Sebbi frueher aus der Kita, und dann war Osterwochenende.